Cottbus und Dahlewitz: Amazon baut zwei neue Verteilzentren in Brandenburg
Amazon hat die Eröffnung seines neuen Verteilzentrums in Cottbus im September 2026 und eines weiteren im Oktober 2026 in Dahlewitz bei Berlin angekündigt. Wie der E-Commerce-Konzern am 28. April 2026 bekanntgab, will man in Cottbus mit rund 70 Beschäftigten auf den rund 7.700 Quadratmetern starten.
In Dahlewitz will man ebenfalls mit rund 70 Arbeitern eröffnen. Der Standort hat eine Größe von rund 15.500 Quadratmetern.
In den großen Logistikzentren wird Ware angenommen, eingelagert, kommissioniert, verpackt und abgeholt. Dabei geht es um Ware, die Kunden von Amazon und von Marketplace-Händlern bestellt haben. In den kleineren Sortierzentren werden die ankommenden Pakete für den weiteren Versand nach Postleitzahlen sortiert. In einem Verteilzentrum sortiert Amazon Pakete aus den Logistikzentren für die Auslieferung an Kunden auf der letzten Meile mit Lieferfahrzeugen. Die Anlieferung der Pakete aus den Logistikzentren erfolgt vor allem nachts. In einem Verteilzentrum hat das Unternehmen kein Lager.
Amazon hat ab Herbst bereits fünf Logistikstandorte in Brandenburg: Neben den beiden neuen Verteilzentren sind das die Verteilzentren in Hoppegarten und Werder (Havel) sowie das Sortierzentrum in Kiekebusch in Schönefeld.
Was die Gewerkschaft zum Lohn bei Amazon sagt
"Mehr als 1.000 Mitarbeitende sind bereits an unseren Logistikstandorten in Brandenburg tätig. Die Einstiegslöhne für Logistikmitarbeitende in der Region liegen bei 15,80 Euro brutto pro Stunde. Dazu kommen Zusatzleistungen wie ein kostenloses Deutschlandticket, betriebliche Altersvorsorge, kostenlose Versicherungen, Familienboni, Rabatte, vergünstigte Mahlzeiten und kostenlose Getränke", sagte Amazon-Sprecher Thorsten Schwindhammer Golem auf Anfrage.
Insgesamt wird Amazon im Jahr 2026 in Deutschland fünf neue Verteilzentren eröffnen. Neben denen in Cottbus und Dahlewitz sind das Standorte in Ettenheim (Baden-Württemberg), Kassel (Hessen) und Salzgitter (Niedersachsen).
Die Gewerkschaft Verdi erklärte im Jahr 2022(öffnet im neuen Fenster): "Zu Beginn zahlte Amazon nur Mindestlohn und kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Dank der gewerkschaftlichen Organisierung und der daraus entstandenen Streikbewegung konnten über die letzten 10 Jahre hinweg zahlreiche Verbesserungen, wie regelmäßige Lohnerhöhungen über den Mindestlohn hinaus und Weihnachts- und Urlaubsgeld, erkämpft werden."
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