Coronavirus: Facebook stoppt Anti-Impfstoff-Kampagne aus Russland

Offenbar sollten Influencer dazu gebracht werden, angeblich geleakte Dokumente gegen den Biontech-Impfstoff zu verbreiten.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Mit solchen Memes wurde versucht, den Impfstoff von Astrazeneca zu diskreditieren.
Mit solchen Memes wurde versucht, den Impfstoff von Astrazeneca zu diskreditieren. (Bild: Facebook)

Facebook hat nach eigenen Angaben eine globale Kampagne zur Verbreitung von Falschinformationen über Coronaimpfungen unterbunden. Der US-Konzern löschte demnach im Juli 65 Facebook-Konten und 243 Instagram-Konten aus Russland, mit denen versucht worden war, Impfstoffe in Verruf zu bringen.

Stellenmarkt
  1. Netzwerkarchitekt / -engineer (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München, Bayreuth
  2. (Junior) Software Entwickler:in (m/w/d) Druck- und e-Marketing
    DKMS gemeinnützige GmbH, Köln, Tübingen
Detailsuche

Facebook habe die Konten mit Fazze in Verbindung bringen können, einer Tochtergesellschaft einer im Vereinigten Königreich registrierten Marketingfirma, deren Aktivitäten hauptsächlich von Russland aus betrieben worden seien. Die Kampagne habe in erster Linie auf Nutzer in Indien und Lateinamerika sowie in geringerem Umfang in den USA gezielt.

"Diese Kampagne funktionierte wie ein Waschsalon der Desinformation", heißt es in dem vollständigen Transparenzbericht (PDF) von Facebook. "Sie erstellte irreführende Artikel und Petitionen in verschiedenen Foren wie Reddit, Medium, Change.org und Medapply." Die Inhalte seien dann über gefälschte Konten in den sozialen Medien - einschließlich Facebook und Instagram - geteilt worden, um sie zu verbreiten.

Dem Bericht zufolge wurde unter anderem behauptet, der Impfstoff von Astrazeneca werde Menschen in Schimpansen verwandeln, da er auf deren Genen basiere. Dieser Teil der Kampagne lief demnach im November und Dezember 2020.

Gefaketes Dokument auf Reddit verbreitet

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Im Mai 2021 zielte die Kampagne dann darauf ab, den Impfstoff von Biontech/Pfizer zu diskreditieren. Bei diesem sei die Sterblichkeitsrate angeblich höher als bei anderen Impfstoffen. Dabei wurde ein angeblich bei Astrazeneca gehacktes Dokument auf Reddit, Medium und Ethicalhackers verbreitet.

Dabei seien auch "grobe Spamming-Taktiken" angewandt worden, berichtet Facebook weiter. "Der Kernpunkt der Kampagne schien jedoch darin zu bestehen, Influencer mit bereits vorhandenem Publikum auf Instagram, Youtube und Tiktok dazu zu bringen, Inhalte zu posten und bestimmte Hashtags zu verwenden, ohne die Herkunft der Beiträge offenzulegen."

Internet of Crimes: Warum wir alle Angst vor Hackern haben sollten (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Zu den Influencern in Deutschland, die eine Teilnahme an der Kampagne abgelehnt haben, gehört auch der einflussreiche Youtuber Mirko Drotschmann (MrWissen2Go). Er hatte den Anwerbeversuch im Mai über Twitter öffentlich gemacht. Laut Facebook soll den Influencern ein Betrag von 2.000 Euro versprochen worden sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Trollversteher 13. Aug 2021

Auch wenn ich Deine Argumentation in diesem Konkreten Fall für valide halte... ...bei...

Ach 12. Aug 2021

Da verwechselst du aber ganz grundlegend etwas. Hiroschima und Nagasaki repräsentieren...

theojk 12. Aug 2021

Im fall eines quasi Monopolisten hat die Moderatorin da mehr zu beachten. Alles was...

Muhaha 12. Aug 2021

Richtig lesen. Es geht nicht grundsätzlich gegen Impfungen, sondern gegen Impfungen mit...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streit mit Magnus Carlsen
Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben

Schachweltmeister Magnus Carlsen wirft dem Großmeister Hans Niemann Betrug vor - eine neue Untersuchung stärkt die Vorwürfe.

Streit mit Magnus Carlsen: Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben
Artikel
  1. Airpods Pro 2 im Test: Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus
    Airpods Pro 2 im Test
    Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus

    Mit sinnvollen Änderungen sind die Airpods Pro 2 das Beste, was es derzeit an ANC-Hörstöpseln gibt. Aber Apples kundenfeindliche Borniertheit nervt.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  2. Vodafone und Telekom: Zwei Netzbetreiber melden Datenrekord auf Oktoberfest
    Vodafone und Telekom
    Zwei Netzbetreiber melden Datenrekord auf Oktoberfest

    Die Telekom liegt beim Datenvolumen klar vor Vodafone. Es gab in diesem Jahr besonders viel Roaming durch ausländische Netze.

  3. Dr. Mike Eissele: Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben
    Dr. Mike Eissele
    "Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben"

    Chefs von Devs Teamviewer-CTO Dr. Mike Eissele gibt einen tiefen Einblick, wie man sich auf eine Arbeitswelt ohne Bildschirme vorbereitet.
    Ein Interview von Daniel Ziegener

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€, MSI B550 Mainboard 118,10€, LG OLED 48" 799€, Samsung QLED TVs 2022 (u. a. 65" 899€, 55" 657€) • Alternate (Acer Gaming-Monitore) • MindStar (G-Skill DDR4-3600 16GB 88€, Intel Core i5 2.90 Ghz 99€) • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /