Coronakrise: Mehrwertsteuer macht Geforce RTX 3000 teurer

Nvidia hat im eigenen Online-Shop(öffnet im neuen Fenster) die Preise für Geforce RTX 3000 für Desktop-PCs angepasst: Alle Modelle kosten nominell 20 oder 50 Euro mehr, was auf die wieder gestiegene Mehrwertsteuer zurückzuführen ist. In der zweiten Jahreshälfte 2020 lag diese wegen der Coronakrise bei 16 Prozent, seit dem 1. Januar 2021 aber wieder bei regulären 19 Prozent.
Praktisch ändert das aber nichts, denn alle Founder's Editions der Geforce RTX 3000 sind bei Nvidia selbst ohnehin nicht lieferbar. Im regulären Handel kosten die Ampere-basierten Grafikkarten drastisch mehr als vorgesehen, für die meisten Modelle ist ein Aufschlag um 100 oder gar mehrere Hundert Euro normal – sofern sie denn überhaupt verfügbar sind.
Bisher gibt es die Geforce RTX 3090 , die Geforce RTX 3080 , die Geforce RTX 3070 und die Geforce RTX 3060 Ti . Ende Februar 2021 plant Nvidia, die Geforce RTX 3060 einzuführen, hier gilt es abzuwarten, ob dieser Pixelbeschleuniger in größeren Stückzahlen erhältlich sein wird. Alle bisherigen Karten basieren auf dem GA102- oder dem GA104-Chip, die kommende Geforce RTX 3060 hingegen auf dem kleineren GA106.

| Launch | MwSt-Anpassung (Januar 2021) | Inflation-Anpassung (Januar 2022) | |
|---|---|---|---|
| Geforce RTX 3090 | 1.500 Euro | 1.550 Euro | 1.650 Euro |
| Geforce RTX 3080 Ti | 1.200 Euro | - | 1.270 Euro |
| Geforce RTX 3080 | 700 Euro | 720 Euro | 760 Euro |
| Geforce RTX 3070 Ti | 620 Euro | - | 650 Euro |
| Geforce RTX 3070 | 500 Euro | 520 Euro | 550 Euro |
| Geforce RTX 3060 Ti | 400 Euro | 420 Euro | 440 Euro |
Allerdings ist nicht nur Nvidia von Lieferproblemen betroffen, auch AMDs Radeon RX 6900 XT und Radeon RX 6800 (XT) sind schwer zu bekommen und wenn überhaupt, dann zu Preisen weit über der unverbindlichen Herstellerempfehlung. AMD und Nvidia leiden wie viele andere Unternehmen unter dem Problem der ans Limit geratenen Chipproduktion , welche längst auch die Autoindustrie und weitere Branchen betrifft.
Besser Verfügbar erst in Q2/2021
Einerseits sind Auftragsfertiger wie TSMC, Samsung Foundry, UMC, Globalfoundries, SMIC und DB Hitek für Monate voll ausgelastet – gerade bei modernen Nodes wie 7 nm und bei kleineren Wafern mit 200 statt 300 mm Durchmesser. Andererseits mangelt es an Material für die Produktion von Chips, etwa dem wichtigen ABF-Substrat (Ajinomoto Build-up Film), was die Herstellung zusätzlich verteuert und verzögert.
AMD und Nvidia haben beide erklärt , dass die Verfügbarkeit von Grafikkarten erst in den nächsten Monaten besser werden soll. Seitens Microsoft hieß es(öffnet im neuen Fenster) , die Xbox Series X soll erst ab dem zweiten Quartal wieder besser lieferbar sein.



