Corona-Warn-App: Mehr als 10 Millionen Downloads in fünf Tagen

Etwa jede 65. Begegnung kann inzwischen von der Corona-Warn-App erfasst werden. Eine Version für Google-freie Huawei-Handys soll es vorerst nicht geben.

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Die Corona-Warn-App der Bundesregierung hat schon mehr als 10 Millionen Downloads.
Die Corona-Warn-App der Bundesregierung hat schon mehr als 10 Millionen Downloads. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist seit ihrem Start am 16. Juni 2020 mehr als zehn Millionen Mal heruntergeladen worden. Das teilte das Robert Koch-Institut am Samstag in seiner täglich aktualisierten Statistik mit. Die 10,6 Millionen Downloads beziehen sich sowohl auf Android- als auch auf iOS-Geräte. Die App soll dazu beitragen, Infektionsketten zu unterbrechen.

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Unter der Annahme, dass die App tatsächlich auf 10,6 Millionen Smartphones aktiv ist, entspricht dies bei 83 Millionen Einwohnern einem Verbreitungsgrad von knapp 13 Prozent in Deutschland. Bei einer zufälligen Begegnung zwischen zwei Personen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass beide über eine aktive App verfügen, bei etwa 1,5 Prozent. Das entspricht noch nicht einmal jeder 65. Begegnung. Die Fehlerquote der App liegt nach Angaben der Entwickler bei etwa 20 Prozent.

Keine Version für Huawei geplant

Zusätzliche Downloadkanäle neben den Appstores von Google und Apple soll es vorerst jedoch nicht geben. Das gilt auch für Google-freie Smartphones des chinesischen Anbieters Huawei, der für seine Geräte nach den Vorgaben von Google und Apple inzwischen eine Bluetooth-Schnittstelle entwickelt hat. "Derzeit gibt es aber noch keine Entscheidung, wie wir zukünftig mit der von Huawei im HMS Core implementierten Schnittstelle umgehen", sagte ein Sprecher der Deutschen Telekom auf Anfrage von Golem.de.

Die Bundesregierung misst der App jedoch unabhängig von der Zahl der Downloads eine wichtige Bedeutung bei. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast rief Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Nutzung der App auf. "Es hat sich gelohnt, dass wir bei der Entwicklung auf absolute Transparenz, auf umfassenden Datenschutz und höchste IT-Sicherheit geachtet haben. Heute können wir sagen: Diese App verdient Ihr Vertrauen", sagte Merkel. Die Benutzung der App sei absolut freiwillig. Es gebe keine Belohnung für die Benutzung und keinen Nachteil, wenn sich jemand dagegen entscheide.

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Die App war von Ende April an von SAP und Telekom für eine Summe von 20 Millionen Euro netto entwickelt worden. Für die monatlichen Betriebskosten sind 2,5 bis 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Bundesregierung rechnet nach eigenen Angaben bis Ende 2021 mit Kosten von mehr als 69 Millionen Euro für die App. Das teilte die Regierung auf Anfrage des Linke-Abgeordneten Victor Perli mit. Die Telekom-Tochter T-Systems soll davon alleine 52 Millionen Euro erhalten.

Nach Angaben von Spiegel Online entfallen davon etwa 7,8 Millionen Euro (netto) auf die Inbetriebnahme der App, der Rest ist für die Bereitstellung der mehrsprachigen Hotlines und der Backend-Server vorgesehen. SAP erhielt für die Entwicklung der eigentlichen App 9,5 Millionen Euro sowie weitere 2 Millionen Euro (jeweils netto) für deren Wartung. Der Werbeetat beläuft sich demnach auf 3,5 Millionen Euro. Die Penetrationstests vor dem Start der App kosteten 107.000 Euro.

Nachtrag vom 22. Juni 2020, 9:39 Uhr

Nach Angaben des ZDF verteilen sich die mehr als zehn Millionen Downloads etwa gleichmäßig auf iOS- und Android-Geräte. Da Android-Geräte jedoch über einen deutlich höheren Marktanteil (78,2 Prozent) bei Smartphones verfügen, scheint die Corona-App bei Apple-Nutzern wesentlich populärer zu sein. Dabei läuft die App unter iOS erst ab der Version 13.5, die von vielen iPhones nicht mehr unterstützt wird.

Aktuellen Apple-Statistiken zufolge hat iOS 13 eine Verbreitung von 81 Prozent. Daher kann jeder fünfte iPhone-Nutzer nicht die Corona-Warn-App installieren. Bei Android-Geräten setzt die Corona-App die Version 6 (Marshmallow) voraus. Diese und höhere Versionen sind auf rund 85 Prozent aller Android-Geräte installiert.

Die wichtigsten Details zur App hat Golem.de in einem ausführlichen FAQ zusammengefasst.

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jfolz 25. Jun 2020

Und wo waren diese Personen, als der genannte sowie anderer Schwachsinn beschlossen...

dura 24. Jun 2020

Hä? Du erklärst immer noch nicht, was du genau machen willst. Wie willst du eine Person...

treysis 23. Jun 2020

Dann solltest du gar keine Apps installieren.

treysis 23. Jun 2020

Kann ich bei mir nicht nachvollziehen. Und steht in der Doku auch anders: https://source...

Trollversteher 23. Jun 2020

Also sorry, Deine Expertise als Produktentwickler in der Automobilindustrie in allen...



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