Coronakrise: e.Go Mobile beantragt Schutzschirmverfahren

Die finanziellen Probleme beim Elektroautohersteller e.Go durch die Coronakrise waren zu erwarten. Nun bleiben drei Monate für neue Investoren.

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Ob der e.Go die Coronapandemie übersteht?
Ob der e.Go die Coronapandemie übersteht? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der Aachener Elektroautobauer e.Go Mobile steckt wegen der Coronavirus-Pandemie in finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen stellte nach eigenen Angaben am Donnerstag beim Amtsgericht Aachen einen Antrag auf Anordnung der Eigenverwaltung. Das Gericht habe dem Antrag bereits stattgegeben und einen vorläufigen Sachverwalter bestellt. Mit diesem sogenannten Schutzschirmverfahren erhält e.Go die Möglichkeit, vor einer eigentlichen Insolvenz nach neuen Investoren zu suchen.

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"Unsere überwiegend strategischen Investoren haben uns bis hierhin stark unterstützt und uns ermöglicht, als einziges Startup in Europa einen E-Pkw in Serie auf die Straße zu bringen. Jetzt haben sie verständlicherweise andere Prioritäten", sagte Unternehmensgründer Günther Schuh zu dem Antrag. Für e.Go Mobile greife kein staatliches Rettungsprogramm. Zudem könnten die Hausbanken keine Eigenanteile an der Finanzierung übernehmen. "Wir gehen in ein eigenverwaltetes Verfahren, das uns die Gelegenheit zur Restrukturierung und Neuordnung unserer Finanzen gibt", sagte Schuh dem Handelsblatt.

Nach Paragraf 270b der Insolvenzordnung hat das Unternehmen maximal drei Monate Zeit, neue Investoren zu finden. Es geht laut Handelsblatt um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. "Wir gehen zuversichtlich in diese Phase und wollen in jedem Fall vermeiden, Mitarbeiter zu entlassen. Ich bin jetzt einfach mal optimistisch, trotz Corona", sagte Schuh der Zeitung.

Produktionsstopp wegen Coronapandemie

Ebenso wie bei anderen Autoherstellern steht auch in Aachen die Produktion seit zwei Wochen still. 170 der 450 Mitarbeiter befänden sich in Kurzarbeit. "Ob wir die Produktion nach dem ominösen 20. April wieder ganz normal hochfahren können, wissen wir noch nicht", sagte Schuh weiter. Der e.Go-Chef hatte bereits vor zwei Wochen angedeutet, möglicherweise auf Staatshilfe angewiesen zu sein: "Wahrscheinlich brauchen wir Hilfe von Bund oder Land, um die Coronakrise auch noch zu überstehen".

Der E.Go Life 20 kostet 17.900 Euro. Der E.Go Life 40 mit 23,5-kWh-Akku wird für 20.600 Euro angeboten und der Preis des E.Go Life 60 liegt bei 21.900 Euro. Wann die Auslieferungen wieder starten, ist nicht bekannt.

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gakusei 03. Apr 2020

Das ist zu einfach gegriffen. Großkonzerne wie VW (und ja, mittlerweile auch Tesla...

AgentBignose 03. Apr 2020

StreetScooter ist die Post schuld. eGo Corona. So einfach ist die Welt.

gadthrawn 03. Apr 2020

Abgesehen das ich dir mit totem Pferd vollkommen recht gebe: In Deutschland haben 350...


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