Coronakrise: Erwartungen der IT-Branche gehen stark zurück

Die aktuelle Geschäftslage wird laut Bitkom aber mehrheitlich positiv eingeschätzt.

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Die Werte brechen ein.
Die Werte brechen ein. (Bild: Bitkom)

Eine Mehrheit der Unternehmen der IT-Branche rechnet wegen der Corona-Pandemie für die kommenden sechs Monate mit einer Verschlechterung der Geschäftslage. Das gab der IT-Branchenverband Bitkom am 30. März 2020 bekannt. Der Saldo der Erwartungen ging um 30,9 auf -18,4 Punkte zurück. Das ist der stärkste Rückgang innerhalb eines Monats seit der erstmaligen Erhebung im Jahr 2006. Der Bitkom-ifo-Digitalindex, berechnet aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartung, notiert aktuell nur noch bei 0,6 Punkten - nach 24,6 Punkten im Februar. Das ist der niedrigste Wert seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2009.

  • Coronakrise drückt Stimmung in der Digitalbranche.
Coronakrise drückt Stimmung in der Digitalbranche.

Die aktuelle Geschäftslage wird dagegen immer noch mehrheitlich positiv eingeschätzt, auch wenn sie mit 21,6 Punkten um 15,7 Punkte unter dem Februar-Wert liegt.

Jedes dritte Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche mit Nachfragerückgang

Jedes dritte Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche (31 Prozent) verzeichnete demnach im März einen Nachfragerückgang. Während 55 Prozent der Firmen negative Folgen der Coronakrise feststellten, berichteten 43 Prozent, dass die Pandemie keine Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit hat. Nur 3 Prozent bemerkten einen positiven Effekt. Dabei beurteilen die Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche ihre konjunkturellen Perspektiven immer noch besser als die Wirtschaft insgesamt.

Bitkom-Präsident Achim Berg sagte: "Die Digitalbranche hält in Zeiten von Ausgangssperren, Kontaktverboten und Produktionsstopps die Reste des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens aufrecht. Sie ist einer der wenigen Stabilitätsanker, leidet aber auch selbst unter dem aktuellen Lockdown."

Der Digitalindex basiert auf der monatlichen Ifo-Konjunkturumfrage. Befragt werden Hersteller von IT- und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Der Index wird als Saldo dargestellt. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten.

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