Corona-Schnelltests: App mit Videoüberwachung soll Gang ins Testzentrum ersetzen

Der Gang ins Corona-Testzentrum ist aufwendig und mit Risiken verbunden. Videoüberwachte Selbsttests per App sollen künftig Abhilfe schaffen.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Vor laufender Kamera durchgeführte Selbsttests könnten den Gang ins Testzentrum ersetzen.
Vor laufender Kamera durchgeführte Selbsttests könnten den Gang ins Testzentrum ersetzen. (Bild: LOUISA GOULIAMAKI via Getty Images)

Die Berliner Industrie- und Handelskammer will mit einem neuen Testkonzept die angeschlagene Gastronomie ankurbeln und den Gang in ein öffentliches Corona-Testzentrum überflüssig machen. Per Smartphone-App sollen Bürger sich bei der Durchführung eines Selbsttests überwachen lassen und im Gegenzug ein digitales Zertifikat über ihr Ergebnis erhalten.

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Probanden bestellen dafür einen für diesen Zweck zertifizierten Schnelltest, melden sich auf dem Online-Portal homedx.de an und hinterlegen dort eine Kopie ihres Personalausweises. Im Anschluss führt die App per Schritt-für-Schritt-Anleitung durch das Testprozedere. Die Smartphone-Kamera zeichnet die Durchführung auf und lädt das Video auf einen Server.

Danach kontrollieren sogenannte Videobewerter die Aufzeichnung und übersenden bei korrekter Durchführung das Zertifikat. Das wiederum berechtigt zum Besuch von teilnehmenden Gastronomiebetrieben und Veranstaltungsorten. Die Videobewertung übernehmen unter anderem medizinische Fachkräfte und Medizinstudenten, die für die Kontrolle vergütet werden.

Pilotprojekt bereits gestartet

Das Konzept wird vom 29. Mai bis zum 18. Juni 2021 in Kooperation mit acht Gastronomie-Betrieben, dem Diagnostiknetzwerk Berlin-Brandenburg, dem Bezirksamt Mitte und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Rahmen eines Pilotptojekts erprobt.

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Ziel sei es, eine Perspektive für flächendeckende Öffnungen der Innengastronomie in pandemischen Lagen zu schaffen. Zudem solle verhindert werden, dass mit dem Coronavirus infizierte Menschen sich auf den Weg in ein öffentliches Testzentrum machen und dabei andere infizieren.

Die Handelskammer bezeichnet das Projekt als wichtiges Signal dafür, dass die Branche verantwortungsbewusst mit geltenden Regeln umgehen könne. Zuletzt hatten Betrugsfälle mit unrechtmäßig abgerechneten Schnelltests an öffentlichen Teststationen für Aufsehen gesorgt.

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Initiatoren des Projekts sind zuversichtlich

Ob die überwachten Selbsttests langfristig tatsächlich eine Alternative zum Testzentrum sind, sollen Auswertungen im Anschluss an das Pilotprojekt zeigen. Als Erfolg gelte es, wenn die Inzidenz unter Testteilnehmern gleich oder niedriger sei als in der restlichen Bevölkerung.

Das ausführende Diagnostiknetzwerk Berlin-Brandenburg äußerte sich zuversichtlich: Das Homedx getaufte Testverfahren habe das Potenzial, sich zum "neuen diagnostischen Fieberthermometer" zu entwickeln und werde "sicher Schule machen".

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Zockmock 02. Jun 2021

Ich glaube das Problem ist doch wie die Politik da nun wieder rauskommt. Die habe sich da...

smonkey 02. Jun 2021

Ich muss das Haus nicht verlassen um aus dem Haus gehen zu können?

Niaxa 01. Jun 2021

Letzteres sollte möglich sein.



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