Hollywood Interrupted: Wegen Coronavirus abgesagt

Alles auf Stillstand, in Deutschland, in der Welt, in Hollywood. Erst begann das große Verschieben kommender Kinostarts, jetzt sind ohnehin alle Kinos dicht. Wie wird sich das auf das Filmgeschäft auswirken?

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Probleme für Hollywood
Probleme für Hollywood (Bild: ROBYN BECK/AFP via Getty Images)

Die großen Gewinner der Corona-Krise werden wohl die Streamingdienste sein. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, weswegen entsprechend viele Menschen nicht mehr täglich zur Arbeit fahren, sondern zu Hause darauf warten, dass die Krise ihr Ende findet, auch wenn kein Mensch weiß, wann das sein mag. Da praktisch alle Freizeitbeschäftigungen außer Kraft gesetzt sind, bleibt neben einem guten Buch oder dem Zocken auf einer Konsole eigentlich nur eins: den Fernseher anwerfen.

Inhalt:
  1. Hollywood Interrupted: Wegen Coronavirus abgesagt
  2. Viele Filme sind verschoben
  3. Produktionsstopp
  4. Immense Einbußen
  5. Liste verschobener Filme

Da das Programm von Öffentlich-Rechtlichen und Privaten aber doch eher mau ist, werden Streamingdienste wie Netflix oder das am 24. März 2020 startende Disney+ wohl Zulauf haben. Deren größte Konkurrenz - das Kino mit seinen Bombast-FX-Blockbustern - ist schließlich auch geschlossen. Hollywood ist in der Warteschleife. Mittlerweile von staatlicher Seite verordnet, anfangs noch selbstgewählt.

James Bond muss warten

Der erste war ausgerechnet einer der größten Kino-Helden überhaupt: James Bond. Universal war die erste Firma, die einen Film aufgrund der Corona-Krise zurückzog. Eigentlich hätte Keine Zeit zu sterben im April starten sollen, mittlerweile wurde er auf November verschoben. Das war ein einschneidendes Ereignis, denn es geschah zu einer Zeit, als Corona hierzulande, aber auch im restlichen Europa und den USA noch vergleichsweise fern, noch beherrschbar schien.

Der Grund für die Verschiebung war klar: Das Studio fürchtete, dass weniger Leute ins Kino gehen würden und der Film damit nicht das formidable Einspielergebnis seiner Vorgänger, das zwischen knapp 900 Millionen und über einer Milliarde pendelt, erreichen würde. Der Gedanke ist durchaus richtig, wie sich am vergangenen Wochenende in den USA zeigte.

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Dort startete die Comic-Verfilmung Bloodshot, ein Actionfilm mit Vin Diesel, der mit einem mageren Wochenend-Einspiel von 9,3 Millionen Dollar als herber Flop gewertet werden muss. Der Film ist schlecht, ein großer Hit wäre er wohl auch so nicht geworden, das Ergebnis ist aber mehr als erschreckend, zumal der Pixar-Film Onward, der eine Woche zuvor startete, auch nur unwesentlich mehr erwirtschaften konnte und im Vergleich zum Startwochenende Einspieleinbußen von knapp 73 Prozent hinnehmen musste. Eine erschreckend hohe Prozentzahl für einen Pixar-Film.

Hierzulande sieht es nicht besser aus. Da startete Onward am 5. März und konnte am Wochenende nur 185.000 Menschen ins Kino locken. Zum Vergleich: "Cars 2" hatte ein Startwochenende mit 600.000 Zuschauern .

Man sieht also schon: Die Leute bleiben dem Kino tatsächlich fern, Verschiebungen potenzieller Blockbuster sind also durchaus vernünftig. James Bond war aber nur der Anfang, als Nächstes zog Paramount den Horrorfilm A Quiet Place 2 zurück - und das nur ein, zwei Tage, nachdem es bundesweit Pressevorführungen gegeben hatte. Ein neues Startdatum steht für diesen Film noch nicht fest. Aber das gilt mittlerweile für alle Filme, die in den nächsten Wochen ausfallen.

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Viele Filme sind verschoben 
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ElMario 24. Mär 2020

Aber die armen Schauspieler...ihr schönes Geld !? :(

Achranon 23. Mär 2020

Der neue 007 Schauspieler existiert nicht mehr in real, es ist ein reiner CGI Character.

Achranon 23. Mär 2020

Aktuell ist nur das HP Reverb mit seiner 4K Auflösung dafür halbwegs akzeptabel. Rift-S...

Hotohori 17. Mär 2020

Was aber daran liegt, dass deren Produktion natürlich null auf den Corona Virus...


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