Abo
  • IT-Karriere:

Cortex-A76: ARMs CPU-Kern soll Intel herausfordern

Mit dem Cortex-A76 möchte ARM fast die Leistung eines Skylake-Chips von Intel erreichen. Die CPU-Kerne sind für Notebooks mit Windows 10 on ARM sowie Smartphones gedacht, basieren auf einer neu entwickelten Architektur und sollen mit über 3 GHz takten.

Artikel veröffentlicht am ,
Cortex-A76
Cortex-A76 (Bild: ARM)

ARM hat den Cortex-A76 vorgestellt, einen neuen CPU-Kern. Partner wie Huawei oder Qualcomm können ihn in ihre Designs integrieren, erste Systems-on-a-Chip für Smartphones und Notebooks erwartet der britische IP-Entwickler bereits Ende des Jahres. Der Cortex-A76 soll verglichen mit dem bisherigen Cortex-A75 eine um gut ein Drittel gestiegene Geschwindigkeit bei 40 Prozent besserer Effizienz liefern. ARM vergleicht hier allerdings 3 GHz bei einer 7-nm-Implementierung mit 2,8 GHz bei 10-nm-Fertigung.

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Nürnberg
  2. Heidemark GmbH, Ahlhorn

Der Cortex-A76 ist eine neu entwickelte Mikroarchitektur, die vom Team im texanischen Austin entworfen wurde. Sie unterscheidet sich daher in einigen Punkten deutlich vom Cortex-A75 und vom Cortex-A72, allerdings sind einige Ideen bereits in die beiden älteren CPU-Kerne eingeflossen. Die Pro-Takt-Performance des neuen Designs liegt laut ARM bei 90 Prozent der eines Skylake-Kerns von Intel, wenn der Spec-Int-Benchmark herangezogen wird. Dabei soll der Cortex-A76 nur ein Viertel der Fläche und nur die Hälfte an Energie benötigen, allerdings ist Skylake eine 14-nm-Architektur.

  • Cortex-A76 (Bild: ARM)
  • Cortex-A76 (Bild: ARM)
  • Cortex-A76 (Bild: ARM)
  • Cortex-A76 (Bild: ARM)
Cortex-A76 (Bild: ARM)

Im Frontend des Cortex-A76 sitzen vier statt drei Decoder verglichen mit dem Cortex-A75, das dahinter liegenden Out-of-Order-Backend verwendet acht statt sechs Ports. Das Design hat drei statt zwei Integer- und zwei 128-Bit- statt 64-Bit-Float-Einheiten, wobei Letztere mit der doppelten Bandbreite wie in bisherigen Cortex-A versorgt werden. Implementierungen wie Apples A11 oder Samsungs M3 sind deutlich breiter und schneller, benötigen jedoch auch mehr Energie. Weitere Verbesserungen des Cortex-A76 betreffen vor allem die Sprungvorhersage und die vergrößerten Buffer.

Für den L1D- und den L1I-Cache sieht ARM jeweils 64 KByte vor, der L2-Puffer kann bis zu 512 KByte pro Kern fassen und der L3-Cache hält bis zu 4 MByte vor. Vor allem die ersten beiden Cache-Stufen sollen drastisch schneller sein als beim Cortex-A75, was den neuen CPU-Kern besonders flott macht. Der L3 und der DRAM liefern 50 Prozent mehr Performance. Wie erwartet ist der Cortex-A76 kompatibel zu ARMs Dynamiq, die Briten erwarten typische Konfigurationen wie 2+6 oder 4+4 im Tandem mit dem Cortex-A55.

ARM nennt eine um 25 Prozent höhere Integer- und eine um 35 Prozent gestiegene Float-Leistung bei 90 Prozent mehr verfügbarer Speicherbandbreite. Die für Machine Learning relevante Geschwindigkeit soll sich gar vervierfacht haben, da Inferencing - also Matrixmultiplikationen - durch die neue FPU beschleunigt wird. Im Geekbench 4 soll ein Cortex-A76 mit 3 GHz ungefähr die Performance eines M3 von Samsung erreichen, einem der derzeit stärksten Designs für Android-Geräte. Eine vergleichbare Apple-Implementierung ist der A10, der aktuelle A11 liefert mehr Leistung und der kommende A12 auch.

Die meisten Cortex-A76-Umsetzungen dürften allerdings keine 3 GHz aufweisen - wir erwarten etwas niedrigere Frequenzen von 2,5 GHz aufwärts. Das dürfte der Effizienz sehr zugute kommen, da das Design die hohen Taktraten nur mit entsprechender Leistungsaufnahme schafft. Dem Cortex-A76 muss für Smartphones und ARM-Notebook skalierbar sein, weshalb er auf über 5 Watt ausgelegt ist.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 33,95€
  2. 4,99€
  3. (-70%) 17,99€
  4. 49,94€

sg-1 18. Okt 2018

gerade der A76 zielt doch auf die größte Gruppe, die man sich erschließen kann - nach der...

Sharra 04. Jun 2018

Es gibt sie, ist nicht gleichbedeutend mit alle haben. Was ist denn zur Zeit los? Immer...


Folgen Sie uns
       


Fernsteuerung für autonome Autos angesehen

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme zeigt die Fernsteuerung von Autos über Mobilfunk.

Fernsteuerung für autonome Autos angesehen Video aufrufen
Razer Blade 15 Advanced im Test: Treffen der Generationen
Razer Blade 15 Advanced im Test
Treffen der Generationen

Auf den ersten Blick ähneln sich das neue und das ein Jahr alte Razer Blade 15: Beide setzen auf ein identisches erstklassiges Chassis. Der größte Vorteil des neuen Modells sind aber nicht offensichtliche Argumente - sondern das, was drinnen steckt.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Blade 15 Advanced Razer packt RTX 2080 und OLED-Panel in 15-Zöller
  2. Blade Stealth (2019) Razer packt Geforce MX150 in 13-Zoll-Ultrabook

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /