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Coros Pace Pro im Test: Flotte Sportuhr für schnelle Athleten

Lichtstarkes AMOLED-Display, gute Akkulaufzeiten und unkomplizierte Bedienung: Golem.de hat die Sportuhr Pace Pro von Coros ausprobiert.
/ Peter Steinlechner
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Das Laufen-Startmenü der Coros Pace Pro (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)
Das Laufen-Startmenü der Coros Pace Pro Bild: Peter Steinlechner / Golem.de

Auch die neue Sportuhr Pace Pro hat eine Drehkrone! Inzwischen ist der kleine Knopf fast so etwas wie das Erkennungszeichen des Herstellers Coros, sogar das Fahrrad-Navi Coros Dura ( Test auf Golem.de ) (g+) können wir durch Kurbeln bedienen.

Zwar gibt es auf der Pro auch eine gut gemachte Touch-Steuerung, doch wir sind mit der Drehkrone besser zurechtgekommen. Angenehmer Nebeneffekt: Wer einmal ein Gerät von Coros verwendet hat, kommt mit den anderen ebenfalls zurecht. Bei Garmin und weiteren Herstellern müssen wir uns beim Wechsel zwischen Geräten oft umgewöhnen.

Die Pace Pro ist mit einen Preis von rund 400 Euro im Segment der oberen Sportuhren-Mittelklasse angesiedelt. Passende Alternativen sind die ähnlich teure Polar Vantage M3, die Suunto Race und die Garmin Forerunner 265.

Außerdem ist die Pace Pro laut Coros eine Art Nachfolger für die Pace 3. Allerdings sind die Unterschiede so groß, dass man die beiden Wearables nicht wirklich vergleichen kann. Offensichtlich ist das beim Display: Die Pace 3 hat ein MIPS-Bildschirmchen verbaut.

Bei der Pro kommt ein größeres AMOLED-Panel mit einer Diagonale von 1,3 Zoll und einer Auflösung von 416 x 416 Pixel unter Mineralglas zum Einsatz. Die maximale Leuchtstärke liegt bei 1.500 Nits, ein Sensor passt die Helligkeit dynamisch an die Umgebung an.

Das klappt hervorragend, wir konnten die Pace Pro bei Sonnenschein noch besser ablesen als viele Konkurrenten. Die Aktivierung per Geste funktioniert angenehm.

Die Akkulaufzeit gibt Coros im Smartwatchmodus mit bis zu 20 Tagen an, bei Verwendung des Always-on-Displays sollen es rund sechs Tage sein. Die vergleichbare Garmin Forerunner 265 schafft mit Aktivierung per Geste rund 13 Tage, mit Always-on rund 5 Tage; alle Angaben stammen von den Herstellern.

Bei Aktivitäten mit genauer GPS-Messung soll die Coros Pace Pro auf rund 38 Stunden kommen (Garmin Forerunner 265: rund 14 Stunden). Wir können die Werte durchgehend bestätigen. Laut Coros wird der Akku der Pace Pro in weniger als zwei Stunden vollständig aufgeladen.

Die Pace Pro kann Positionsdaten per Dual- und Multiband aufzeichnen. Das bedeutet auch, dass nur (Single-)GPS nicht verfügbar ist, obwohl das energiesparsam wäre. Gemäß Coros wären die damit gewonnenen Daten aber nicht ausreichend genau für weitere Analysen.

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Direkt auf der Uhr gibt es eine Angabe für die Trainingsbelastung, den Trainingsstatus sowie einen Erholungsratgeber. Der sagt uns, wie viele Stunden es bis zur vollständigen Regeneration dauert.

Hinzu kommen auf Basis der optischen Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität (HRV) eine Stresskurve und eine nächtliche Analyse der HRV. Beide Werte erinnern an ähnliche Angaben im Ökosystem von Garmin.

Die Kurvenverläufe und Werte auf der Coros Pace Pro waren bei uns teilweise sehr ähnlich zu dem, was eine parallel am anderen Handgelenk getestete Garmin Enduro 3 gemessen hat.

Die Pace Pro hat die üblichen Funktionen von sportlichen Wearables inklusive Offlinekarten, die bei Coros allerdings nicht routingfähig sind. Im täglichen Gebrauch reicht das völlig aus, Bedienung und Navigation sind sehr gut.

Coros Pace Pro im Test: Verfügbarkeit und Fazit

Ähnlich wie beim Fahrrad-Navi werden momentan auf den Karten keine Orts- und Straßennamen angezeigt. Das soll sich mit einem Update im Lauf des Jahres 2025 auf beiden Sportgeräten ändern.

Beim Navigieren merken wir übrigens deutlich, dass die Pace Pro einen relativ leistungsstarken Prozessor hat: Hier zoomen, drehen und verschieben wir die Offlinekarten so flüssig wie auf keinem vergleichbaren Wearable.

Strecken werden entweder als GPX importiert oder in der App von Coros (Android und iOS) erstellt. Das funktioniert schnell und einfach wie bei keinem Wettbewerber auf Mobilgeräten.

Musik lässt sich im 32 GByte großen Speicher ablegen und per Bluetooth abspielen. Spotify und ähnliche Dienste werden nicht unterstützt, die Songs müssen schlicht als MP3 auf die Uhr geschaufelt werden. Das Senden der Herzfrequenzdaten per Bluetooth auf gekoppelte Trainingsgeräte ist möglich.

Die Pace Pro hat eine Größe von 46 x 46 x 12,25 Millimetern und wiegt mit Nylonband gerade mal 37 Gramm, mit Silikonband sind es 49 Gramm. Laut Coros ist die Sportuhr bis 5 ATM wasserbeständig und für Aktivitäten an der Wasseroberfläche geeignet, nicht aber zum Tauchen. Gehäuse und Band bestehen vollständig aus Kunststoff.

Die Coros Pace Pro(öffnet im neuen Fenster) ist ab sofort in Schwarz, Dunkelblau und Hellgrau für etwa 400 Euro erhältlich. Mitgeliefert wird immer das sehr gute Silikonband, zusätzlich ist für rund 30 Euro ein Nylonband erhältlich.

Die Pace Pro wird über einen kleinen Lade-Puck mit Stecker geladen, das nötige USB-C-Kabel liegt nicht bei. Dafür gibt es eine Plastikhülle, so dass wir den Puck am Schlüsselbund befestigen können.

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Fazit

Die Coros Pace Pro ist eine tolle Sportuhr mit vielen Stärken. Uns gefällt vor allem die komfortable Steuerung per Drehkrone. Sogar mit Handschuhen können wir die kleine Kurbel ganz gut bedienen.

Der Funktionsumfang ist mehr als ausreichend. Läufer, Radfahrer und Triathleten, doch auch Fans von exotischen Sportarten kommen auf ihre Kosten. Davon abgesehen punktet das Wearable mit übersichtlichen Datenseiten, langen Akkulaufzeiten und der klasse gemachten Navigation.

GPS- und Herzfrequenzsensoren machen einen prima Job, auch die Werte zu Stress und Kalorienverbrauch sowie die Schlafanalyse finden wir im Großen und Ganzen stimmig.

Die Hardware, also Gehäuse mit Tasten, Krone und Silikonband, finden wir eine Spur besser als bei den Konkurrenten im gleichen Preissegment. Der Kunststoff bei der Pace Pro fühlt sich wertig an, der Tragekomfort ist auch wegen des niedrigen Gewichts gut.

Insgesamt ist die neue Sportuhr von Coros eine Empfehlung für alle Straßensportler - auch, weil wir das Ökosystem inklusive der App des Herstellers gelungen finden und die noch vorhandenen Lücken nach und nach geschlossen werden.


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