• IT-Karriere:
  • Services:

Counter-Strike Go: Bei Abschuss Ransomware

Wie gut ist es eigentlich um die Security von Spielen bestellt? Der Sicherheitsforscher Justin Taft wollte es herausfinden und wurde in der Source-Engine fündig. Nach einem Abschuss droht bei seiner modifizierten Karte die Infektion mit Ransomware oder anderer Schadsoftware.

Artikel veröffentlicht am ,
Spiele wie Counter-Strike Go waren durch einen Buffer Overflow anfällig.
Spiele wie Counter-Strike Go waren durch einen Buffer Overflow anfällig. (Bild: Valve)

Der Sicherheitsforscher Justin Taft hat eine Sicherheitslücke in der Source-Engine des Entwicklers Valve gefunden, die genutzt werden kann, um Spielern Schadsoftware wie Trojaner oder Ransomware unterzuschieben. Für den Proof-of-Concept nutzte er einen Buffer Overflow im Software Development Kit für die Source-Engine, um Code aus der Ferne auszuführen (Remote Code Execution, RCE). Valve hat den Fehler mit dem aktuellen Release behoben. Die Engine wird von beliebten Titeln wie Counter-Strike Go, Team Fortress 2, oder Left 4 Dead 2 genutzt.

Stellenmarkt
  1. Arnold & Richter Cine Technik GmbH & Co. Betriebs KG, Rosenheim
  2. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Um den Payload für seinen Proof-of-Concept auszuliefern, nutzte Taft individuelle Maps, wie sie oft von aktiven Gaming-Communities und Moddern erstellt und verwendet werden. Mit einem mit der Map ausgelieferten sogenannten Ragdoll-Modell, das die physikalischen Eigenschaften beim Zusammenbruch der Spielfigur nach einem Abschuss darlegt, konnte er auf Grund des Buffer Overflows beliebigen Code nachladen. So würde nach einem Abschuss die Verbindung zu einem Server des Angreifers hergestellt, um weiteren Schadcode auszuführen, etwa Ransomware oder andere Trojaner.

Pufferüberlauf und kein ASLR

Konkret betroffen war nach Angaben von Taft die Funktion Nexttoken. Bei dieser Funktion sei aber darauf verzichtet worden zu prüfen, ob die Eingabe die zulässige Länge überschreitet oder nicht (Bounds Check). Wenn dem Token ein Wert von mehr als 256 zugewiesen wird, läuft der Puffer über und der Angreifer kann Code ausführen. Neben der Einführung eines korrekten Bounds Check empfiehlt Taft daher die Verwendung von Adress Space Layout Randomization (ASLR), einer in Software eigentlich üblichen Sicherheitsmaßnahme, die in der für die Funktion genutzten Datei steamclient.dll aber nicht angewendet wurde. Ohne ASLR können Angreifer berechnen, an welcher Stelle im Speicher ein Pufferüberlauf stattfindet, um diesen auszunutzen. Mit ASLR ist die Ausnutzung eines Speicherfehlers deutlich weniger trivial.

Valve hat die Sicherheitslücke bereits gepatcht, viele Mod-Entwickler können nicht so schnell reagieren. Mit der vollständigen Freigabe des PoC will Taft daher noch etwas warten. Taft stellt auch einen eigenen Patch zum Download bereit.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 38,00€ (bei ubi.com)
  2. 319,00€ (Bestpreis)
  3. 31,49€
  4. (u. a. Die Siedler History Collection 19,99€, Anno 1800 Gold Edition für 38,00€, Tom Clancy's...

Zazu42 24. Jul 2017

Bei dem was hier vorgeschlagen wird, wird einem ja schlecht. Ich hab ne externe platte da...

ArcherV 23. Jul 2017

Hehe ja, vor allem die schönen PCIE M.2 Modelle. Aber auf der anderen Seite, wenn keine...

Tigtor 23. Jul 2017

Danke euch beiden, man lernt doch nie aus

xomox 23. Jul 2017

Zuerst einmal muss man unterscheiden ob ein Buffer overflow auf dem Stack oder Heap...

HorkheimerAnders 23. Jul 2017

aha also nich gewöhnlich weil total irrelevant @topic


Folgen Sie uns
       


Macbook Pro 16 Zoll - Test

Das Macbook Pro 16 stellt sich in unserem Test als eine echte Verbesserung dar. Das liegt auch daran, dass Apple einen Schritt zurückgeht, das Butterfly-Keyboard fallenlässt und die physische Escape-Taste zurückbringt.

Macbook Pro 16 Zoll - Test Video aufrufen
Mobile Games: Mit Furz-Apps wird man kein Millionär mehr
Mobile Games
"Mit Furz-Apps wird man kein Millionär mehr"

Mit cleveren Kartenspielen wie Card Thief hat der Berliner Mobile-Games-Macher Arnold Rauers von Tinytouchtales seine gewinnbringende Nische gefunden. Im Gespräch mit Golem.de nennt er Zahlen - und gibt konkrete Empfehlungen für andere Entwickler.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile Games Stillfront kauft Storm 8 für bis zu 400 Millionen US-Dollar
  2. Mobile Games Verspielt durch die Feiertage
  3. Mobile-Games-Auslese Märchen-Diablo für Mobile-Geräte

SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

Indiegames-Rundschau: Abenteuer zwischen Horror und Humor
Indiegames-Rundschau
Abenteuer zwischen Horror und Humor

Außerdische reagieren im Strategiespiel Phoenix Point gezielt auf unsere Taktiken, GTFO lässt uns schleichen und das dezent an Portal erinnernde Superliminal schmunzeln: Golem.de stellt die besten aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Der letzte Kampf des alten Cops
  2. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  3. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln

    •  /