Coros Vertix 2 im Test: Ultralangläufer am Handgelenk

Tolle Akkulaufzeit, besonders präzises GPS: Mit der Sportuhr Vertix 2 tritt Coros in direkte Konkurrenz zur Fenix 6 von Garmin.

Artikel von veröffentlicht am
Coros Vertix 2 mit dem Standard-Zifferblatt
Coros Vertix 2 mit dem Standard-Zifferblatt (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

Die abendliche Gassirunde mit den Hunden ist 1,08 Kilometer lang, zum Bäcker sind es 1,25 Kilometer und zur S-Bahn-Station genau 1,32 Kilometer. Eigentlich wollten wir das immer schon wissen, nun haben wir es beim Test der Vertix 2 des kalifornischen Herstellers Coros endlich per GPS nachgemessen.

Inhalt:
  1. Coros Vertix 2 im Test: Ultralangläufer am Handgelenk
  2. Touch-Bedienung und GPS-Aufzeichnung
  3. Coros Vertix 2: Verfügbarkeit und Fazit

Das hätten wir natürlich schon viel früher mit anderen Wearables machen können. Haben wir aber nicht, weil wir - ohne darüber nachzudenken - deren Akku schonen wollten.

Bei der Coros war die Sache umgekehrt: Wir wollten den Energiespeicher so leer wie möglich kriegen, und das ist bei der Smartwatch gar nicht so einfach.

Denn die lange Akkulaufzeit ist das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Vertix 2, die wesentlich länger durchhält als fast alle vergleichbaren Sportuhren. Im Alltag, also nur mit Pulsmessung und Funktionen wie Schlafanalyse und Schrittzählung, kommt das Wearable nach Angaben von Coros auf rund 60 Tage.

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Die wichtigste Konkurrenz, die vor über zwei Jahren erschienene Garmin Fenix 6X, schafft 21 Tage. Beim Tracking von Sporteinheiten mit GPS kommt die Vertix 2 auf rund 140 Stunden - die Fenix 6X im gleichen Modus nur auf rund 60 Stunden. Bei einer Spezialversion mit Solar sind es 6 Stunden zusätzlich.

Eine weitere Spezialuhr von Garmin, die Enduro, kommt teils zwar etwas über die Werte der Vertix 2. Aber wenn das so ist, dann nur mit Solarladung, für die recht viel Sonne auf das Display scheinen muss. Alle Werte stammen von den Herstellern. Soweit wir selbst messen und per Hochrechnung überprüfen konnten, stimmen die von Coros und Garmin angegebenen Werte.

Im Alltag bedeutet das bei der Vertix 2, dass wir an den ersten Tagen mit einem einstündigen GPS-Lauf am Morgen und Abend den gleichen Ladestatus verzeichnen oder nur einen Punkt verloren haben. Mit Tricks - die genannte Gassirunde und der Weg zum Bäcker - haben wir den Akku innerhalb knapp einer Woche bis auf 43 Prozent gebracht.

  • Mit einem Druck auf die Drehkrone starten wir unser Training. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Links die Vertix 2, rechts die Fenix 6X. Auf dem Bild wirkt die Vertix 2 viel größer, in echt sind die beiden Sportuhren fast gleich groß. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Auf der Rückseite der Vertix 2 (links) befindet sich der gut geschützte Pulssensor. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die Trainingsseiten sehen sich alle extrem ähnlich, die kleinen Schriften sind beim Sport kaum lesbar. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Im GPS-Maximalmodus folgt die Vertix 2 unserem Lauf fast perfekt. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Die Fenix 6X im GPS-Maximalmodus (mit Glonass) ist längst nicht so präzise. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Die Offlinekarten der Uhr von Coros bieten keine Straßennamen und keine echte Navigation. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die Zifferblätter der Vertix 2 sehen sehr unterschieldich aus - aber alle sind recht schick. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Beim Darstellen der Pulsfrenquenz ist die Drehkrone recht praktisch. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Schritte und ähnliche Daten werden zuverlässig erfasst. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die Vertix 2 zeigt nach dem Training eine erste Auswertung. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Sowohl Vertix 2 als auch Fenix 6X sind ganz schöne Klopper. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die Vertix 2 wird mit einem mitglieferten Ladekabel aufgeladen - recht selten. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Coros liefert seine Sportuhr in einer aufwendigen Kunststoffschatulle aus. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • In der App können wir die Zifferblätter für den Sport komfortabel auswählen. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Alle Trainingsdaten werden in der App übersichtlich dargestellt. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Nach und nach füllt sich die App mit Sporteinheiten. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Die Tagesübersicht in der App von Coros. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Hier nehmen wir die meisten Einstellungen für die Vertix 2 vor - oder direkt auf der Uhr. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Die Liste der verfügbaren Sportarten ist lang. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • So schicke Zifferblätter wünscht man sich auch bei anderen Wearables. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Die Schlafanalyse hat bei uns im Test prima funktioniert. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Die Vertix 2 misst im Alltag alle 10 Minuten unseren Puls. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Auch die Leistung wird beim Laufen erfasst. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
  • Im Webportal gibt es nur diese Anzeige - beim Klick auf das Training passiert nichts. (Bild: Coros/Screenshot: Golem.de)
Mit einem Druck auf die Drehkrone starten wir unser Training. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)

Dann haben wir mit dem proprietären Kabel neu geladen und bis 100 Prozent fast genau eine Stunde warten müssen. Das passt zur Angabe von Coros, dass die Vertix 2 von 0 auf 100 Prozent rund zwei Stunden benötige.

Herzfrequenzmessung alle 10 Minuten im Alltag

Soweit wir wissen, gibt es bei der Vertix 2 lediglich eine Stromsparfunktion, die nicht alle vergleichbare Wearables nutzen: Der Puls am Handgelenk wird nicht kontinuierlich gemessen, sondern lediglich alle 10 Minuten. Wir finden, das reicht aus.

Beim Sport wird kontinuierlich gemessen. Die Werte schwanken stärker als bei Vergleichssensoren am anderen Handgelenk, wir hatten fast immer plus oder minus rund fünf Schläge. Immerhin gab es bei uns keine auffälligen Spitzen (Extremwerte bei normaler Anstrengung), so dass sich die Werte langfristig wenigstens mitteln. Trotzdem sollte Coros die Firmware des Sensors unbedingt verbessern.

COROS VERTIX GPS-Abenteueruhr mit Herzfrequenz- und Pulsox-Monitor, 60-Stunden-GPS-Vollbatterie, 24/7-Herzfrequenzüberwachung, diamantähnlichem Saphirglas, Touchscreen, Barometer

Die Garmin Fenix 6X haben wir vor allem deswegen erwähnt, weil sich die beiden Sportuhren sowohl beim Aussehen und den Ausmaßen als auch bei einigen Spezifikationen sehr ähneln. Beide verfügen über einen 1,4 Zoll großes passives LCD-Always-On-Display mit einer Auflösung von 280 x 280 Pixeln.

Bei Sonnenlicht ist diese Art von Bildschirm prima ablesbar, bei Dunkelheit muss man die Hintergrundbeleuchtung einschalten. Das geht bei der Fenix 6X per Taste oder per Geste, bei der Vertix 2 nur per Taste.

Das Bedienungskonzept der beiden Uhren unterscheidet sich stärker, als es die Bilder vermuten lassen. Während die Fenix ausschließlich mit den Seitentasten bedient wird, funktioniert bei der Vertix 2 das meiste über eine digitale Drehkrone - ähnlich wie bei der Apple Watch.

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Touch-Bedienung und GPS-Aufzeichnung 
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eMvO 09. Nov 2021 / Themenstart

Wenn ein Gerät jeden Tag neu geladen werden musss, ist der Akku nach relativ kurzer Zeit...

KlugKacka 09. Nov 2021 / Themenstart

Wie kann es da das Beste sein?

KlugKacka 09. Nov 2021 / Themenstart

Die ganz billigen Teile vlt.. Und GPS von Garmin, da sind 8h angegeben bei 2AA Batterien.

Unchipped 02. Nov 2021 / Themenstart

Ah! Im weiteren Verlauf wird klar, dass es sich um ein transreflektives LC-Display...

JayDe 01. Nov 2021 / Themenstart

...udn niemand weiß wann. Garmin sucht sicher noch die einzelnen Funktionen raus die den...

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