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Counter-Strike: E-Sportler protestieren gegen Sperre für ESL Pro League

Einige der besten Spieler in Counter-Strike Global Offensive dürfen nicht mehr an der ESL Pro League in den USA teilnehmen. Die Team-Besitzer und ihr eigener, neuer Verband Professional E-Sports Association (PEA) haben andere Pläne – dagegen gibt es nun Protest.
/ Peter Steinlechner
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Spieler bei einer Partie Counter-Strike bei der ESL Pro League in London (Bild: Helena Kristiansson/ESL)
Spieler bei einer Partie Counter-Strike bei der ESL Pro League in London Bild: Helena Kristiansson/ESL

Die Spieler von Team Liquid, Immortals und von drei anderen professionellen E-Sport-Teams kämpfen mit einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) gegen ihre eigene, erst im September 2016 gegründete Professional E-Sports Association (PEA). Grund: Die Spieler möchten in Counter-Strike Global Offensive weiterhin an den Turnieren der ESL Pro League teilnehmen. Der Verband PEA will genau das nicht.

ESL One Cologne 2016 – Trailer
ESL One Cologne 2016 – Trailer (00:30)

Derzeit ist laut dem offenen Brief nur von einer Sperre für die Veranstaltungen in den USA die Rede. Die europäischen Events sind zumindest öffentlich noch kein Thema. Unter anderem die ESL One in Köln(öffnet im neuen Fenster) findet in jedem Fall vom 7. bis 9. Juli 2017 statt – der Kartenvorverkauf läuft bereits.

Den nun ins Netz gestellten Brief an die Community unterstützen fünf von sieben betroffenen Teams. Sie sagen, dass sie sich durch die Gründer der PEA und durch die Besitzer der Teams getäuscht fühlen. Ihnen sei immer wieder gesagt worden, dass sie als Spieler maßgeblich Einfluss auf die Entscheidungen des Verbandes haben würden.

Immerhin seien drei von sieben Stimmen im Verwaltungsrat in ihrer Hand. Inzwischen ist ihnen aber wohl klargeworden, dass sie damit nicht etwa eine Stimme mehr als jeweils die beiden anderen Parteien – die Team-Eigner und die PEA-Führung mit je zwei Stimmen – haben. Sondern, dass sie bei wichtigen Entscheidungen gegen die zusammen vier Stimmen in der Praxis eben kein Mitspracherecht mehr haben.

PEA will die Alleinvermarktung

Das Management der Professional E-Sports Association hat nun beschlossen, die Teams und Turniere ihrer Mitglieder zumindest in den USA exklusiv zu vermarkten – was bedeutet, dass die Profispieler eben nicht mehr an der ESL Pro League (EPL) teilnehmen können. Verhandlungen zwischen PEA und EPL seien gescheitert, obwohl die EPL in letzter Sekunde sogar ein umfassendes Angebot über eine Kooperation gemacht habe.

Grund für den Brief durch die Spieler ist laut dem offenen Brief aber nicht nur die Sperre für die ESL Pro League, sondern wohl auch die Art und Weise, wie mit ihnen umgegangen worden sei. Von der Gründung der PEA hätten einige Spieler erst sehr spät erfahren, nämlich bei einem von oben angeordneten Gruppenfoto für die Ankündigung.

Auch sei ihnen als Profis immer wieder selbst in vertraulichen, persönlichen Gesprächen gesagt worden, dass sie durch die PEA nur Vorteile hätten und in alle Entscheidungen einbezogen würden.


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