Coronavirus: Österreich überwacht Bewegungsströme mit Handydaten

Halten sich die Österreicher an die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus?

Artikel veröffentlicht am ,
Die Innenstadt von Wien ist deutlich leerer geworden.
Die Innenstadt von Wien ist deutlich leerer geworden. (Bild: Leonhard Foeger/Reuters)

Die österreichische Regierung wertet die Effekte von Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie mit Hilfe von Mobilfunkdaten aus. Der Mobilfunkbetreiber A1 liefert dazu nach eigenen Angaben anonymisierte Bewegungsdaten an die Behörden. Die Lösung entspreche "vollständig" den Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und sei TÜV-geprüft, hieß es weiter. Es sei durch diese Analysen nicht möglich, auf einzelne Personen zu schließen.

Stellenmarkt
  1. Teamleader IT Network (m/w / divers)
    Eurowings Aviation GmbH, Dortmund
  2. Ingenieur als Datenarchitekt mit dem Schwerpunkt Asset Performance Management (all genders)
    TenneT TSO GmbH, Bayreuth, Lehrte
Detailsuche

Nach Angaben von A1 werden die Bewegungsanalysen zusammen mit dem Startup Invenium erstellt, einer Ausgründung der TU Graz. Die Analysen würden aus vollständig anonymisierten Daten mittels Algorithmen errechnet. "Mit diesen Daten ist es möglich, die Bewegungsströme von Menschengruppen (in 20er-Schritten) zu visualisieren. Diese Technologie wird im Normalfall eingesetzt, um zum Beispiel zu sehen, woher Touristen kommen, die Sehenswürdigkeit A besichtigen und welche Sehenswürdigkeit danach angesteuert wird", hieß es weiter.

Effekte deutlich messbar

Die Angabe in 20er-Schritten bedeute, dass nicht ersichtlich sei, ob beispielsweise drei oder neun Personen vom Standort A nach B gegangen seien. Bei mehr als 21 Personen werde die Kategorie "bis 40" und so weiter angewandt. Diese Technik werde europaweit von einer Vielzahl an Unternehmen angeboten und sei jahrelang erprobt. "A1 stellt diese Analysen in Krisenzeiten relevanten staatlichen Stellen zum Wohle der Allgemeinheit zur Verfügung", schreibt das Unternehmen.

Einem Bericht der Kronen-Zeitung zufolge verringerten die Österreicher aufgrund der Ausgangsbeschränkungen ihren Bewegungsradius um rund 40 bis 50 Prozent.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    14.–18. Februar 2022, virtuell
  2. Cloud Transformation Roadmap: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wenn Daten vollständig anonymisiert sind und sich kein Personenbezug herstellen lässt, ist eine Weitergabe nach der DSGVO ohne Einwilligung der Nutzer möglich. Daher unterscheidet sich dieser Fall von der in Deutschland diskutierten Maßnahme, mögliche Kontakte von Infizierten mit Hilfe von Bewegungsdaten zu ermitteln. In diesem Fall hätten über eine Funkzellenabfrage die Standortdaten der konkreten Nutzer ausgewertet werden müssen. Das wäre nur nach einer gerichtlichen Anordnung möglich gewesen. Die Deutsche Telekom bezeichnete die entsprechenden Überlegungen daher als "Unfug".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond

Ob sich Elon Musk so die erste Ankunft einer SpaceX-Rakete auf dem Mond vorgestellt hat?

Raumfahrt: SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond
Artikel
  1. Jahresergebnis: Tesla macht 5,5 Milliarden US-Dollar Gewinn
    Jahresergebnis
    Tesla macht 5,5 Milliarden US-Dollar Gewinn

    Tesla hat 2021 einen Rekordgewinn erzielt, auch das vierte Quartal ist gut gelaufen. So viele Autos wie 2021 hat Tesla bislang noch nie verkauft.

  2. G413 SE, G413 TKL SE: Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld
    G413 SE, G413 TKL SE
    Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld

    Normalerweise sind mechanische Tastaturen von Logitech sehr teuer - nicht so die G413 SE und TKL SE. Die verzichten dafür auf RGB.

  3. Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Tiktok will Nutzerdaten nicht in großem Stil ans BKA melden
    Netzwerkdurchsetzungsgesetz
    Tiktok will Nutzerdaten nicht in großem Stil ans BKA melden

    Tiktok will Nutzerdaten nicht von sich aus ans BKA schicken, wenn strafbare Inhalte gepostet wurden, und klagt gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /