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Counter-Strike 2: Valve sperrt fast eine Million Accounts

Es ist die größte Counter-Strike-2 -Bannwelle seit Jahren. Sie betrifft vor allem Bots, die mit Skins viel Geld erwirtschaften können.
/ Oliver Nickel
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Die Bannwelle betrifft vor allem Bots. (Bild: Screenshot: Oliver Nickel/Golem)
Die Bannwelle betrifft vor allem Bots. Bild: Screenshot: Oliver Nickel/Golem

Spielehersteller Valve hat vor Kurzem fast 960.000 Counter-Strike-2-Accounts gesperrt. Dabei handelte es sich nicht um klassische Cheater, sondern um Bot-Accounts. "Dies war das Ergebnis einer Reihe von Untersuchungen, die von Nutzerberichten profitierten" , schrieb Valve in einem Post auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) .

Das Unternehmen bedankt sich darin bei der Community für das viele Feedback. Bei der Aktion handelt es sich um die mit Abstand größte Bannwelle in Counter-Strike 2 seit mindestens einem Jahr, wie die Webseite Csstats(öffnet im neuen Fenster) aufzeigt. Zuletzt wurde im Jahr 2024 eine Bann-Welle vermeldet, bei der etwa 300.000 Accounts gesperrt wurden. Dabei handelte es sich größtenteils um klassische Cheater.

Die neue Welle betraf nun größtenteils Bot-Accounts. Das Bot-Problem wird vor allem in Counter-Strike 2 zu einem immer größeren Problem. Dabei legen böswillige Parteien mehrere Accounts im Spiel an und lassen diese mit Scripts und Tools automatisch etwa auf Deathmatch-Servern laufen. Solche Bots sammeln wöchentlich ausgeschüttete Skins und andere kleine Belohnungen ein, die in Counter-Strike 2 genutzt werden können. Auch Lootboxen können so erspielt werden.

Bots sind ein echtes Problem

Meist verwendet eine menschliche Person viele Dutzend Bot-Accounts. Diese senden ihre erspielten Gegenstände an einen Master-Account, der Lootboxen und Skins dann auf dem Steam-Community-Markt oder einer anderen Plattform für echtes Geld verkauft. Solche Botfarmen sind also je nach Größe ergiebige Einnahmequellen.

Da solche Bots, die größtenteils einfach nur im Kreis laufen oder sich auf der Stelle drehen, das Spiel für die meisten echten Menschen und auch die Counter-Strike-Skin-Wirtschaft enorm negativ beeinflussen können, sind sie für Valve ein großes Problem. Unter den 960.000 gesperrten Accounts sind auch diverse Master-Accounts mit vollen Inventaren. Solchen Menschen wurde also zumindest temporär die Arbeit schwerer gemacht.

Doch das Problem wird sich nicht so einfach lösen lassen. Denn Counter-Strike 2 ist kostenlos spielbar und Ingame-Skins teils enorm wertvoll, was es für Botfarmer einfach und attraktiv macht, sich neue Accounts anzulegen und das Spiel von vorn zu beginnen.


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