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Cortisol: Wearable soll Stresshormon im Schweiß erkennen können

Ein Sensor, der den Schweiß auf das Hormon Cortisol hin untersucht, soll es Wearables erlauben, den Stresslevel des Nutzers zu erkennen. Ein Bluttest ist nicht erforderlich, weshalb das System später einmal in tragbaren Geräten eingebaut werden könnte. Derzeit handelt es sich noch um ein Pflaster.

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Forscher wollen Stresslevel im Schweiß messen.
Forscher wollen Stresslevel im Schweiß messen. (Bild: Will Power/Flickr/CC-BY 2.0)

Forschern der Universität Standford ist angeblich ein Durchbruch bei einem Cortisol-Sensor gelungen. Bisher können Wearables vor allem die Temperatur und die Herzfrequenz des Nutzers erfassen. Künftig könnten sie durch den Sensor auch den Cortisol-Spiegel im Schweiß erfassen und so Rückschlüsse auf den Stresslevel des Nutzers erlauben.

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Cortisol ist ein Steroidhormon der Nebennierenrinde und wird unter anderem bei physiologischer Stressreaktion ausgeschüttet. Dauerstress führt zum Anstieg des Cortisols über die Normgrenzen vor allem am Morgen, der normale Tagesrhythmus, durch den der Cortisolspiegel schwankt, bleibt erhalten.

Die Forschergruppe unter Leitung von Alberto Salleo und Onur Parlak berichtet im wissenschaftlichen Magazin Science Advances, sie habe ein tragbares Pflaster entwickelt, das bestimmen könne, wie viel Cortisol der Nutzer produziert, indem der Schweiß auf der Haut untersucht wird.

Cortisol stellt eine besondere Herausforderung für Biosensoren dar, da diese Sensoren die positive oder negative Ladung eines Moleküls erkennen - und Cortisol hat keine Ladung. Die Forscher entwickelten deshalb eine Lösung, bei der das Cortisol nur indirekt gemessen wird. An der Haut festgeklebt, saugt das Pflaster Schweiß passiv durch Löcher an. Der Schweiß sammelt sich in einem winzigen Reservoir, das von der Cortisol-empfindlichen Membran verschlossen ist. Geladene Ionen wie Natrium oder Kalium, die auch im Schweiß vorkommen, passieren die Membran, es sei denn, sie werden durch Cortisol blockiert. Es sind die zurückgestauten geladenen Ionen, die der Sensor erkennt, nicht das Cortisol selbst.

Der Prototyp wurde an mehreren Läufern getestet und mit den Ergebnissen aus anderen Tests zur Bestimmung der Cortisolwerte verglichen. Die Stanford-Forscher weisen darauf hin, dass noch viel zu tun bleibe, um das Gerät zu miniaturisieren. Bis ein derartiger Sensor in eine Smartwatch integriert werden könne, würden wohl noch Jahre vergehen.

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cubi 23. Jul 2018

das misst die abstände zwischen den herzschlägen und das soll auch sehr aussagekräftige...


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