Corona: Telekom hat Notfall- und Pandemiepläne aktiviert

Die Telekom sieht keine Probleme durch das Coronavirus und Homeoffice.

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Mobilfunkantenne der Telekom
Mobilfunkantenne der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat bereits seit längerer Zeit ihre Pandemiepläne aktiviert. Das sagte Telekom-Sprecher Husam Azrak Golem.de auf Anfrage. Zuerst berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel über die Vorbereitungen. "Wir sind Betreiber von kritischer Infrastruktur und haben unsere Notfall- und Pandemiepläne schon im Januar aktiviert und sind bestmöglich vorbereitet", sagte Azrak. Aktuell verzeichne man keinen nennenswerten Anstieg des Datenverkehrs.

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In der zentralchinesischen Stadt Wuhan soll es am 1. Dezember 2019 den ersten Coronavirus-Fall gegeben haben.

Oberstes Ziel der Telekom sei es, den Betrieb der Infrastruktur sicherzustellen und aufrechtzuerhalten. "So sichern wir auch die wichtige Kommunikation und den Betrieb beispielsweise von Not- und Rettungsdiensten, Krankenhäusern und Behörden. Damit unterstützen wir die Versorgungslage der Bevölkerung. Zur Sicherung unserer Infrastruktur gehören neben Telefon und Mobilfunk auch Internet sowie unser TV-Angebot", betonte Azrak. Zu den technischen Details machte er auf Nachfrage keine Angaben.

Erfahrungen mit höherer Netzwerkauslastung gibt es in Italien und Spanien, den am stärksten vom Coronavirus betroffenen Staaten Europas. Über 1.800 Menschen sind in Italien bereits gestorben, mehr als 20.000 haben sich infiziert. Läden, Bars und Schulen sind geschlossen, wenn nicht unbedingt notwendig, darf niemand das Haus verlassen.

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"Wir haben einen Anstieg des Internetverkehrs über unser Festnetz um mehr als 70 Prozent gemessen, wozu Online-Spiele wie Fortnite einen großen Beitrag leisten", sagte Luigi Gubitosi, Chief Executive Officer der Telecom Italia, am 11. März 2020 bei einem Gespräch mit Analysten.

Die Telefónica Spain hatte angesichts von Millionen Menschen im Homeoffice und Tele Learning zu einer vernünftigen Nutzung von Mobilfunk und Festnetz aufgerufen. Die IP-Netzwerke verzeichnen einen Anstieg des Datenverkehrs um fast 40 Prozent, während die mobile Telefonie um etwa 50 Prozent und die Datennutzung und 25 Prozent zunimmt, erklärte die Telefónica Spain. Die Betreiber erhöhten die Kapazität der Netze, indem sie mehr Ausrüstung in Betrieb nahmen und die Kapazität vorhandener Technik steigerten. "Diese Maßnahmen sind jedoch nicht sofort wirksam", betonte Telefónica. Nutzer sollen womöglich auf Videokonferenznutzung zugunsten von Chat verzichten, nur Dateien herunterladen, die sie wirklich benötigen und das Versenden unnötig großer E-Mails vermeiden.

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