Abo
  • IT-Karriere:

Counter-Strike: Valve will illegales Glücksspiel mit Skins stoppen

Lange hat Valve den Markt für Waffenskins und damit auch für wohl illegales Glücksspiel geduldet. Nun kommt die Kehrtwende: Das Millionengeschäft soll offenbar schnellstmöglich gestoppt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Counter-Strike: Global Offensive
Counter-Strike: Global Offensive (Bild: Valve Software)

Normalerweise gilt Valve als äußerst verschwiegen, was sein Geschäft angeht. Nun hat sich das Unternehmen aus Seattle zu den Vorwürfen rund um den Handel mit Waffen-Skins für Counter-Strike: Global Offensive geäußert. In einer Mail, die auch Golem.de erhalten hat, kündigt der für Business Development zuständige Erik Johnson an: Valve will alle externen Seiten stoppen, die mit Hilfe der OpenID API von Steam mutmaßlich illegales Glücksspiel mit den Skins betreiben. Die Skin-Portale verstoßen nach Auffassung von Valve nach gegen die Steam-Nutzungsbedingungen.

Stellenmarkt
  1. ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Kiel
  2. Süwag Energie AG, Frankfurt am Main

In der Szene sind die Auswirkungen wenige Stunden später schon sichtbar. Auffällig viele Portale, die direkt am Glücksspiel partizipieren, melden gerade technische Probleme oder Wartungsarbeiten. Mindestens ein Anbieter hat die Gebühren für das Auszahlen von Gewinnen so stark erhöht, dass es im Grunde unattraktiv geworden ist.

In der Mail von Erik Johnson weist Valve eine Reihe von Anschuldigungen zurück. So schreibt Johnson, dass Valve keine Geschäftsbeziehungen mit den tatsächlichen Anbietern der Glücksspiele habe und von ihnen keine Umsatzbeteiligung erhalte. Auch verfüge Steam über kein System, das es ermögliche, Ingame-Inhalte - also die Skins - in echtes Geld umzutauschen.

Valve hat zugeschaut

Formal mag das alles richtig sein. Was Erik Johnson nicht schreibt, ist, dass Valve seit 2011 stillschweigend zugeschaut hat, wie sich das komplexe System aus Handel und vermutlich illegalem Glücksspiel allmählich aufgebaut hat. Ziemlich sicher hat Valve den Skin-Portalen auch bei der Lösung von technischen Problemen und Ähnlichem geholfen.

Das Geschäft mit den Skins ist aus Wetten auf den Ausgang von Counter-Strike-Matches entstanden. Wer daran teilnimmt, kann für wenige Dollar bei Valve virtuelle Truhen kaufen. Die enthalten - wie bei einer Lotterie - meist nur Nieten, aber manchmal eben auch Skins, für die andere bereit sind, viele Hundert oder sogar Tausend US-Dollar zu bezahlen - entweder, weil sie ihre Spielfigur damit schmücken möchten, oder weil sie hoffen, dass die Skin noch weiter an Wert gewinnt.

Die Erklärung von Erik Johnson ist wohl auch ein Zeichen dafür, dass Valve die Sache ernst nimmt, und sie nicht einfach aussitzt. Falls Valve tatsächlich konsequent die Nutzung von OpenID API unterbindet, dürfte das Geschäft mit den Skins tatsächlich in kürzester Zeit zusammenbrechen. Dem Ruf des Unternehmens haben die Vorwürfe über illegales Glücksspiel trotzdem geschadet, außerdem gibt es mehrere Klagen in der Sache.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 114,99€ (Release am 5. Dezember)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. ab 369€ + Versand

Eheran 15. Jul 2016

Beschaffungskriminalität ist nicht auf Kinder beschränkt, da muss man entsprechend an...

Muhaha 14. Jul 2016

Nope. Nicht wirklich. Das ist immer noch der gleiche uninspirierte Abzockerladen wie in...

|=H 14. Jul 2016

Valve sorgt allerdings für die Seltenheit und man muss auch noch Schlüssel für die Truhen...

SeppKrautinger 14. Jul 2016

Für mich sind viele Skins eher kontraproduktiv, wenn mir jemand mit ner pinken Waffe...


Folgen Sie uns
       


Maxus EV80 probegefahren

Golem.de hat mit dem Maxus EV80 einen chinesischen Transporter mit europäischer DNA getestet.

Maxus EV80 probegefahren Video aufrufen
Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner
Super Mario Maker 2 & Co.
Vom Spieler zum Gamedesigner

Dreams, Overwatch Workshop und Super Mario Maker 2: Editoren für Computerspiele werden immer mächtiger, inzwischen können auch Einsteiger komplexe Welten bauen. Ein Überblick.
Von Achim Fehrenbach

  1. Nintendo Akku von überarbeiteter Switch schafft bis zu 9 Stunden
  2. Hybridkonsole Nintendo überarbeitet offenbar Komponenten der Switch
  3. Handheld Nintendo stellt die Switch Lite für unterwegs vor

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    Transport Fever 2 angespielt: Wachstum ist doch nicht alles
    Transport Fever 2 angespielt
    Wachstum ist doch nicht alles

    Wesentlich mehr Umfang, bessere Übersicht dank neuer Benutzerführung und eine Kampagne mit 18 Missionen: Das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games hat Golem.de das Aufbauspiel Transport Fever 2 vorgestellt - bei einer Bahnfahrt.
    Von Achim Fehrenbach

    1. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
    2. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
    3. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

      •  /