Coronavirus-Krise: Netflix-Kunden erhalten vorerst nicht die maximale Qualität

Netflix erklärt, wie die Reduzierung der Streaming-Bitrate aufgrund der Coronavirus-Krise in der Praxis umgesetzt wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Netflix nennt Details zur Drosselung in Europa.
Netflix nennt Details zur Drosselung in Europa. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0)

Es gibt neue Details dazu, was Netflix unternimmt, um das Internet von Streaming zu entlasten: Der Streaminganbieter liefert Kunden nicht mehr die maximal mögliche Qualität in der jeweiligen Abostufe. Nach Angaben von Netflix werden Abonnenten "vielleicht eine sehr leichte Qualitätsminderung innerhalb jeder Auflösung feststellen". Netflix begann als erster Anbieter damit, die Streaming-Bitrate für Videostreaming zu reduzieren. Dies wurde zunächst für Europa für 30 Tage angekündigt.

Außer in Europa will Netflix die Streaming-Bitrate in Ländern Lateinamerikas verringern. In einem Blogbeitrag erklärte der Dienst, dass die Reduzierung der Streamingqualität anfangs nur in Italien und Spanien vorgenommen worden sei. Das sind beides Länder, die besonders stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind und viele Tote verzeichnen. Die Maßnahme wurde dann auf weitere Länder Europas ausgeweitet. Genaue Angaben zur Situation in Deutschland machte der Anbieter nicht.

Netflix stellt nach eigenen Angaben unter normalen Umständen manchmal viele Dutzende Streams für jede Auflösung bereit. Das gelte für jeden Titel im Netflix-Katalog. Bei der Reduzierung der Streaming-Bitrate verzichtet Netflix darauf, die maximal mögliche Qualitätsstufe bereitzustellen. Dies würden nur Abonnenten bemerken, die Wert auf eine möglichst hohe Videoqualität legten. Gleichwohl betont Netflix an die Nutzer gerichtet: "Sie erhalten aber immer noch die Videoqualität, für die Sie bezahlt haben."

Abokosten für Netflix abhängig von der Videoqualität

Netflix-Kunden zahlen mehr für das Abo, wenn sie eine höhere Videoqualität wünschen. Im Standardabo erhalten Kunden alle Inhalte nur in Standardauflösung. Wer HD-Auflösung will, muss mehr bezahlen. Noch teurer wird es, wenn die Inhalte in 4K-Auflösung vorliegen sollen.

Dem Schritt von Netflix folgten bereits andere Anbieter. So kündigte zuletzt Disney an, die Streaming-Bitrate in Europa zu reduzieren, wenn Disney+ (Test) in vielen Ländern Europas am 24. März 2020 starte. Auf Wunsch der französischen Regierung wurde der Start von Disney+ in Frankreich um zwei Wochen nach hinten verschoben.

Youtube entschied, Videos standardmäßig nur noch in SD-Qualität auszustrahlen. Nutzer werden die Qualität aber weiterhin auf Full-HD-Auflösung oder 4K-Auflösung stellen können. Als weiterer Anbieter reduzierte Amazon bei Prime Video die Streaming-Bitrate. Bei Apple TV+ wurde die maximal mögliche Auflösung verringert, Kunden erhalten die Inhalte nicht mehr in Full-HD- oder einer höheren Auflösung.

Sky verringert die Streaming-Bitrate nicht

Am 20. März 2020 hatte Sky verkündet, die Streamingqualität von Sky Ticket nicht anzupassen. Anders als bei Netflix, Prime Video, Apple TV+, Youtube oder in Kürze Disney+ können Abonnenten von Sky Ticket keine Inhalte in 4K-Auflösung abspielen. Kunden von Sky Ticket erhalten Streams seit Februar 2020 maximal in Full-HD-Auflösung.

EU-Kommissar Thierry Breton hatte die Streaminganbieter gebeten, weniger Bandbreite zu verbrauchen. In Europa gibt es die Sorge, dass die verstärkte Heimarbeit und Nutzung von Unterhaltungsangeboten die Netze überfordern könnten.

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Pornstar 24. Mär 2020

Im Jahr 1979 erlangte Thierry Breton einen Master-Abschluss an der Supélec (École Sup...

ArthurDaley 24. Mär 2020

Du beweißt echten Gemeinschaftssinn.....super.

ArthurDaley 24. Mär 2020

Man merkt es, aber man merkt es kaum. Kirche im Dorf lassen, wird auch wieder anders.

wupme 24. Mär 2020

Das nennt sich vorausschauend und sozial. Auch wenn viele anderes behaupten, die Netze...



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