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Cortanas Group Program Manager Marcus Ash mit einem Lumia
Cortanas Group Program Manager Marcus Ash mit einem Lumia (Bild: Microsoft)

Cortana: Der Sprachassistent deines Vertrauens

Cortanas Group Program Manager Marcus Ash mit einem Lumia
Cortanas Group Program Manager Marcus Ash mit einem Lumia (Bild: Microsoft)

Ein Sprachassistent mit Persönlichkeit: Damit Nutzer Cortana vertrauen, will Microsoft das System in Deutschland hiesigen Gepflogenheiten anpassen. Den richtigen Humor zu treffen, gehört dabei zu den leichteren Aufgaben.

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Nutzer sollen Cortana vertrauen - das ist bei Microsofts Sprachassistent wichtiger als bei den Konkurrenzsystemen von Google und Apple, Google Now und Siri. Denn das System funktioniert umso besser, je mehr Daten die Anwender ihm preisgeben. Um das zu erreichen, soll Cortana jetzt eine Persönlichkeit mit Lokalkolorit erhalten.

Das System arbeitet selektiv und über Interaktion, es fragt nach. Dies sei ein Kernpunkt des Konzepts, erklärt Marcus Ash, Group Program Manager für Cortana, im Gespräch mit Golem.de: "Es geht darum, dass Cortana Daten zu den Nutzern sammeln soll, die jedoch privat bleiben sollen. Je mehr Cortana über den Nutzer weiß, desto mehr kann der Assistent für ihn tun."

  • Marcus Ash mit Cortana auf einem Lumia (Bild: Microsoft)
Marcus Ash mit Cortana auf einem Lumia (Bild: Microsoft)

Cortana soll dem Nutzer eher weniger Informationen anzeigen als die Konkurrenzsysteme, diese dann aber zielgerichteter. Während Google Now etwa zunächst dem Nutzer jede Information, die es sammelt, präsentiert - beispielsweise Umgebungsinformation, aus E-Mails gesammelte Daten oder weiterführende Details zu im Internet gesuchten Begriffen -, wählt Cortana sorgfältiger aus. Das System teile "an dem Punkt die aus den gesammelten Daten erlernten Informationen mit, wo wir denken, dass es wichtig ist", sagt Ash.

Das System weiß nur, was der Nutzer verrät

Bei Cortana gilt das Prinzip: Der Assistent weiß nur so viel, wie der Nutzer ihm verrät. Das schränkt zwar die Quantität der von Cortana gegebenen Tipps und Hinweise ein, führt aber auch zu weniger ungewollten Informationen. "Einfach loszulegen und dem Nutzer ausgewertete Daten zu präsentieren, führt möglicherweise zu mehr 'Magical Moments'", sagt Ash. "Gleichzeitig kann es aber zu Verunsicherung führen: Die Nutzer fragen sich dann: Was tracken die noch von mir?"

Die Entscheidung, mehr Daten vom Nutzer selbst als aus dem Netz zu sammeln, hat außerdem einen ganz praktischen Grund: Microsoft kann nicht so gut wie Google auf das Suchverhalten der Nutzer zurückgreifen. Auch wenn Cortana Bing benutzt: Googles Suchmaschine wird immer noch von deutlich mehr Menschen genutzt als Bing, dadurch ist die Datengrundlage deutlich kleiner. Daher ist Microsoft mit Cortana quasi auf die Mitarbeit der Nutzer angewiesen, obwohl der Assistent wie Google Now auch andere Suchoptionen ebenso nutzen kann - etwa die Auswertung von E-Mails, so es der Nutzer denn erlaubt.

Die deutsche Cortana wird erst mal konservativ

Damit die Nutzer gern mitarbeiten, soll Cortana genügend Persönlichkeit besitzen, um etwas Vergleichbares wie Vertrauenswürdigkeit zu bieten - soweit ein Computerprogramm dies kann. Dafür setzt Microsoft auf Lokalisation: Sogenannte Content Teams in den verschiedenen Hauptabsatzgebieten sollen den Assistenten an lokale Gepflogenheiten anpassen - unter anderem auch in Deutschland. "Unser Ziel ist es, Cortana in Deutschland so wirken zu lassen, als ob der Nutzer mit einer Deutschen spricht", erklärt Ash.

Dabei gehören Dinge wie die Einbindung von für deutschsprachige Nutzer verständlichen Witzen zu den leichteren Aufgaben. Schwieriger ist es, Cortana so reagieren zu lassen, wie es ein Nutzer in Deutschland von einem alltäglichen Gesprächspartner erwartet. "In den USA sind wir eher offen und extrovertiert, was Antworten auf Scherzfragen an Cortana wie etwa 'Willst du mich heiraten?' betrifft. Wir wissen noch nicht, wie wir das in Deutschland machen sollen", sagt Ash.

"Wir werden daher zunächst mit einer sehr konservativen Cortana in Deutschland starten und mit unserem Team versuchen herauszufinden, was die richtige Balance ist", erklärt er weiter. Das Ziel der Lokalisation sei, Cortana nicht wie eine Amerikanerin wirken zu lassen, die vorgibt eine Deutsche zu sein. Das sei ein äußerst umfangreiches Unterfangen, aktuell stehe man noch am Anfang der Entwicklung.

In Deutschland ist die Nachfrage sehr groß 

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tibrob 21. Mär 2015

Sauerkraut man, Sauerkraut!

tibrob 21. Mär 2015

... und was soll die NSA damit machen?

Neuro-Chef 20. Mär 2015

Danke, den merk ich mir :-)

floriq 19. Mär 2015

ich glaube das ist die Bing Speech API, auf jeden Fall wieder Cloud ...

Citadelle 19. Mär 2015

Wir reden also mit einer Maschine. Ich selber hab es noch nicht getan, aber Menschen in...



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