Coronavirus: Amazon-Mitarbeitern in den USA fehlen Gesichtsmasken

Bestellte Masken wurden nicht geliefert. Die Gruppe Amazonians United fordert mehr Schutz am Arbeitsplatz bei Amazon gegen das Coronavirus.

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Amazon-Mitarbeiter am New Yorker Times Square am 17. März
Amazon-Mitarbeiter am New Yorker Times Square am 17. März (Bild: REUTERS/Carlo Allegri)

Amazon hat zwei neue Fälle von Coronavirus in seinen US-amerikanischen Standorten bestätigt, die betroffenen Einrichtungen in Michigan und Oklahoma aber nicht geschlossen. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf Beschäftigte. Ein Arbeiter in einem Sortierzentrum in Brownstown im Bundesstaat Michigan, der zuletzt am 16. März 2020 im Einsatz war, befindet sich nun in Quarantäne und wird medizinisch versorgt, wie Amazon der Financial Times bestätigte. Der Arbeiter erhält während dieser Zeit den vollen Lohn.

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Amazon erklärte, man habe "einige" Beschäftigte, die in "engem" Kontakt mit dem Erkrankten standen, für 14 Tage bezahlt nach Hause geschickt. Einer Schätzung zufolge sind in dem Zentrum etwa 300 Menschen beschäftigt. In einem Brief an die Beschäftigten vom Wochenende gab Konzernchef Jeff Bezos zu, dass der E-Commerce-Konzern nicht genügend Schutzmaterialien zur Verfügung hat. "Wir haben Bestellungen für Millionen von Schutzmasken aufgegeben, die wir unseren Mitarbeitern und Auftragnehmern geben möchten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, aber nur sehr wenige dieser Bestellungen wurden ausgeführt", schrieb er.

Allerdings erklärt die WHO (World Health Organization): "Tragen Sie eine Maske nur, wenn Sie an Covid-19-Symptomen (insbesondere Husten) leiden oder sich um jemanden kümmern, der möglicherweise Covid-19 hat. Einweg-Gesichtsmasken können nur einmal verwendet werden. Wenn Sie nicht krank sind oder sich um jemanden kümmern, der krank ist, verschwenden Sie eine Maske. Es gibt einen weltweiten Mangel an Masken, daher fordert die WHO die Menschen auf, Masken mit Bedacht einzusetzen."

Der Firmenchef betonte: "Masken sind weltweit nach wie vor Mangelware und werden derzeit von den Regierungen an Einrichtungen mit dem höchsten Bedarf wie Krankenhäuser und Kliniken geleitet." Wenn sich Amazon für Masken entscheide, werde es Amazons oberste Priorität sein, sie in die Hände der Arbeiter und Partner zu geben, die wichtige Produkte für die Menschen bereitstellten.

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Ein Amazon-Sprecher in den USA nannte die regelmäßige Desinfektion von Türgriffen, Handläufen und anderen häufig berührten Oberflächen sowie Änderungen der Prozesse, um zu verhindern, dass sich Arbeiter auf engstem Raum treffen - beispielsweise bei Sicherheitskontrollen beim Verlassen des Betriebsgeländes.

Der Sprecher bestätigte der Financial Times auch Berichte über einen Corona-Fall im OKC1, einem großen Versandlager in Oklahoma. Die Fälle sind die zweite und dritte bestätigte Coronavirus-Diagnose im US-Logistiknetzwerk von Amazon. Vergangene Woche wurde eine Lieferstation in Queens, New York, vorübergehend geschlossen. Man habe sich für eine Schließung und gründliche Reinigung entschieden. Die Arbeitergruppe Amazonians United erklärte, die Schließung sei erst erfolgt, nachdem die Aktivisten ihren Kollegen geraten hatten, hinauszugehen. Das Zentrum wurde einen Tag später wiedereröffnet. Amazon-Arbeiter in Italien, Frankreich und Spanien haben in den vergangenen Tagen geringe Sicherheitsvorkehrungen kritisiert.

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