Abo
  • Services:

Counter-Strike & Co: Valve Anti-Cheat spioniert möglicherweise Spieler aus

Bislang hat das Anti-Cheat-Programm von Valve angeblich über 1,8 Millionen Steam-Nutzerkonten gesperrt. Jetzt gibt es Hinweise darauf, dass die Software den DNS-Verlauf auf dem lokalen Rechner durchsucht - und die Daten an Valve schickt.

Artikel veröffentlicht am ,
Counter-Strike Global Offensive
Counter-Strike Global Offensive (Bild: Valve Software)

Eigentlich soll Valve Anti-Cheat (VAC) nur Betrügern in Onlinespielen auf die Schliche kommen. Aber die Software hat möglicherweise ein paar weitere Funktionen. Sie lese auf dem lokalen Rechner das Verzeichnis mit dem DNS-Verlauf aus - also Informationen darüber, auf welchen Webseiten ein Nutzer war. Es gebe Hinweise darauf, dass die Daten an Valve geschickt werden, sobald der Nutzer sich bei einem VAC-Server anmeldet, behauptet ein Nutzer auf Reddit.

Stellenmarkt
  1. DGUV - Deutsche gesetzliche Unfallversicherung, Sankt Augustin
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden

Er belegt seine These vor allem mit dem dekompilierten Quellcode von VAC. Dem ist offenbar zu entnehmen, dass die DNS-Cache-Einträge erst durchsucht, dann mit der md5-Hash-Funktion versehen und anschließend an Valve gesendet werden. Falls das stimmt, ist völlig unklar, was Valve mit den Daten macht - sie könnten sofort gelöscht, nur für die Verfolgung von Cheatern genutzt oder auf vielfältige Art und Weise analysiert werden.

In der längeren Diskussion auf Reddit gibt es wenig Zweifel daran, dass VAC den Browserverlauf ausliest. Das werde auch gemacht, um herauszufinden, ob der Nutzer auf bekannten Webseiten von Hilfen für Cheater war. Vergleichbare Programme, etwa Punkbuster, arbeiten ähnlich - ohne dass sich sonderlich viele Nutzer daran stören.

Unklar ist allerdings, ob die Daten wirklich an Valve geschickt werden. Auch wenn es vermutlich kaum ein Nutzer gut findet, wenn ein Programm seinen Rechner und nicht freigegebene Ordner untersucht: Aus Datenschutzsicht wäre erst der Versand an Valve wirklich problematisch. Das Unternehmen hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Derzeit unterstützen rund 60 Spiele Valve Anti-Cheat, darunter Counter-Strike, Call of Duty und Left 4 Dead. Das 2002 erstmals veröffentlichte Programm soll im Laufe der Jahre über 1,8 Millionen Cheatern auf die Schliche gekommen sein - jedenfalls wurden laut der US-Ausgabe von Wikipedia bislang so viele Steam-Nutzerkonten dauerhaft gesperrt.

Nachtrag vom 18. Februar 2014, 9:25 Uhr

Valve-Chef Gabe Newell hat sich auf Reddit.com ausführlich zu den Meldungen über VAC und Datenschutz geäußert. Er bestreitet, dass sein Unternehmen die Daten aus den DNS-Cache-Einträgen erhält. Tatsächlich sei es aber so, dass von Valve Anti-Cheat eine kurze Zeit lang der Cache auf Einträge von bekannten Cheat-Servern überprüft und gegebenenfalls mit einem externen Anti-Cheat-Server abgeglichen wurde. Dieses Verfahren habe man 13 Tage lang verwendet und so 570 Cheater überführt. Inzwischen haben professionelle Cheat-Anbieter nach Angaben von Newell eine Möglichkeit gefunden, die Einträge im DNS-Cache ihrer Kunden zu manipulieren.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Samsung C27H711Q für 309€, MSI Optix MPG27C für 359€ und PlayStation Plus...
  2. (u. a. Adobe Photoshop Elements & Premiere Elements für 77,90€ und Corsair STRAFE RGB für 109...

MrBrown 17. Mär 2014

Mit anderen Worten: Du bist jemand, dem es nützt, wenn falsche Informationen gestreut...

MrBrown 07. Mär 2014

Ja und? Dann soll er halt interpolieren. Der Frame in dem der andere sich gebückt hat...

crazypsycho 25. Feb 2014

Wie wäre deine Sicht der Dinge, wenn du Unschuldig von VAC ausgesperrt wirst? Denn das...

MrBrown 21. Feb 2014

Nur weil du dir das einbildest, ist das noch lange nicht so. Der Serveradmin...

crazypsycho 20. Feb 2014

Es geht nicht um den Datenschutz, sondern darum das Valve ihrem System selbst nicht...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate 20 Pro - Test

Das Mate 20 Pro ist Huaweis neues Topsmartphone. Es kommt wieder mit einer Dreifachkamera, die um ein Superweitwinkelobjektiv ergänzt wurde. Im Test gefällt uns das gut, allerdings ist die Kamera weniger scharf als die des P20 Pro.

Huawei Mate 20 Pro - Test Video aufrufen
Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

Dell Ultrasharp 49 im Test: Pervers und luxuriös
Dell Ultrasharp 49 im Test
Pervers und luxuriös

Dell bringt mit dem Ultrasharp 49 zwei QHD-Monitore in einem, quasi einen Doppelmonitor. Es könnte sein, dass wir uns im Test ein kleines bisschen in ihn verliebt haben.
Ein Test von Michael Wieczorek

  1. Magicscroll Mobiles Gerät hat rollbares Display zum Herausziehen
  2. CJG50 Samsungs 32-Zoll-Gaming-Monitor kostet 430 Euro
  3. Agon AG322QC4 Aggressiv aussehender 31,5-Zoll-Monitor kommt für 600 Euro

Interview Alienware: Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!
Interview Alienware
"Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"

Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen, die Zukunft von Raytracing und was E-Sport-Profis über Hardware denken: Golem.de hat im Interview mit Frank Azor, dem Chef von Alienware, über PC-Gaming gesprochen.
Von Peter Steinlechner

  1. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden
  2. Dell Intel Core i9 in neuen Alienware-Laptops ab Werk übertaktet

    •  /