Corsair One a100 im Test: Ryzen-Wasserturm richtig gemacht

Corsairs erster Komplett-PC mit Ryzen-CPU ist toll - bis auf einen rotierenden Makel.

Ein Test von veröffentlicht am
Corsair One a100
Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Seit Frühling 2017 verkauft Corsair eigene Komplett-PCs wie den ursprünglichen One Pro (Test) oder den One i160 (Test). Allen diesen doppelt wassergekühlten Systemen war bisher eines gemeinsam: In ihnen rechnet ein Prozessor von Intel. Das ändert sich mit dem Corsair One a100, den es in drei Versionen mit AMDs Ryzen 3000 gibt. Wir haben das Topmodell mit 16 CPU-Kernen getestet und sind bis auf ein Detail erneut ziemlich begeistert.

Inhalt:
  1. Corsair One a100 im Test: Ryzen-Wasserturm richtig gemacht
  2. Leise, flott, stromhungrig
  3. Corsair One a100: Verfügbarkeit und Fazit

Corsair bietet drei Versionen des One a100 an: eine mit Ryzen 9 3950X (Test) samt Geforce RTX 2080 Ti und zwei mit Ryzen 9 3900X (Test), wobei der Unterschied bei der Grafikkarte und der NVMe-PCIe-Gen4-SSD liegt. Ein Modell hat eine Geforce RTX 2080 Ti sowie 1 TByte Flash-Speicher, das andere ist mit einer Geforce RTX 2080 Super und 500 GByte Kapazität ausgerüstet. Die restlichen Komponenten der One a100 wie RAM, Mainboard, Festplatte, Netzteil und Kühlung sind durchweg identisch.

Optisch unterscheidet sich das AMD-System nicht von den Intel-Pendants: Das Gehäuse misst 380 x 200 x 173 mm und hat ein Volumen von nur gut zwölf Litern, was angesichts der Leistung des Rechners äußerst kompakt ist. Die Verarbeitung des aus mattschwarz eloxiertem Aluminium gefertigten Komplett-PCs fällt sehr gut aus, allerdings zieht die Oberfläche schnell Fingerabdrücke an. Die Frontanschlüsse sind horizontal unten am Gehäuse platziert: Der HDMI-2.0a-Ausgang samt zwei USB-A-3.1-Gen2-Ports und die 3,5-mm-Audio-Klinke eignen sich für diverse VR-Headsets.

  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
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  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Auf der Rückseite des One a100 stehen allerhand Ports bereit, wobei bis auf die drei Displayport 1.4 der jeweiligen Geforce-Grafikkarte alle vom Mainboard kommen. Corsair verbaut ein Asus ROG Strix X570-I Gaming, also eine Mini-ITX-Platine mit Sockel AM4 und X570-Chip. Neben vier USB-A 3.2 Gen1 (blau) gibt es zwei USB-A 3.2 Gen2 (rot) und einen USB-C 3.2 Gen2, hinzu kommen Gigabit-Ethernet (via Intel I211-AT) und die Antennen für Wi-Fi 6 alias 802.11ax sowie Bluetooth 5 (via Intel AX200).

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Das Kühlprinzip des Corsair One a100 entspricht dem der Intel-Versionen: Der Prozessor und die Grafikkarte sind einzeln per All-in-One-Konstruktion wassergekühlt, wobei die Slim-Radiatoren vertikal in den Seitenwänden des Gehäuses montiert sind. Im Deckel steckt ein 140-mm-Lüfter, welcher die entstehende Hitze absaugt. Ein weiterer 92-mm-Propeller rotiert wie bisher schon im Gold-zertifizierten SFX-Netzteil mit 600 Watt, hinzu kommt wie gehabt ein semi-passives 80-mm-Modell auf den Spannungswandlern der Grafikkarte.

Mehr Lüfter als bei den Intel-Versionen

Neu bei der AMD-Version sind zwei Lüfter auf dem Mainboard: Einer sitzt auf den Lamellen des Kühlers für die Spannungswandler (VRMs), ein zweiter pustet durch die Kühlrippen über dem X570-Chip. Der darf bis zu 11 Watt aufnehmen, mehr als ein paar USB-Ports und ein Sata-Anschluss hängen im Falle des One a100 aber nicht am X570. Theoretisch hat das Asus ROG Strix X570-I Gaming zwei M.2-2280-Slots, jedoch bestückt Corsair nur einen der beiden davon.

Weil die Ryzen 3000 schnelles PCIe Gen4 unterstützen, verbaut Corsair die eigene Force MP600 im M.2-2280-Slot, welcher direkt per PCIe Gen4 x4 an die CPU statt an den X570 angeschlossen ist. Alle bisherigen One-Systeme nutzen zwar NVMe-SSDs, diese lesen und schreiben aufgrund von PCIe Gen3 x4 jedoch langsamer. Die beiden RAM-Steckplätze hat Corsair jeweils mit 16 GByte DDR4-3200 bestückt, prinzipiell ist der Arbeitsspeicher daher aufrüstbar.

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