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Coronavirus: LG sagt Teilnahme an MWC 2020 ab

MWC2020
Wegen des in China ausgebrochenen Coronavirus hat ein erstes Unternehmen seine Teilnahme an der Smartphone-Messe MWC 2020 abgesagt: Für LG ist das Risiko für die eigenen Mitarbeiter und die Besucher der Messe zu hoch. Der Veranstalter will durch verschiedene Maßnahmen für Sicherheit sorgen.
/ Tobias Költzsch
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LG wird nicht am MWC 2020 teilnehmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
LG wird nicht am MWC 2020 teilnehmen. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Der südkoreanische Hersteller LG hat seine Teilnahme am Mobile World Congress (MWC) 2020 in Barcelona abgesagt. Als Grund gibt das Unternehmen den Ausbruch des Coronavirus an, einer in China ausgebrochenen Vireninfektion, die vor allem eine Infektion der Lunge herbeiführt und tödlich enden kann.

"Die Sicherheit seiner Mitarbeiter, Partner und der Kunden betreffend hat sich LG dazu entschlossen, sich von der Teilnahme am MWC 2020 zurückzuziehen" , schreibt LG in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) . "Die Entscheidung beseitigt das Risiko des internationalen Reisens für Hunderte LG-Mitarbeiter."

Die eigentlich für den MWC 2020 geplanten Vorstellungen neuer Geräte sollen zu einem späteren Zeitpunkt auf separaten Veranstaltungen durchgeführt werden. Neben LG soll auch ZTE Einschränkungen bei seiner MWC-Teilnahme planen, unter anderem soll der chinesische Hersteller seine Pressekonferenz gestrichen haben. ZTE selbst spricht in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) allerdings davon, seine Teilnahme wie geplant durchzuführen.

GSMA sieht keine Probleme

Die GSM Association (GSMA) als Veranstalter des MWC sieht hingegen nur einen minimalen Einfluss durch das Coronavirus. In einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) kündigt das Unternehmen an, dass der MWC 2020 wie geplant stattfinden wird. Allerdings wolle man verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Teilnehmer zu erhöhen.

So sollen beispielsweise verschiedene, stark frequentierte Bereiche des Messegeländes verstärkt desinfiziert werden, beispielsweise der Catering-Bereich, die WCs oder auch Treppengeländer. Zudem soll Desinfektionsmittel für die Teilnehmer bereitstehen und eine No-Handshake-Policy durchgesetzt werden - Besucher sollen sich also nicht die Hände schütteln.

Das Coronavirus hat aktuellen Statistiken zufolge bisher zu über 400 Toten geführt, hauptsächlich in China. Die chinesische Regierung hat mittlerweile zahlreiche Städte isoliert, um den Ausbruch des Virus einzudämmen. Auch in Deutschland hat es bisher einige Ansteckungsfälle gegeben, die Patienten standen alle in Kontakt zu Personen aus Wuhan in China, wo das Virus zuerst ausgebrochen ist.


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