Ob Senioren wohl die App herunterladen?

Zudem dürften gerade dort besonders viele Menschen damit zu kämpfen haben. Nirgendwo sonst auf der Welt ist die Bevölkerung schon derart gealtert, fast 30 Prozent der Bevölkerung sind mindestens 65 Jahre alt, mehr als 70.000 Personen sind über 100. Wegen der niedrigen Geburtenrate und der hohen und weiter steigenden Lebenserwartung nimmt die Zahl hochbetagter Personen Jahr für Jahr zu. Da mit steigendem Alter das Gehör tendenziell nachlässt, wächst das Marktpotenzial für Assistenzfunktionen wie C-Face also schon aus demografischen Gründen jährlich an. Dieser Trend gilt zudem für alle Industrieländer.

Nur liegt auch hierin das Problem. Die natürlichen Kunden, also die Senioren, sind zugleich jene, bei denen es am unwahrscheinlichsten ist, dass sie eine passende App auf ihr Handy laden. Nur braucht man die, damit einem die gesprochenen Worte, die die Maske eingefangen, vertextet und womöglich übersetzt hat, auch geschickt werden können.

Laut einer Umfrage von 2017 nutzen unter den 70- bis 74-jährigen Personen in Japan 28 Prozent ein Smartphone - wobei die Befragung nur unter jenen Senioren durchgeführt wurde, die überhaupt das Internet nutzen. Auf die Frage, wie diese Technologielücke überbrückt werden soll, hat Donut Robotics ebenso wenig reagiert wie auf jene, wo die Daten verarbeitet und wie die generierten Daten weiterverwendet werden.

Man hofft wohl darauf, dass die Kunden trotzdem noch zahlreich genug sind. Und zumindest einen Hinweis darauf gibt es. Als die Coronakrise ausbrach, starteten die Gründer des Betriebs auf der japanischen Crowdfunding-Seite Fundinno einen Aufruf, um das nötige Geld für die Entwicklung der Maske einzuspielen. "Unser anfängliches Ziel von sieben Millionen Yen [knapp 58.000 Euro, Anm. d. Red.] hatten wir innerhalb von drei Minuten erreicht, nach 28 Minuten haben wir den Aufruf dann gestoppt", sagte der Gründer Shunsuke Fujibayashi in einem Interview. "Da hatten wir schon 28 Millionen Yen zusammen."

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 Coronakrise: Die Maske schreibt mit
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