Counter-Strike: E-Sportler berichtet über Doping mit Psychopharmaka

Im Kampf um Preisgelder und Sponsoren greifen E-Sportler nicht nur in Einzelfällen zu Psychopharmaka: Ein Counter-Striker sagt, dass Doping bei den Profis weit verbreitet sei - auch bei großen Turnieren.

Artikel veröffentlicht am ,
ESL One in Katowice, März 2015
ESL One in Katowice, März 2015 (Bild: ESL)

Der aus Kanada stammende E-Sportler Kory Friesen hat in einem Videointerview gesagt, dass er mit seinem ehemaligen Team Cloud9 bei einem der großen Turniere mit dem Psychopharmakon Adderall angetreten sei. Gemeint ist das im März 2015 ausgetragene ESL One im polnischen Katowice, bei dem Counter-Strike gespielt wurde; Cloud9 schied allerdings frühzeitig in der Gruppenphase aus.

Friesen erweckt in dem Interview den Eindruck, dass Doping in der Szene weit verbreitet sei. Er selbst scheint kein Problembewusstsein zu haben, sondern scherzt über die Kommentare, aus denen eigentlich jeder hätte schließen können, dass die Spieler irgendeine bewusstseinsverändernde Substanz zu sich genommen haben müssten.

Konkret nennt Friesen das Mittel Adderall. Das wirkt ähnlich wie Ritalin und soll die Konzentration verbessern, verfügt aber über beträchtliche Nebenwirkungen - von Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen bis hin zu allergischen Reaktionen und Impotenz. In den USA ist das Mittel weit verbreitet, in Deutschland und Österreich hingegen nicht zugelassen.

Hinweise auf Doping in der E-Sport-Szene gibt es immer wieder, so offen wie Friesen hat das aber noch keiner der Sport-Spieler ausgesprochen - stattdessen bestimmen oft Hacks und Cheats die Diskussionen, wenn es um unfaire Vorteile geht. Die Regeln der ESL verbieten jede Art von Doping ausdrücklich. Wer trotzdem zu "Drogen, Alkohol oder anderen Mittel zur Leistungsverbesserung" greift, muss damit rechnen, von den Turniern ausgeschlossen zu werden. Kontrollen finden derzeit nicht statt.

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ap (Golem.de) 17. Jul 2015

Der Thread wird nun geschlossen.

Sharkuu 17. Jul 2015

ja, krass wa? mind=blown

der_wahre_hannes 17. Jul 2015

Schon, aber "Neger" wurde quasi immer im Kontext "Sklave" benutzt und ist auch nicht...

Anonymer Nutzer 16. Jul 2015

Vielleicht hatte er ja ADHS und die Medikamente waren Placebos.



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