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Corsair Dark Core RGB Pro im Kurztest: Leinen los, Korsaren!

Die drahtlose Corsair-Maus läuft frisch vom Stapel. Wir testen, ob ein Kauf lohnt, schließlich lockt der Hersteller mit 2.000 Hz Abtastrate.

Ein Test von veröffentlicht am
Die Dark Core RGB Pro sieht beleuchtet sehr gut aus.
Die Dark Core RGB Pro sieht beleuchtet sehr gut aus. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

2.000 Hz Abtastrate! 18.000 dpi! Unter 1 ms Reaktionszeit! Kenner wissen, dass gerne möglichst extreme Zahlen bei Gaming-Mäusen auf die Verpackung geschrieben werden. Sie wissen auch, dass diese meist nicht viel aussagen. Das hält den Hersteller Corsair nicht davon ab, diese Vorgehensweise auch bei der Dark Core RGB Pro zu wiederholen. Diese soll genau mit den genannten Argumenten überzeugen. Zudem ist sie auch noch kabellos nutzbar. In einem kurzen Test stellen wir fest, dass viele Funktionen nicht unbedingt das beste Produkt ergeben.

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Die Core Pro ist riesig. Sie erinnert ein wenig an Produkte von Roccat, speziell die Roccat Kone oder Tyon. Menschen mit großen Händen können sich an die Maus gut gewöhnen. Rechtshänder bekommen ein ergonomisch angenehmes Gehäuse mit einer gummierten und texturierten Oberfläche für ihr Geld. Claw-Grip-Mausnutzer und Linkshänder sind hier aber falsch, denn die 140 Gramm schwere Maus lässt sich mit Fingerspitzen weniger präzise bewegen.

Praktisch: Corsair legt eine zweite Kunststoffverkleidung für die rechte Seite der Maus bei. Diese können wir einfach austauschen, indem wir das magnetisch befestigte Teil abstecken. Darunter befindet sich übrigens ein Fach für den USB-Dongle. Die Magnetabdeckungen halten gut. Allerdings knarzt die Maus an der linken Seite, wenn wir Druck auf die Daumenauflage ausüben. Dadurch fühlt sich das Produkt nicht sonderlich hochwertig an.

Bluetooth und 2,4 GHz

Auf der Unterseite ist der Schalter für den 2,4-GHz-Betrieb oder alternativ auch Bluetooth. Diese Option ist interessant, da die große und schwere Maus nicht unbedingt zur Mitnahme ermutigt. Aber es ist trotzdem sehr gut, dass es die Bluetooth-Option gibt. So können wir etwa unseren Medien-PC mit derselben Maus steuern. Spielen würden wir damit aber nicht. Das Protokoll ist für niedrige Latenzen und ruckartige Bewegungen nicht ausgelegt.

  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die rechte Schale ist abnehmbar. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Auf der Unterseite: zu viele Gleitpads (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Dongle passt in die Maus. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • USB-C lädt die Maus. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Und die führen wir mit der Corsair-Maus oft durch. Ob Flick-Shots in CS:GO oder ein 360-No-Scope-Schuss in Call of Duty. Die Maus erkennt Bewegungen sehr präzise. Ob wir hier 1.000 Hz oder 2.000 Hz Abtastrate verwenden, macht keinen merklichen Unterschied. Der Wert ist reines Marketing. Auch nutzen wir die Maus mit nicht mehr als 10.000 dpi Auflösung, eher mit weniger. Bei maximaler Einstellung des optischen Sensors, ein Pixart PAW-3392, von 18.000 dpi verlieren wir schnell die Kontrolle und ein 360-No-Scope-Schuss wird zu einem 720-No-Scope-Schuss.

Auf Tischoberflächen rutscht die Maus nicht so gut, da Corsair es mit den Gleitpads übertrieben hat - die gesamte Unterseite ist damit beklebt. Das führt verstärkt dazu, dass Staubpartikel zwischen Maus und Holztisch kratzen - sehr unangenehm. Aber selbst ein preiswertes Mauspad löst das Problem.

  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die rechte Schale ist abnehmbar. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Auf der Unterseite: zu viele Gleitpads (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Dongle passt in die Maus. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • USB-C lädt die Maus. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
Auf der Unterseite: zu viele Gleitpads (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Auch im 2,4-GHz-Modus bemerken wir keine Verzögerungen. Ohne Kabel ist das Zocken zudem wesentlich angenehmer, da kein zusätzliches Hindernis unsere Präzision beeinträchtigt. Mit einer Akkuladung hält die Maus bei eingeschalteter Beleuchtung etwa vier Spieltage durch, also um die 20 Stunden. Das ist ein ähnlich bescheidener Wert wie bei der Roccat Leadr, die wir privat nutzen.

Kein Dock für die Korsaren

Allerdings liefert Corsair bei seiner Maus leider keine Dockingstation dazu. Wir müssen also immer das Kabel zum Laden einstecken - schade. Wenigstens nutzt die Maus USB Typ-C. Das Kabel können wir also auch zum Laden unseres Smartphones nutzen. Es gibt zudem mit der ebenfalls neuen Dark Core RGB Pro SE eine Version, die mit induktivem Mauspad funktioniert, das diese im Betrieb lädt.

Der Vergleich zur Roccat Leadr kann noch einmal gezogen werden, wenn wir uns die vielen Zusatztasten der Corsair-Maus anschauen. Neben den zwei Daumentasten, die leicht erreichbar und gut bedienbar sind, finden wir hier auch zwei weitere Knöpfe vor, die neben der linken Maustaste positioniert sind. Mit etwas Übung sind diese in Games ebenso praktisch. Roccats kabellose Maus hat aber zusätzlich noch eine in der Daumenauflage eingesenkte Taste. Diese ist blind leicht erreichbar und daher eine sinnvolle Zusatzoption, was wir praktisch finden und hier vermissen. Dennoch bietet Corsairs Maus genug Knöpfe für die meisten Ansprüche.

  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die rechte Schale ist abnehmbar. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Corsair Dark Core RGB Pro (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Auf der Unterseite: zu viele Gleitpads (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Dongle passt in die Maus. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • USB-C lädt die Maus. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
Der Dongle passt in die Maus. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Die Tasten lassen sich wie die RGB-Beleuchtung auch in der relativ sperrigen, aber funktionalen Icue-Software konfigurieren. Darauf können wir etwa Makros und Tastenkombinationen legen, die wir in Programmen und Spielen nutzen. Die Beleuchtung ist nicht sehr farbtreu, aber leuchtstark. Unsere erste Reaktion war, sie auszuschalten. Das spart auch etwas Akkulaufzeit ein.

Die Dark Core RGB Pro kostet bei Corsair 100 Euro. Für diesen Preis gibt es auch die Roccat Leadr, die sich ergonomisch ähnlich anfühlt.

Fazit

Die Roccat Leadr ist nur ein Grund, warum die Corsair RGB Pro nicht so richtig in eine Nische passt. Für eine kabellose Maus fehlt uns eine passende Dockingstation. Die induktive Ladetechnik gibt es nur gegen mehr Geld. Außerdem ist die Akkulaufzeit für eine so große und schwere Maus relativ gering. Nach etwa 20 Stunden wird die kabellose Maus temporär zur Kabelmaus.

Das Gehäuse der Maus eignet sich ergonomisch für große Hände und fühlt sich in diesen auch gut an, aber es gibt ein paar Mängel bei der Verarbeitung. An einigen Stellen knarzt das Chassis und wegen der Gummifüße auf der Unterseite ist die Maus ohne Mauspad kaum brauchbar.

Uns gefällt, dass die Corsair-Maus recht flexibel ist. Sowohl 2,4 GHz als auch Bluetooth sind vorhanden. Die rechte Seitenverkleidung lässt sich durch die beigelegte Option austauschen. Auch sind die überdurchschnittlich vielen und konfigurierbaren Tasten an der linken Seite ein Plus.

Die RGB-Beleuchtung ist hell genug und ebenfalls einstellbar. Die 2.000 Hz hohe Abtastrate und der optische 18.000-dpi-Sensor machen uns aber nicht zu besseren Spielern. Diese Werte verleiten nur zu der falschen Annahme, dass sie einen merklichen Vorteil bringen könnten.

Wegen der vielen Alternativen würden wir die Maus wirklich nur Spielern empfehlen, die die Maus als ergonomisch angenehm empfinden und für die Bluetooth ein starkes Argument ist.

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ms (Golem.de) 22. Apr 2020 / Themenstart

Es gehen nur 1000 Hz, also nutzt Corsair alternierende Signale - was im Zweifel eher...

0x8100 22. Apr 2020 / Themenstart

auf computerbase gibt es dann jetzt auch den entsprechenden test - die 2000Hz sind im...

JuneQWE 15. Apr 2020 / Themenstart

Gamer nutzen keine Kabellosen Mäuse.

Potrimpo 10. Apr 2020 / Themenstart

Da die Maus auch mit Kabel funktioniert hast Du gerade wo ein Problem?

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