Corona-Pandemie: Google Maps soll Auslastung von Bus und Bahn anzeigen

Google Maps will Fahrgäste in Bus und Bahn besser informieren, wie voll ein Verkehrsmittel ist. Dafür werden Daten der Fahrgäste benötigt.

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Corona-Alltag in der Berliner U-Bahn
Corona-Alltag in der Berliner U-Bahn (Bild: Odd Andersen/AFP via Getty Images)

Google Maps soll in den kommenden Wochen besser als bisher dabei helfen, die mögliche Auslastung von Zügen und Bussen im Nahverkehr anzuzeigen. Dabei soll es auch Daten dazu geben, wie viele Fahrgäste sich zu einer bestimmten Zeit an Haltestellen befinden. So sollen Reisende die Möglichkeit erhalten, die Fahrt auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, wenn die Auslastung von Bus und Bahn weniger stark ist. Das Unternehmen gab Änderungen dazu in einem Blog-Posting zu Google Maps bekannt.

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In Google Maps soll es künftig eine Funktion geben, mit der Fahrgäste Angaben zur Auslastung von Verkehrsmitteln im Nahverkehr bereitstellen können. Dazu muss der Fahrgast in der Routenbeschreibung ans Ende scrollen, um dort die Angaben zu tätigen. Google will die Daten also verbessern, indem Fahrgäste selbst aktiv werden. Es ist unklar, wie das Unternehmen diese zur Mitarbeit bewegen will. Bereits im Sommer 2019 kündigte Google an, die Auslastung von Bus und Bahn in Google Maps anzeigen zu wollen.

Diese Informationen sollen mit den manuell eingegebenen Daten der Fahrgäste verbessert werden. In einer Stichprobe von Golem.de wurden diese Daten im morgendlichen Berufsverkehr derzeit nur für die U-Bahnen in Berlin angezeigt. In Bussen und S-Bahnen waren keine Daten zur Auslastung dieser verfügbar. Wann die Daten für alle Nahverkehrsmittel in deutschen Städten bereitstehen werden, ist nicht bekannt.

Google Maps zeigt, wie voll eine Haltestelle ist

In Google Maps soll es zudem Informationen dazu geben, wie viele Menschen an einer Bushaltestelle oder auf dem Bahnsteig warten. Diese Daten sind wichtig, um während der Coronapandemie den Mindestabstand einzuhalten. Google will diese Daten automatisch erheben. Dazu werden anonymisierte Daten genutzt, wenn Nutzer den Google-Standortverlauf aktiviert haben, der standardmäßig ausgeschaltet ist.

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Google will zum Schutz der Privatsphäre der Fahrgäste diese Daten nur dann anzeigen, wenn es ausreichend anonymisierte Daten zu einer bestimmten Haltestelle gibt. Im deutschsprachigen Blog-Eintrag zu Google Maps heißt es, dass diese Informationen "ab heute" angezeigt würden. Einige Sätze später heißt es hingegen: "Die Informationen werden in den kommenden Wochen eingeführt." Eine Stichprobe im morgendlichen Berufsverkehr in Berlin lieferte an keiner Haltestelle solche Daten.

Google machte keine Angaben dazu, ob diese Daten in Deutschland für alle Busse und Bahnen im Nahverkehr zur Verfügung gestellt werden oder ob es sie nur für ausgewählte Städte oder auch nur für ausgewählte Verkehrsmittel gibt.

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