Coronavirus: Funktion zur Netflix-Drosselung war längst geplant

Updates wurden von Netflix einfach früher aufgespielt, um die Netzlast wegen des Coronavirus zu begrenzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Netflix Film auf USB
Netflix Film auf USB (Bild: Netflix)

Drastische Maßnahmen zur Entlastung der Netzwerke waren durch Netflix bisher nicht nötig. Dave Temkin, Vizepräsident von Netflix, sagte laut Wall Street Journal in einer Videokonferenz des Netzwerkanalyseunternehmens Kentik, die Entwickler hätten einige Upgrades vorgenommen, die ursprünglich für die Weihnachtszeit 2020 geplant waren. "Sie wurden einfach früher durchgeführt." EU-Kommissar Thierry Breton hatte mit Netflix-Chef Reed Hastings besprochen, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung zu reduzieren.

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Laut Temkin gelang es Netflix, die Datennutzung mit weniger drastischen Maßnahmen zu reduzieren. "Nichts davon ist tatsächlich dramatisch", sagte er. Es wurden offenbar Updates aufgespielt, damit Netflix das Bitrate-Level an- und ausschalten kann. Dieser Quality Drop konnte vorher nicht serverseitig gesteuert werden, das war bisher nur über den Client möglich.

In der Corona-Krise haben die Mobilfunkbetreiber der USA in der vergangenen Woche vorübergehend Zugang zu neuen Frequenzen erhalten, um die Netzwerkkapazität zu stärken. Wie das Wall Street Journal berichtet, sind Verizon, T-Mobile US und AT&T darunter. Einige Kunden hätten sich über Besetztzeichen beschwert, wenn sie während der Arbeitszeit telefonierten.

AT&T gab am Sonntag bekannt, dass der gesamte Datenverkehr über das Mobilfunknetz sehr niedrig war, da mehr Kunden mit ihren WLAN-Heimnetzwerken verbunden waren. Die mobile Sprachtelefonie erhöhte sich jedoch um bis zu 44 Prozent.

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Festnetz- und Mobilfunkanbieter erklärten, dass der Datentraffic in Wohngebieten zu den Zeiten angestiegen ist, in denen die Bewohner normalerweise zur Arbeit und zur Schule gingen. Dennoch habe dies nicht zu breiten Ausfällen oder ungewöhnlich langen Betriebsstörungen geführt, sagten Führungskräfte und Analysten dem Wall Street Journal. Dies liege daran, dass die größten Nutzungssteigerungen in bisherigen Ruheperioden liegen.

Coronakrise kein Vergleich zum Super Bowl und Game of Thrones

Einige Betreiber hätten in dieser Woche gescherzt, dass die Netzlast während der Pandemie nicht mit dem Super Bowl oder dem Saisonfinale der beliebten HBO-Show Game of Thrones vergleichbar sei, sagte Evan Swarztrauber, Senior Policy Adviser des Vorsitzenden der Federal Communications Commission, in einer Telefonkonferenz des Beratungsunternehmens Recon Analytics.

Die Datenlast während der Zeit von 9 bis 17 Uhr ist laut Openvault, einem Unternehmen, das Verbindungen in mehr als einer Million Haushalten misst, seit Januar um mehr als 50 Prozent gestiegen. Die Nutzung in den frühen Abendstunden stieg am 25. März um 20 Prozent.

Die Netzwerke von Comcast waren stabil, die Verkehrsspitzen sind um 20 Prozent gestiegen, sagte Tony Werner, President of Technology bei Comcast Cable. Derzeit ist das Netzwerk zu knapp über 40 Prozent ausgelastet, erklärte er.

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Gaius Baltar 05. Apr 2020

Nein, wird nicht: https://help.netflix.com/legal/termsofuse Siehe Punkt 4.7 Das Standard...

Nasenbaer 03. Apr 2020

Das teste vorher mal den Ping. Soweit ich weiß liegt der bei 4G deutlich über DSL/Kabel...

nachwuchsmisant... 03. Apr 2020

Dann mach doch statt Profil: Mama, Papa, Tochter, Sohn die Profile Wohnzimmer TV, Zimmer...

kayf 03. Apr 2020

Bei mir auch. Nach meiner Mathematik sind das rund 50% nicht 25% weniger. Ich find das...

prinz_von_zamunda 03. Apr 2020

Nicht ganz korekt. Deezer bietet FLAC.



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