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Cortex-A75: ARM bringt CPU-Kern für Windows-10-Geräte

Der Cortex-A75 ist für Automotive (FP16/INT8), Smartphones, VR-Headsets und Windows-10-Geräte mit x86-Emulation gedacht. ARM hat dazu die Architektur umgebaut, ohne den CPU-Kern ineffizienter werden zu lassen.

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Cortex-A75
Cortex-A75 (Bild: ARM)

Der britische Entwickler ARM hat auf dem jährlichen Tech Day den Cortex-A75 vorgestellt. Dieser High-End-CPU-Kern folgt auf den Cortex-A73 und soll bei ähnlicher Effizienz mehr Leistung liefern. Hinzu kommen relevante Neuerungen für Deep Learning, was den Cortex-A75 für Automotive interessant macht, und eine bessere Skalierung für ARM-basierte Notebooks mit Windows 10 und x86-Emulation.

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Wie viel schneller der Cortex-A75 verglichen mit dem Cortex-A73 bei gleichem Takt ist, hängt von der laufenden Anwendung ab. ARM spricht von zusätzlichen 22 Prozent bei Integer- und 16 Prozent bei speicherlastigen Workloads, wie sie bei den meisten Apps vorherrschen. Die weniger relevante Float-Leistung soll um 33 Prozent steigen. Allerdings unterstützt der Cortex-A75 auch FP16- (bei doppelter Geschwindigkeit) und INT8-Berechnungen für das Training sowie das Inferencing von und mit neuronalen Netzen. Generell soll der Kern mehr Takt bei gleichem Fertigungsprozess erreichen. ARM nennt 3 GHz in 10 nm.

Mit Blick auf sogenannte Large-Screen-Geräte, womit ARM etwa Convertibles oder Notebooks meint, soll der Cortex-A75 besser mit seinem thermischen Budget skalieren. Bei 750 mW pro Kern sei er 20 Prozent schneller als ein Cortex-A73, wenngleich die Effizienz mit 1 Watt (plus 25 Prozent) und 2 Watt (plus 30 Prozent) drastisch abnimmt. Das ist wichtig, da neben Universal-Apps bei Windows 10 S per Upgrade auch reguläre Win32-Anwendungen auf ARM-Chips laufen. Die meiste Geschwindigkeit zieht der neue Cortex-A75 aber aus der überarbeiteten Architektur.

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Cortex-A75 (Bild: ARM)

Zu der gehören unter anderem ein 3- statt 2-Pipeline-Design, ein flotteres Frontend mit besserer Sprungvorhersage, ein 7-fach ausgelegter Scheduler und mehr Speicherkapazität für FP/INT sowie Load/Store. Hinzu kommen ein schnellerer L1-Cache, ein dedizierter L2-Cache pro Kern mit voller Frequenz und bis zu 512 KByte, eine dritte Pufferstufe und die Unterstützung von Atomic-Operationen für den kompletten Cluster. Als Partner für den Cortex-A75 sieht ARM den neuen Cortex-A55 vor, die beide zur Dynamiq-Familie gehören, die auch asymmetrische Kombinationen ermöglicht.

Gemeinsam sollen ein Cortex-A75 und sieben Cortex-A55 kaum mehr Fläche benötigen als acht ältere Cortex-A53 und deutlich weniger als vier A73 und vier A53. Dennoch sei die Multithreading-Performance praktisch identisch und die Singlethread-Leistung etwas höher. Generell sei aber ein Trend zu besserer Parallelisierung zu sehen, vor allem im VR-Segment. Zusammen mit dem CCI-550-Interconnect und der neuen Mali-G72-Grafikeinheit ist der Cortex-A75 für Systems-on-a-Chip gedacht, die 2018 in Geräten stecken sollen.

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Trollversteher 30. Mai 2017

Windows 10 ist zwar nicht ganz so anpassbar wie Linux, aber auch das lässt sich noch...

nille02 29. Mai 2017

Nur kannst du über den Store nun auch Win32/x86 Anwendungen ausliefern. Bei Windows RT...

Anonymer Nutzer 29. Mai 2017

Könnte man meinen, wenn nicht das hier im Artikel stehen würde: "Der britische...

jak 29. Mai 2017

Die Proportionen sind scheinbar in Prozentunterschiedenen. Also 1.0 ist quasi 0, 1.1 ist...


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