Abo
  • IT-Karriere:

Cosmo Communicator: Nachfolger des Gemini PDA erinnert an Nokia Communicator

Das Londoner Startup Planet Computer setzt weiter auf Tastaturgeräte und sammelt derzeit Geld für den Cosmo Communicator. Der Nachfolger des Gemini PDA soll sich besser direkt als Smartphone nutzen lassen. Das neue Modell erinnert stärker an Nokias Communicator als an die Psion-PDAs.

Artikel veröffentlicht am ,
Cosmo Communicator
Cosmo Communicator (Bild: Planet Computer)

Der Gemini PDA wurde grundlegend überarbeitet und soll als Cosmo Communicator auf den Markt kommen. Während der Gemini PDA nur mit Komforteinbußen auch als Mobiltelefon genutzt werden kann, wird das beim Cosmo Communicator besser. Wer mit dem Gemini PDA telefonieren wollte, musste zu einem Headset greifen. Beim Nachfolger ist das nicht erforderlich, Nutzer können direkt damit telefonieren. Der Cosmo Communicator erinnert somit weniger an einen Psion-PDA, sondern an Nokias Communicator.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Campana & Schott, verschiedene Standorte

Der Cosmo Communicator soll das zweite Produkt des Londoner Startups Planet Computing werden. An dem Startup ist Martin Riddiford beteiligt. Er war der Designer der PDA-Modelle Psion 3 und 5. In den 1990er Jahren war Psion einer der führenden PDA-Hersteller. Das Besondere an den Psion-Geräten war das Gehäusedesign, das den Klappmechanismus eines Notebooks aufgreift - dadurch konnten die Geräte eine vergleichsweise große Tastatur erhalten.

Dieses Ziel wurde zunächst mit dem Gemini PDA verfolgt und wird auch beim Cosmo Communicator aufgegriffen. Es gibt eine überarbeitete Hardwaretastatur, die zum Vorschein kommt, sobald das Gerät aufgeklappt wird. Dann gibt es zudem einen großen Touchscreen im Querformat. Beim neuen Modell wird es als Verbesserung eine Hintergrundbeleuchtung für die Tasten geben, um diese auch bei dunkler Umgebung gut erkennen zu können.

Als weiteren Unterschied gibt es einen Touchscreen auf der Außenseite, der eine Bilddiagonale von 2 Zoll mit einer Auflösung von 570 x 240 Pixeln bietet. Darüber können Benachrichtigungen oder eingehende Anrufe eingesehen werden, ohne das Gerät aufklappen zu müssen. Im geschlossenen Zustand wird das Gerät dann zum Telefonieren ans Ohr gehalten und Nutzer sollen auch Anrufe tätigen können. Damit kann der Cosmo Communicator ähnlich wie ein Nokia Communicator genutzt werden.

Als weiteren Unterschied gibt es eine 24-Megapixel-Kamera auf der Unterseite, so dass sich damit Fotos und Videos aufnehmen lassen, ohne das Gerät aufklappen zu müssen. Im Unterschied zum Gemini PDA läuft der Cosmo Communicator mit Mediateks neuem Octa-Core-Prozessor P70, der mit einer Taktrate von bis zu 2,1 GHz läuft. Es gibt 6 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte Flash-Speicher sowie einen Steckplatz für Micro-SD-Karten.

  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
  • Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)
Cosmo Communicator (Bild: Planet Computing)

Das Smartphone erhält einen 6 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln - also so wie beim Gemini PDA, der ursprünglich ein Display mit höherer Auflösung bekommen sollte. Wie beim Gemini PDA gibt es beim neuen Modell einen Akku mit 4.220 mAh.

Planet Computer will den Cosmo Communicator mit Android 9 alias Pie auf den Markt bringen. Zudem sollen sich Linux-Distributionen darauf installieren lassen und auch Sailfish OS kann darauf verwendet werden.

Projekt ist bereits finanziert

Innerhalb von vier Stunden hat Planet Computer das Finanzierungsziel in Höhe von 200.000 US-Dollar erreicht. Auf Indiegogo wird weiter Geld für das Projekt gesammelt. Für den Gemini PDA kamen am Ende knapp 2,5 Millionen US-Dollar zusammen. Der Cosmo Communicator hat bisher 450.000 US-Dollar von Unterstützern bekommen. Wer das Projekt unterstützt, soll einen Cosmo Communicator für 550 US-Dollar zuzüglich Versandgebühren erhalten. Der reguläre Preis für das Gerät wird 800 US-Dollar betragen.

Wenn nichts dazwischenkommt, soll das Gerät im Mai 2019 ausgeliefert werden. Der Gemini PDA wurde mit einer Verspätung von knapp einem halben Jahr an die Unterstützer geliefert. Der Gemini PDA mit deutschem Tastenlayout wird erst seit ein paar Tagen ausgeliefert. Wie bei allen Indiegogo-Projekten bleibt auch hier die Gefahr, dass das Gerät trotz erfolgreicher Finanzierung nicht realisiert wird.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Microsoft Surface Pro i5/256GB/8GB für 829,00€, Acer Aspire ab 299,00€)
  2. 114,99€
  3. (u. a. GTA 5 für 12,99€, Landwirtschafts-Simulator 19 für 27,99€, Battlefield V für 32,99€)
  4. 849,00€ (Bestpreis!)

mifritscher 12. Mai 2019

Selbst auf einem Photon (letztes Smartphone von Motorola mit Tastatur) bin ich...

elgooG 06. Nov 2018

Windows on Arms? Wie soll den das da auch nur annähernd bedienbar sein? Windows IoT...

hachi 06. Nov 2018

... Muss ich zuerst an Kroketten denken ;)

Macros 06. Nov 2018

Ich würde das eher positiv sehen: Mehr Geräte = Mehr Nutzer = Mehr Entwickler. Da die...

rawcode 06. Nov 2018

Tja dann weißt du falsch. Das Ding hat im zusammengeklappten Zustand oben einen Hörer und...


Folgen Sie uns
       


Escape Room in VR ausprobiert

Wir haben uns das Spiel Huxley von Exit VR näher angesehen.

Escape Room in VR ausprobiert Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

e.Go Life: Ein Auto, das lächelt
e.Go Life
Ein Auto, das lächelt

Das Auto ist zwar klein, bringt aber sogar gestandene Rennfahrer ins Schwärmen: Das Aachener Unternehmen e.Go Mobile hat seine ersten Elektroautos ausgeliefert. In einer Probefahrt erweist sich der Kleinwagen als sehr dynamisch.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Eon-Studie Netzausbau kostet maximal 400 Euro pro Elektroauto
  2. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  3. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

    •  /