Coronavirus-Krise: EU diskutiert mit Netflix Reduzierung der Auflösung

Steigendes Videostreaming soll nicht das Homeoffice beeinträchtigen. Doch eine Drosselung bei Netflix ist heikel.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Abopreise bei Netflix variieren je nach ausgelieferter Auflösung.
Abopreise bei Netflix variieren je nach ausgelieferter Auflösung. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0)

In der Coronavirus-Krise geht es auch darum, die Homeoffice-Nutzung der Menschen möglich zu machen. Die EU-Kommission sorgt sich, dass eine verstärkte Nutzung von Videostreamingdiensten das Internet überlasten könnte. Die Kommission hat sich daraufhin an Netflix gewandt.

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EU-Kommissar Thierry Breton sprach mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung für das Internet durch Videostreaming zu senken, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Dabei sei es unter anderem um die Idee gegangen, die Bildqualität der Netflix-Inhalte bei starker Auslastung des Internets automatisch von 4K- oder HD-Auflösung auf Standardauflösung zu senken.

Eine höhere Bildauflösung liefert Kunden ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Für diesen Schärfegewinn zahlen Netflix-Kunden im Vergleich zum Standardabo einen Aufpreis. Im Standardabo erhalten Kunden alle Inhalte nur in Standardauflösung. Wer HD-Auflösung wünscht, muss mehr bezahlen. Noch teurer wird es, wenn die Inhalte in 4K-Auflösung vorliegen. Falls sich Netflix auf eine Reduzierung der Bildqualität einlässt, würde das bedeuten, dass Kunden mit teureren Abos nicht mehr die Leistung erhalten, für die sie bezahlen.

Andere Streamingdienste liefern hohe Auflösung ohne Mehrkosten

Anders sieht es bei Kunden von Amazon Prime Video oder dem kommende Woche in Deutschland startenden Dienst Disney+ aus. Bei beiden Videostreamingabos erhalten die Kunden ohne Aufpreis alle Inhalte in HD-Auflösung. Wenn Inhalte in 4K-Qualität vorliegen sowie passende Wiedergabegeräte vorhanden sind, erhalten die Kunden Filme und Serien in der höheren Auflösung.

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Für eine höhere Auflösung werden mehr Daten übertragen. Netflix empfiehlt für HD-Auflösung eine Internetgeschwindigkeit von 5 MBit/s, während es bei Standardauflösung 3 MBit/s sind. Einen großen Sprung gibt es dann bei Inhalten in 4K-Auflösung: Hier empfiehlt Netflix eine Datenrate von 25 MBit/s.

Die Kommission rief die Streamingplattformen insgesamt auf, mit Internetanbietern zusammenzuarbeiten und ihren Datendurchsatz anzupassen, um das Arbeiten von zu Hause aus nicht zu bremsen.

Der in Frankfurt basierte weltgrößte Internetknoten DE-CIX hatte zuvor mitgeteilt, der durchschnittliche Datenverkehr habe zuletzt um zehn Prozent zugelegt. DE-CIX sei aber für den Anstieg gerüstet. Der Datenverkehr durch Videokonferenzen sei binnen sieben Tagen um 50 Prozent gestiegen.

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mke2fs 20. Mär 2020

Und wie kommen die Leute auf Arbeit? Nicht doch etwa mit dem brechend vollen ÖPNV?

cpt.dirk 20. Mär 2020

Der Flaschenhals bei den Endverbraucher:Innen - wo noch 10-20MBit nicht unüblich sind...

thinksimple 19. Mär 2020

Seit wann fahren Studenten, Schüler und Junge Menschen mit 2t SUV? Ja, manche...

thinksimple 19. Mär 2020

Massiv denke ich nicht. Im Gegenteil, es werden viel mehr neue Kunden dazukommen. Und 4K...



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