Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Coronapandemie: BMW stellt Atemschutzmasken her

In der Not stellt BMW die Produktion um. Das hat das Unternehmen in seiner Geschichte schon einmal getan.
/ Andreas Donath
40 Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
BMW stellt Produktion um. (Bild: Andreas Donath)
BMW stellt Produktion um. Bild: Andreas Donath

BMW will in einem Werk in der Oberpfalz pro Tag 300.000 Atemschutzmasken bauen. "Aktuell sind bereits Produktionsanlagen auf dem Weg zu uns. Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren" , sagte BMW-Chef Oliver Zipse der Mitteldeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) .

Gleichzeitig teilte das Unternehmen mit, die Unterbrechung der Fahrzeugproduktion bis zum 30. April 2020 auszudehnen. Das heißt nicht, dass danach auf jeden Fall wieder produziert wird. BMW geht wie viele andere Unternehmen schrittweise vor und verlängert bei Bedarf diesen Termin immer wieder.

Die Maschinen zur Produktion der Atemschutzmasken sollen von PIA-Automation in Amberg geliefert werden. Wie viele Personen an der Produktion beteiligt werden, ist nicht bekannt.

BMW spendete aus eigenen Beständen bereits eine Million Paar medizinische Handschuhe und 50.000 FFP2-Masken.

In der Geschichte von BMW gab es schon einmal eine radikale Umstellung der Produktion(öffnet im neuen Fenster) – damals allerdings nicht zum Schutz der Bevölkerung, sondern um zu überleben. Nach dem Zweiten Weltkrieg fertigte das Werk in München zunächst Kochtöpfe, Fahrzeugbremsen und Motorräder statt Autos und hielt sich so über Wasser. Grund war der Verlust der Fahrzeugfabrik in Eisenach an die sowjetische Besatzungsmacht. In München waren bis dahin keine Autos gebaut worden, zudem standen in Eisenach die Produktionswerkzeuge.


Relevante Themen