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Corona: UN-Luftfahrtorganisation gibt Empfehlungen für Flüge

Gesundheitspass, Temperaturmessung, Maskenpflicht - sieht so der Urlaubsflug in Corona-Zeiten aus?

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Leeres Terminalgebäude am Frankfurter Flughafen (Symbolbild): Maskenpflicht im Flughafen und an Bord der Flugzeuge
Leeres Terminalgebäude am Frankfurter Flughafen (Symbolbild): Maskenpflicht im Flughafen und an Bord der Flugzeuge (Bild: Fraport)

Wird der Mittelsitz doch freigelassen? Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen (International Civil Aviation Organization, ICAO) hat Empfehlungen für den Flugverkehr in der Covid-19-Pandemie herausgegeben. Bindend sind diese aber nicht.

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Passagiere sollten im Flugzeug einen Meter Abstand einhalten, empfiehlt die Luftfahrtorganisation. Die Empfehlungen beinhalten aber keine Vorgabe, dass der Mittelsitz frei bleiben soll oder nur jede zweite Sitzreihe belegt wird.

Die Fluggesellschaften sind dagegen, den mittleren Platz eines Dreiersitzes freizulassen. Könnten sie ihre Maschinen nur zu zwei Dritteln auslasten, wäre das unrentabel, argumentieren sie. Beides dürfte sich nur schwer vereinbaren lassen. Die Folge wäre wohl eine Erhöhung der Flugpreise.

Des Weiteren schlägt die ICAO vor, dass Reisende im Flugzeug ebenso wie im Flughafengebäude eine Maske tragen. Im Flugzeug sollen sie ihre Plätze möglichst nicht verlassen. Falls es doch nötig sein sollte, die Toilette aufzusuchen, sollen Warteschlangen davor unbedingt vermieden werden. Das Kabinenpersonal will die Organisation mit Schutzausrüstung wie medizinischen Masken, Schutzschirmen vor dem Gesicht und Handschuhen ausstatten.

Um das Infektionsrisiko bei einer Flugreise so gering wie möglich zu halten, sollen nur Gesunde fliegen. Alle Reisenden sollen sich nach Ansicht der Behörde vor Antritt des Fluges auf Sars Cov-2, das Virus, das Covid-19 auslöst, testen lassen und das Ergebnis des Tests vorlegen. Zudem soll am Flughafen ihre Körpertemperatur gemessen werden. Eine weitere Messung ist für das Ende der Reise empfohlen.

Kontakt soll so gut wie möglich vermeiden werden. Reisende sollen deshalb keine Flugtickets aus Papier nutzen, sondern elektronische. Das gilt auch für die Sicherheitskontrolle - hier hat die Bundespolizei bereits nationale Regeln erlassen. Die ICAO empfiehlt weitere kontaktlose Verfahren, etwa Gesichts- oder Iriserkennung zur Identifizierung.

Die Maßnahmen, die die ICAO zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) und verschiedenen Organisationen der Luftfahrtbranche erarbeitet hat, sind Empfehlungen, die dazu dienen sollen, bereits existierende Pläne zur Wiederaufnahme des Flugverkehrs zu ergänzen und voranzubringen, nicht aber sie zu ersetzen.

Die Richtlinien sollten "die Wiederaufnahme und Erholung des globalen Luftverkehrs auf sichere und nachhaltige Weise unterstützen.", sagte Philippe Bertoux, der französische Vertreter im Rat der ICAO. "Damit sie erfolgreich sind, müssen wir einen mehrschichtigen und insbesondere einen risikobasierten Ansatz verfolgen. Maßnahmen werden je nach Bedarf und auf der Grundlage vieler medizinischer und anderer relevanter Faktoren eingeführt oder aufgehoben."

Durch den durch die Pandemie bedingten Lockdown stand der Flugverkehr weitgehend still. An den europäischen Flughäfen lag das Passagieraufkommen im April laut Airports Council International (ACI), dem Verband der Flughäfen, um 98,6 Prozent unter dem vom April 2019. Inzwischen lockern die Regierungen die Reisebeschränkungen wieder. Der Luftverkehr kommt langsam wieder in Gang.

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