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Remote-Projekte werden mehr

"Der Anteil an angebotenen Projekten, die remote zu erledigen sind, geht enorm nach oben", stellt Hosemann fest. Manche aufgrund sozialer Verantwortung, andere weil Abteilungen oder ganze Firmen geschlossen sind.

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Der Informatiker Tim Wellhausen arbeitet seit einer Woche ausschließlich von zu Hause. Der IT-Freelancer hat zwei Kunden und für den einen schon vor Corona remote die Projekte abgearbeitet. Jetzt macht er das auch für den anderen. "Am Umfang meiner Arbeit und meinem Einkommen hat sich nichts verändert." Wohl aber an seiner Arbeitssituation. Wellhausen hat sein Büro in seiner Wohnung in München. Seine Frau und seine Kinder sind nun auch zu Hause. "Manchmal sitzen wir zu dritt im Arbeitszimmer."

Wenn nach Ostern die Wirtschaft wieder halbwegs anläuft, wie der Bayer hofft, wird Corona auf seine wirtschaftliche Situation keine großen Auswirkungen haben. "Wenn es länger geht, kann es problematisch werden", sagt Wellhausen. Wenn Firmen sparen, dann als Erstes an den Freiberuflern. Das weiß er vom Einbruch der New Economy 2001 und der Finanzkrise 2008. "Beides Mal ging es ganz schnell und viele Freiberufler waren draußen."

  • Alexander Engelhardt ist IT-Freiberufler, wird aber im April voraussichtlich keine Aufträge haben. Er hat allerdings vorgesorgt und hat deswegen derzeit noch keine Existenzsorgen. (Bild: privat)
  • "Die Einbrüche am Markt für IT-Freelancer sind groß", sagt Arne Hosemann, Geschäftsführer von Expertlead. (Bild: Expertlead)
  • Thomas Maas von Freelancermap glaubt, die Auftragslage könnte nach Corona besser werden als davor. (Bild: Freelancermap)
  • Wenn Firmen sparen, dann als Erstes an den Freiberuflern, sagt der Freelancer Tim Wellhausen. Er weiß das aus Erfahrung. (Bild: privat)
Wenn Firmen sparen, dann als Erstes an den Freiberuflern, sagt der Freelancer Tim Wellhausen. Er weiß das aus Erfahrung. (Bild: privat)

Finanzielle Hilfe vom Staat kommt für ihn erst einmal nicht infrage. "Als Freiberufler hat man viele Vorteile. Deshalb sollte man auch bereit sein, sein Risiko soweit als möglich selbst zu tragen." Zu diesen Vorteilen zählt er, vom eigenen Büro aus arbeiten zu können. ITler sind dabei im Vorteil, weil sie sich mit der dafür notwendigen Technik gut auskennen.

Online zu arbeiten, funktioniere technisch tadellos, sagt auch Alexander Engelhardt, ebenfalls Münchner und ebenfalls IT-Freiberufler. "Mein aktuelles Projekt endet in diesem Monat, daher bin ich auf der Suche nach einem neuen Auftrag", sagt er. Angebote gebe es und Interviews führt er online. Bislang war nichts Passendes dabei. "Mental habe ich mich schon darauf eingestellt, im April kein Projekt zu haben."

Wenn die Krise ein, zwei Monate dauert, kommt auch er über die Runden. Sorgen um seine Existenz macht er sich noch nicht. Denn in guten Zeiten sorgt er für immer wiederkehrende schlechte Zeiten vor und weil er stets gut ausgelastet war, hatte er lange schon keinen Urlaub mehr. Die wohl folgende Pause wird er nutzen, um sich zu erholen.

Vereinbarte Aufträge einklagen, das würde Engelhardt nie. Moralisch und aus wirtschaftlichen Gründen nicht. "Wie soll man mit jemandem zusammenarbeiten, der das gar nicht will?" Das ist unvorstellbar für ihn und wohl viele andere IT-Freiberufler.

Wie es denen geht, danach hat Freelancermap gefragt. Das Unternehmen stellt die IT-Infrastruktur bereit, damit Unternehmen Projekte anbieten und IT-Freelancer ihre Profile einstellen können.

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 Coronakrise: IT-Freelancer müssen als Erste gehenMehr als die Hälfte der Freelancer hat Existenzängste 
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sigb0y 02. Apr 2020

Solange niemand ein Instant Heilmittel oder eine Impfung entwickelt und ausgerollt hat...

Peter Brülls 31. Mär 2020

Nicht prekär, aber eben schneller zu trennen. Freelancer verdienen oft mehr, aber ob die...

TW1920 30. Mär 2020

Und ist sie jetzt immer noch. Für ein Home Office braucht man nun mal auch ein "Home...

uschatko 30. Mär 2020

Treffend analysiert. Wenn man nicht irgendwo in einem Projekt untergekrochen ist, dann...

vscholl 27. Mär 2020

Ich sehe auch keine Nachholen Effekte. Die Firmen werden ihre IT Projekte erst mal neu...


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