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Ein Autopilot für den Kleinwagen

Immerhin macht der Abstandsregeltempomat das monotone Fahren auf der Autobahn etwas erträglicher. Vor allem der aktive Spurhalteassistent ist PSA gut gelungen. Zwar ist er bisweilen etwas rechtslastig, was vor allem beim Überholen von Lkw stört, aber ein Herumeiern wie beispielsweise beim Test des E-Golf war nicht zu bemerken.

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Penetrant ist hingegen die sogenannte Freihanderkennung. Nach 15 Sekunden erhält der Fahrer eine optische Warnung, wenn er die Hände nicht am Lenkrad hält. Nach weiteren 10 Sekunden folgt ein akustischer Hinweis, zudem leuchtet das Warnsignal im digitalen Armaturenbrett rot. Greift der Fahrer innerhalb weiterer 10 Sekunden nicht ans Lenkrad, schaltet sich der Spurhalteassistent ab.

Erratische Verkehrszeichenerkennung

Das passiert öfter als erwünscht. Denn anders als beispielsweise beim E-Tron oder bei Mercedes-Modellen reicht ein leichtes Berühren des Lenkrads nicht aus, um die Warnung zu deaktivieren. Es kann sogar passieren, dass ein Griff mit beiden Händen ans Lenkrad und eine leichte Lenkbewegung nicht ausreichen. Dann schaltet sich der Assistent ohne weiteren Hinweis ab und muss über eine Taste in der Mittelkonsole neu aktiviert werden. Ein Gurtstraffen oder gar ein Nothalt wie bei anderen Autos wird nicht eingeleitet.

Mehrere Softwarekomponenten haben uns beim Corsa-e jedoch nicht gefallen. So zeigt der Bordcomputer im 7-Zoll-Armaturendisplay während des Ladevorgangs sehr merkwürdige Werte an. Bei einer Ladeleistung von gut 80 kW und einem Akkustand von 20 Prozent heißt es: "Ladung für 116 km pro Stunde". Das erscheint sehr wenig, da die Batterie nach einer Stunde voll sein müsste. Bei einem Akkustand von 40 Prozent sinkt die Ladegeschwindigkeit dann auf "38 km pro Stunde". Bei fast vollem Akku (75 Prozent) werden plötzlich 178 km pro Stunde angegeben.

Erratische Verkehrszeichenerkennung

Die serienmäßige Verkehrszeichenerkennung erscheint uns ebenfalls noch nicht serienreif. Selbst auf der Autobahn bei besten Sicht- und Lichtverhältnissen werden die Tempolimits nur sehr erratisch erkannt. Bei Gegenlicht und tief stehender Sonne ist das System praktisch blind. Da ist es sogar von Vorteil, dass der Tempomat sich nicht automatisch an die mehr oder weniger zufällig erkannten Limits anpasst. Bei der sogenannten intelligenten Geschwindigkeitsanpassung wird der Fahrer lediglich informiert, dass ein neues Tempolimit erkannt wurde und der erkannte Wert übernommen werden könnte. Im Vergleich zum Corsa funktioniert die Verkehrszeichenerkennung bei Oberklassemodellen von Mercedes oder Audi deutlich besser.

  • Der neue Opel Corsa-e soll ein Elektroauto "für alle" sein. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die Basisversion (nicht im Bild) soll 29.900 Euro kosten und ist mit einem 50-kWh-Akku ausgestattet. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis gibt es ein 10-Zoll-Touchdisplay und viele Assistenzsysteme. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Kofferraum ist wegen des großen Akkus allerdings 40 Liter kleiner als bei den Verbrennern. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Corsa-e ist etwas niedriger als das Vorgängermodell. Im Fond ist daher wenig Kopffreiheit. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Mit umgeklappten Sitzen steigt das Kofferraumvolumen auf mehr als 1.000 Liter. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Das Multimedia-Navi bietet spezielle Anzeigen für die Elektromobilität. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die Einbindung von Smartphones per Bluetooth ist möglich. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Im Armaturenbrett gibt es eine 7 Zoll große digitale Anzeige mit Bordcomputer. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Am Wählhebel lässt sich auch die Rekuperation einstellen. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Unter der Motorhaube gibt es keinen zusätzlichen Stauraum. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Corsa-e lässt sich gegen Aufpreis mit bis zu 11 kW an Wechselstrom laden. (Foto: Daniel Pook/Golem.de)
  • Das Navi zeigt die Ladestationen der Umgebung an. Die Reichweite ist dunkel hinterlegt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Schnelllader von Ionity kennt das Navi noch nicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Per Gleichstrom lädt der Corsa-e mit bis zu 100 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Doch die Ladekurve geht schnell nach unten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei 80 Prozent Akkukapazität ist sie von anfangs 88 kW auf 27 kW gesunken.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Unverständlich ist die Anzeige der Ladegeschwindigkeit im Auto: Die Angabe der geladenen Kilometer pro Stunde schwankt stark. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach anfänglichen 116 km pro Stunde sank sie zwischendurch auf 38 km, ...  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • ... um dann plötzlich auf 178 km zu steigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Fahrstil zeigt sich gut an der Verbrauchsstatistik. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei gemäßigtem Tempo auf der Autobahn liegt der Verbrauch bei unter 20 kWh pro 100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Insgesamt lag der Verbrauch auf der Testfahrt bei 19,5 kWh pro 100 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Unverständlich ist die Anzeige der Ladegeschwindigkeit im Auto: Die Angabe der geladenen Kilometer pro Stunde schwankt stark. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Nicht möglich auf der Probefahrt war ein Test der MyOpel-App. Über die Vernetzung des Autos lassen sich beispielsweise die Innentemperatur einstellen, der Ladezustand der Batterie kontrollieren oder die Ladezeiten programmieren. Der Opel-Connect-Dienst ist bei allen Elektromodellen serienmäßig integriert.

Geringeres Kofferraumvolumen

Ebenfalls serienmäßig verfügt der Corsa über einen Geschwindigkeitsbegrenzer. Eine sinnvolle Funktion, um beispielsweise innerhalb von Ortschaften nicht die zulässigen 50 km/h zu überschreiten. Zwar sprintet der Corsa an der Ampel nicht so schnell wie der stärker motorisierte und leichtere BMW i3s. Doch mit seinen 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt der elektrische Corsa schneller als sämtliche Verbrennervarianten. Dabei bringt er mit 1.530 kg Leergewicht (inkl. Fahrer) fast eine halbe Tonne mehr auf die Waage als das Einsteigermodell.

Um das zulässige Gesamtgewicht auf 1.920 kg zu steigern, hat Opel nach eigenen Angaben ein spezielles Fahrwerk mit zusätzlichen Auslegern an der Vorderachse und einer neuen Hinterachse entwickelt. Darüber hinaus verfügt der Corsa-e über sogenannte Domstreben und eine Karosserie von höherer Torsionssteifigkeit.

Neben dem deutlich höheren Gewicht macht sich die Batterie auch beim Kofferraumvolumen bemerkbar. Dieses ist mit 267 Litern mehr als 40 Liter kleiner als bei den Verbrennermodellen. Mit umgeklappten Sitzbänken steigt das Ladevolumen auf maximal 1.042 Liter.

Gleich geblieben ist hingegen die Innenraumgröße. Dabei ist im Fond durchaus Platz für zwei Erwachsene, wenn die vorderen Sitze nicht zu weit nach hinten geschoben werden. "Die Dachlinie ist coupéhaft, um 48 mm niedriger als beim Vorgänger - ohne Einbußen bei der Kopffreiheit", schreibt Opel. Man muss aber nicht unbedingt ein Riese sein, um auf der Rückbank mit dem Kopf ans Autodach zu stoßen.

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Potrimpo 21. Apr 2020

Ich hatte nicht auf Dein Post geantwortet, sondern auf die Behauptung von vwolf...

7of9 21. Apr 2020

Richtig "IT News für Profis" und nicht "News für IT Profis" :-)

robinx999 21. Apr 2020

Das bestätigt meine Meinung Leute mit langsam ladenden Autos oder geringer Akku kapazität...

M.P. 20. Apr 2020

Ich denke, die werden in der Regel leasen ...

marcometer 20. Apr 2020

Wie kommst du denn auf 10K Aufpreis? Vergleichst du ernsthaft einen nackten Basis (55 kW...


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