Künstliche Intelligenz trifft Prognosen über den Verlauf der Corona-Pandemie

Insbesondere in China nutzen Datenwissenschaftler und Epidemiologen künstliche Intelligenz auch, um voraussagen zu können, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Ein großes Forschungskonsortium bedient sich dabei eines Susceptible-Exposed-Infectious-Removed (SEIR)-Modells, einer Erweiterung des epidemiologischen Standardwerkzeugs, des Susceptible-Infected-Removed (SIR)-Modells.

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Dabei unterscheidet man im Modell alle Personen in Anfällige (S), dem Virus schon Ausgesetzte, die aber noch nicht infektiös sind (E), infektiöse Infizierte (I) und den immunen Erholten bzw. Verstorbenen (R). Anhand dieser und weiterer Variablen wie verstrichener Zeit, Eigenarten des Virus wie der Infektiosität und demografischen Daten lässt sich dann anhand von Differentialgleichungen die grundsätzliche Dynamik einer Epidemie berechnen. Durch die Änderung der Variablen können viele verschiedene Eventualitäten im Umgang mit der Pandemie simuliert werden.

Die chinesischen Forscher haben dafür ihre KI auch mit Daten der ersten SARS-Pandemie aus dem Jahre 2003 trainiert. So fanden sie unter anderem heraus, dass eine auch nur um fünf Tage verzögerte Einführung von weitreichenden Ausgangssperren in Wuhan eine Vergrößerung der Epidemie in Festlandchina um das Dreifache zur Folge gehabt hätte. Die Prognosen ihrer KI sehen sie vom weiteren Verlauf der Pandemie als bestätigt an.

Als limitierenden Faktor ihrer Arbeit betrachten sie vor allem dass ihr Modell Änderungen an der Diagnosekapazität nicht berücksichtigen könne. Die Forscher können letzten Endes nur mit den Zahlen arbeiten, die durch Testverfahren erhoben werden können. Wie gut das Modell arbeitet, hängt also auch hier sehr stark davon ab, wie gut und wie flächendeckend diagnostiziert wird.

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Die bisherigen Forschungsergebnisse von KI-Forschern und Datenwissenschaftlern erscheinen vielversprechend. Künstliche Intelligenz und die Analyse großer Datenmengen allein werden jedoch den großen Durchbruch im Kampf gegen das Virus nicht bringen. Zumindest noch nicht. In Zukunft dürfte künstliche Intelligenz bei der Bekämpfung und Vorbeugung von Pandemien jedoch ziemlich sicher eine große Rolle spielen.

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 Coronavirus: Forscher auf Kopfgeldjagd
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