• IT-Karriere:
  • Services:

Coronavirus: Homeoffice-Nutzung von Gratis-Teamviewer wird toleriert

Einzelne Privatnutzer, die geschäftlich mit kostenlosem Teamviewer arbeiten, werden nicht mehr gesperrt. Die Kulanz hat aber Grenzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Teamviewer sagt erst einmal ja und nicht nein.
Teamviewer sagt erst einmal ja und nicht nein. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Immer mehr Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter ins Homeoffice. Daher werden wohl auch die Lizenzregeln der Fernwartungssoftware Teamviewer etwas ausgeweitet. Das Unternehmen duldet derzeit inoffiziell die geschäftliche Nutzung des kostenlosen Programms, obwohl dies normalerweise nicht vorgesehen ist. Das hat allerdings starke Einschränkungen, wie das Unternehmen Golem.de mitteilt: So dürfen einzelne Privatnutzer mit der kostenlosen Version auf ihr Firmennetzwerk zugreifen, was Homeoffice erleichtern soll. "Wir wollen sicherstellen, dass jeder, der irgendwie Homeoffice machen muss - auch wenn es die Firma nicht im großen Stil angeordnet hat -, dies auch tun kann", sagt Teamviewer-PR-Sprecherin Martina Dier im Telefongespräch mit Golem.de.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Bahn Connect GmbH, Berlin
  2. Württembergische Gemeinde-Versicherung a.G., Stuttgart

Sobald dies merklich mehr Personen der gleichen Firma durchführen, greifen die Beschränkungen aber wieder. "Es geht hier wirklich ganz explizit um Einzelpersonen und Kleinstunternehmen", ergänzt Dier. Die Toleranzgrenze sei dabei fließend und nicht genau festgesetzt. Auch gibt es keine Pläne, dieses inoffizielle Verhalten öffentlich auf der Verkaufsplattform zu kommunizieren. Verständlich, will Teamviewer doch weiterhin auch Geld verdienen. Sie verweist dabei auf den erst kürzlich eingeführten Homeoffice-Tarif für 10 Euro monatlich.

Teamviewer nutzt Mustererkennung

Die Unterscheidung zwischen privater und geschäftlicher Nutzung wird von den Entwicklern auf Vertrauensbasis durchgeführt: Es wird den Nutzern vertraut, dass diese das Programm nicht geschäftlich verwenden. Die Entwickler nutzen zudem eine automatisierte Erkennung von Mustern. Verwenden Nutzer die Software etwa von 9:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends, dann ist klar: Hier liegt wahrscheinlich eine geschäftliche Nutzung vor. Genau an dieser Stelle setzt die inoffizielle Kulanzregel des Herstellers an.

Teamviewer wird normalerweise oft von Administratoren und Help Desks als Fernwartungssoftware genutzt. Sie eignet sich aber auch, etwa Remote-Verbindungen zu Arbeitsrechnern im Büro aufzubauen, so dass Anwender mit gewohnter Leistung von zu Hause aus arbeiten können. Das könnte bei Quarantänemaßnahmen wegen des Coronavirus hilfreich sein.

Es zeigt sich auch laut Aussagen des Herstellers, dass die Nutzung von Teamviewer stark nach oben gegangen ist. Dieses Verhalten hatte das Unternehmen zunächst in der chinesischen Wuhan-Region beobachtet, dem mutmaßlichen Ausgangspunkt des Coronavirus. Dort haben immer mehr Menschen Teamviewer für Homeoffice-Arbeiten genutzt.

Durch die höhere Toleranz gegenüber der kostenlosen Nutzung von Teamviewer verspricht sich das Unternehmen wohl auch weder höhere, noch niedrigere Einnahmen. "Damit erklären wir auch, dass wir unsere Gewinnprognose nicht angepasst haben", sagt Dier.

Teamviewer im Abo

Seit einiger Zeit wird Teamviewer auch im Abomodell angeboten. Für 10 Euro monatlich kann ein Nutzer auf drei Geräte zugreifen. Dies wäre wohl die kosteneffiziente Alternative für Personen, die die Software nutzen wollen. In diesem Angebot ist allerdings kein technischer Support des Herstellers enthalten.

Den gibt es beim Businessplan für 28 Euro monatlich, der einen Nutzer und eine Verbindung erlaubt. Für 58 Euro monatlich können mehrere Nutzer aktiv sein, allerdings darf nur eine Verbindung gleichzeitig aufgebaut werden. Drei Verbindungen gleichzeitig gibt es für 125 Euro im Monat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Tet 17. Mär 2020 / Themenstart

Warum nicht? Du erlaubst dem Webbrowser und vielen anderen Programmen doch dasselbe.

TheUnichi 17. Mär 2020 / Themenstart

Probier mal AnyDesk. Ist besser als TeamViewer und kostenlos.

crossshot 17. Mär 2020 / Themenstart

TVTools AlterID und fertig ist der Käse. Mir wurde auch ständig gewerbliche Nutzung...

TrollNo1 17. Mär 2020 / Themenstart

Abomodelle sind doch inzwischen in bei Software. Sind zwar deutlich teurer auf Dauer...

TrollNo1 17. Mär 2020 / Themenstart

Sein Anspruch ist, das Produkt so zu nutzen, wie es beworben wird. Nämlich als...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


DJI Robomaster S1 - Test

Was fährt da auf dem Flur entlang? Der Robomaster S1 ist ein flinker Roboter, mit dem wir Rennen fahren oder gegen andere Robomaster im Duell antreten können. Das macht einen Riesenspaß und ist auch ein guter Einstieg ins Programmieren.

DJI Robomaster S1 - Test Video aufrufen
Homeschooling-Report: Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen
Homeschooling-Report
Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen

Lösungen von Open Source bis kommerzielle Lernsoftware, HPI-Cloud und Lernraum setzen Schulen derzeit um, um ihre Schüler mit Aufgaben zu versorgen - und das praktisch aus dem Stand. Wie läuft's?
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. Kinder und Technik Elfjährige CEO will eine Milliarde Kinder das Coden lehren
  2. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  3. Mädchen und IT Fehler im System

Microsoft Teams im Alltag: Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten
Microsoft Teams im Alltag
Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten

Wir verwenden Microsofts Chat-Dienst Teams seit vielen Monaten in der Redaktion. Im Alltag zeigen sich so viele Probleme, dass es eigentlich eine Belohnung für alle geben müsste, die das Produkt verwenden.
Von Ingo Pakalski

  1. Adobe-Fontbibliothek Font-Sicherheitslücke in Windows ohne Fix
  2. Microsoft Trailer zeigt neues Design von Windows 10
  3. Unternehmens-Chat Microsoft verbessert Teams

Arduino: Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel
Arduino
Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel

Eine Visitenkarte aus Papier ist langweilig! Der Elektroniker Patrick Schlegel hat eine Platine als Karte - mit kreativen Funktionen.
Von Moritz Tremmel

  1. Thinktiny Mini-Spielekonsole sieht aus wie winziges Thinkpad

    •  /