Leise, flott, stromhungrig

Nach dem Einschalten säuselt der One a100 nahezu lautlos vor sich hin, der große Lüfter läuft mit nur 500 Umdrehungen pro Minute. Wer ein bisschen im Internet surft, treibt den Propeller auf 900 rpm, das ändert allerdings nichts am äußerst niedrigen Geräusch. Daher ist es schade, dass Corsair auch beim One a100 als zweiten Massenspeicher immer noch eine Festplatte einsetzt. Die Seagate-HDD rotiert im Leerlauf zumindest insofern hörbar, als es auf dem Schreibtisch im absolut stillen Raum auffällt, wenn Windows 10 Home sie nach 20 Minuten in den Schlafmodus schickt.

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Die beiden Pumpen mit dauerhaft 2.000 rpm fallen nicht negativ auf, die Drehzahl der zwei VRM- und des Chipsatz-Lüfters gehen unter Last unter, wenn der große Propeller im Deckel beginnt hochzudrehen. Hier ist entscheidend, was mit dem One a100 gemacht wird: Sofern es sich um Büroalltag mit Office-Software handelt, bleibt das System sehr leise. Auch die Bearbeitung einiger Fotos oder eines 4K-Projekts lässt den 140-mm-Lüfter nicht hörbar beschleunigen.

Exportieren wir hingegen dann das hochauflösende Video oder rendern ein Modell in Blender, um es für den 3D-Druck vorzubereiten, wird der Rotor lauter. Die 1.200 bis 1.500 rpm sind zwar definitiv hörbar, aufgrund der dumpfen Frequenzcharakteristik aber keineswegs störend. Der Ryzen 9 3950X läuft dabei mit den von AMD vorgesehenen 105 Watt respektive dem PPT (Package Power Tracking) von bis zu 142 Watt, das leicht unterschritten wird. Die CPU-Temperatur (Tdie) pendelt sich auf unbedenkliche 80 Grad Celsius ein.

  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Corsair One a100 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Der Lüfter auf den Mainboard-VRMs läuft dauerhaft mit etwa 1.200 rpm, die Temperaturen lassen sich nicht auslesen. Die Wandler sind als zehn 70-Ampere-Power-Stages jedoch stark ausgelegt, weshalb das Design effizient und kühl arbeiten sollte. Der X570-Chip erreicht ebenfalls knapp 80 Grad, der dazugehörige Lüfter rotiert mit stabilen 1.600 rpm. Eventuell hat Corsair daher auf eine zweite M.2-SSD mit PCIe Gen4 verzichtet.

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Mit 127 Sekunden im BWM27-Benchmark mit Blender 2.79b liefert der 16-kernige 3950X die Leistung ab, die wir von ihm erwarten würden. In 7-Zip hingegen liegt die Performance im niedrigen einstelligen Prozentbereich unter unseren Referenzwerten. Das liegt daran, dass Corsair den eigenen DDR4-3200-Speicher mit Timings von 18-22-22-42 statt mit straffen 14-14-14-34 betreibt. Auf die meisten Anwendungen hat dies jedoch keinen negativen Einfluss und wenn überhaupt, dann ist er marginal.

Hohe Leistungsaufnahme

Auch bei der Grafikkarten-Performance des One a100 gibt es keine Auffälligkeiten, denn die wassergekühlte Geforce RTX 2080 Ti erreicht dauerhaft hohe Taktraten: Nach einer Stunde in Kingdom Come Deliverance in 4K mit Ultra-Einstellungen sehen wir rund 1,8 GHz. Die Grafikkarte läuft dabei mit 260 Watt, die GPU bleibt mit 63 Grad erfreulich kühl. Der Lüfter im Deckel dreht mit 1.500 rpm, der Propeller auf den Wandlern der Geforce mit 2.600 rpm. Ist einige Minuten keine Last auf der RTX 2080 Ti, schaltet er sich wieder ab.

Im Leerlauf ist der Corsair One a100 mit 73 Watt wenig sparsam, angesichts der X570-Platine und der doppelten Wasserkühlung überrascht uns das nicht. Der indirekte Vorgänger namens One i160 mit Core i9-9900K und Geforce RTX 2080 Ti begnügte sich mit 46 Watt. Unter Last mit Blender messen wir 197 Watt beim One a100, in Kingdom Come Deliverance sind es 401 Watt.

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