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Coronakrise: Microsoft stoppt optionale Windows-Updates

Alles, was nicht sicherheitsrelevant ist, bleibt bei Windows 10 und Windows Server vorerst außen vor.
/ Marc Sauter
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Logo von Windows 10 (Bild: Microsoft)
Logo von Windows 10 Bild: Microsoft

Mit Blick auf Covid-19 wird Microsoft ab Mai 2020 seine Update-Politik ändern(öffnet im neuen Fenster) : Für Windows 10 und Windows Server erscheinen dann nur noch Aktualisierungen, die sicherheitsrelevant sind und optionale Updates werden nicht mehr automatisch verteilt.

Konkret betroffen von dieser Umstellung sind die sogenannten C- und D-Releases für die beiden Microsoft-Betriebssysteme, genauer Windows 10 v1909 und Windows Server 2008 SP2. Darunter fallen oft Bug-Fixes, die zumeist in der dritten und vierten Woche eines jeden Monats verteilt werden. Am klassischen Patch Tuesday ändert sich nichts: Am zweiten Dienstag eines Monats sollen weiterhin sicherheitsrelevante Updates, also die B-Releases, verteilt werden.

Schon vor einigen Tagen kündigte Microsoft zudem Änderungen bei der Unterstützung der eigenen Betriebssysteme an: Windows 10 v1709 als Enterprise, Education und IoT Enterprise erhalten nun noch Support bis zum 13. Oktober 2020 statt bis zum 14. April 2020. Für Windows 10 Home und Windows 10 Pro von v1709 gilt das neue, nach hinten geschobene Datum allerdings nicht. Für Home/Pro v1809 endet die Unterstützung am 12. Mai 2020, für die v1903 am 8. Dezember 2020 und für die v1909 am 11. Mai 2021.

Auch andere Software von Microsoft erhält vorerst keine Updates mehr: Die aktuelle Version des Edge-Browsers mit Chromium-Basis bleibt bei Version 80 stehen, der "Edgeium" wird nicht auf Version 81 gehievt. Hintergrund ist, dass Google den eigenen Chrome-Browser bei v80 belässt und die v81 nicht von einer Beta zu einer stabilen Version aufwertet. Die meisten Software-Ingenieure arbeiten im Homeoffice, was offenbar ein Hindernis beim Support des Releases darstellt. Bei Fehlern hätte Google eventuell nicht sicherstellen können, dass diese zeitnah behoben werden.


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