Corona-Warn-App: Nutzer können demnächst weitere Länder auswählen

Die Corona-Warn-Apps der europäischen Länder sollen demnächst untereinander Daten austauschen. Deutsche Telekom und SAP beginnen mit den Tests.

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Die Corona-Warn-App soll demnächst auch mit anderen Ländern kompatibel sein.
Die Corona-Warn-App soll demnächst auch mit anderen Ländern kompatibel sein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung soll demnächst eine Kontaktverfolgung in anderen europäischen Ländern ermöglichen. Am Montag seien Tests zwischen Backend-Servern von sechs EU-Mitgliedstaaten und einem Gateway-Server aufgenommen worden, teilte die EU-Kommission mit. "Der Betrieb wird im Oktober aufgenommen, gleich nach Abschluss der Tests", hieß es weiter.

Die Deutsche Telekom und SAP haben in den vergangenen Wochen gemeinsam einen sogenannten Datenabgleichdienst entwickelt. Eine Telekom-Sprecherin sagte auf Anfrage von Golem.de, dass Nutzer der Corona-Apps künftig diejenigen Länder auswählen könnten, die für sie von Bedeutung seien. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn jemand in einen anderen EU-Staat reist oder in seinem Heimatland viel Kontakt mit Personen aus anderen EU-Ländern hat.

Vom jeweiligen nationalen Backend würden die länderspezifischen Schlüssel von Infizierten dann an diejenigen Apps weitergegeben, die einen Datenaustausch mit dem Land ausgewählt hätten. Das hat dann zur Folge, dass der Datentraffic zunehmen wird, wenn zahlreiche weitere Länder abonniert werden. "Der Informationsaustausch erfolgt pseudonymisiert und verschlüsselt und bleibt auf das Minimum beschränkt. Alle Daten werden nur so lange gespeichert, wie es für die Rückverfolgung von Infektionen erforderlich ist. Einzelpersonen können damit nicht identifiziert werden", schreibt die EU-Kommission.

Kein Abgleich mit Frankreich möglich

An dem Austausch nehmen zunächst die Apps aus Deutschland, Tschechien, Dänemark, Irland, Italien und Lettland teil. Ein Austausch ist aber nur dann möglich, wenn die Apps auf der Bluetooth-Schnittstelle basieren, die von Apple und Google für iOS und Android entwickelt wurde. Ein Datentausch mit Ländern wie Frankreich, die eine zentralisierte App nutzen, ist noch nicht möglich.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurde die deutsche App seit Mitte Juni 2020 etwa 18 Millionen Mal heruntergeladen (PDF). Die Corona-Warn-App verbindet sich in der Regel einmal täglich mit den Backend-Servern, um die Schlüssel von Neuinfizierten herunterzuladen. Durch den Abgleich mit zuvor ausgetauschten IDs anderer Nutzer kann die App feststellen, ob es in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit Infizierten gab. Je nach Dauer und Abstand des Kontaktes zu Infizierten gibt die App eine Risikobewertung ab. Die App soll den Behörden dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

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