Coronavirus: Apotheken stellen ab 14. Juni digitale Impfnachweise aus

Der digitale Impfnachweis soll schon in der kommenden Woche an den Start gehen. Das Kryptokonzept basiert auf einer Public-Key-Infrastruktur.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Neben den Apotheken sollen auch Impfzentren und Ärzte die digitalen Nachweise in Form eines QR-Codes ausstellen.
Neben den Apotheken sollen auch Impfzentren und Ärzte die digitalen Nachweise in Form eines QR-Codes ausstellen. (Bild: Pixabay)

Schon in der kommenden Woche wollen zahlreiche Apotheken in Deutschland digitale Impfnachweise ausstellen. Auf dem Portal mein-apothekenmanager.de könnten gegen Covid19 geimpfte Personen bundesweit Apotheken in ihrer Nähe finden, die digitale Impfnachweise kostenlos ausstellten, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Dienstag mit. Der Service soll am 14. Juni 2021 starten.

Inhalt:
  1. Coronavirus: Apotheken stellen ab 14. Juni digitale Impfnachweise aus
  2. CBOR-Webtoken als QR-Code

Neben den Apotheken sollen auch Impfzentren und Ärzte die digitalen Nachweise in Form eines QR-Codes ausstellen. Möglicherweise erhalten geimpfte Personen den Code nachträglich per Post zugeschickt. Für Nutzer soll eine sogenannte Covpass-App zur Verfügung gestellt werden, um den QR-Code in das Smartphone einzulesen. Wann diese veröffentlicht wird, ist unklar.

Das Bundesgesundheitsministerium hat bislang keine Anfragen zum digitalen Impfnachweis und dessen Kryptokonzept beantwortet. Die beteiligten Firmen wie IBM und Ubirch sind zum Schweigen verpflichtet.

Apotheken müssen sich der Mitteilung zufolge auf dem Verbändeportal des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) anmelden und registrieren. Das soll vom 9. Juni an möglich sein. Das Verbändeportal sei für den Service an den zentralen Server des vom Bundesministerium für Gesundheit beauftragten Dienstleisters IBM angebunden.

18 Euro Vergütung pro Zertifikat

"In den ersten Tagen wird die Zahl der Apotheken, die das Angebot machen, wahrscheinlich noch begrenzt sein. Wir gehen aber davon aus, dass die Zahl der Apotheken sehr schnell im vierstelligen Bereich liegt", sagte DAV-Vorsitzender Thomas Dittrich. Der Meldung zufolge sind bereits mehr als 17 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft und können den digitalen Impfnachweis nachfragen.

Nach Paragraf 22, Absatz 5 des Infektionsschutzgesetzes (PDF) darf jeder Arzt oder Apotheker ein digitales Impfzertifikat ausstellen. Laut Paragraf 9 der aktuellen Coronavirus-Impfverordnung (PDF) erhält eine Apotheke für jedes Zertifikat eine Vergütung in Höhe von 18 Euro. Dazu erhalten die Geimpften einen QR-Code, der als Nachweis dient und dann auch in die Covpass-App geladen werden kann.

"Diese nachträgliche Ausstellung eines Impfzertifikates erfordert besondere Sorgfalt auf Seiten der ausstellenden Apotheke, um das tatsächliche Vorliegen einer vorgenommenen Impfung ausreichend zu plausibilisieren und Missbrauch des Impfzertifikates zu verhindern", heißt es in der Begründung der Verordnung. Der Chaos Computer Club (CCC) warnte bereits vor den Gefahren digitaler Impfnachweise, weil sich die gelben Impfpässe leicht fälschen ließen.

Doch wie wollen Deutschland und die EU sicherstellen, dass die digitalen Nachweise für geimpfte, getestete und genesene Personen in der Coronavirus-Pandemie nicht gefälscht werden können?

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CBOR-Webtoken als QR-Code 
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023,-+ 14. Dez 2021

Moin, wenn es bei der Boosterimpfung *keinen* QR-Code gab, wo kann der frisch geboosterte...

GAK 11. Jun 2021

Du meinst die Vollidioten, welche vollkommen gesund zu irgendwelchen Testeinrichtungen...

User_x 10. Jun 2021

Aber das ist es doch wo ich auf der Leitung stehe. Meine Mutter ist geimpft, dürfte also...

Neronimo 09. Jun 2021

So, da muss ich jetzt wirklich mal einsteigen: Redest du von der mRNA Impfung, oder von...



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