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Corona-Krise: Palantir könnte Pandemie-Daten in Europa auswerten

Die US-Datenfirma Palantir steht angeblich in Verhandlungen mit mehreren europäischen Ländern wegen der Corona-Krise.

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Palantir will seine Datenanalysen in der Corona-Krise einsetzen.
Palantir will seine Datenanalysen in der Corona-Krise einsetzen. (Bild: Arnd Wiegmann/Reuters)

Die umstrittene US-amerikanische Datenfirma Palantir soll Behörden in Europa angeblich Software für eine effizientere Bekämpfung der Corona-Pandemie liefern. Das berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf eine Person, die mit der Angelegenheit vertraut sei. Dem Bericht zufolge verhandelt Palantir mit Behörden in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Weitere Details der Gespräche sind unklar.

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Palantir schreibt auf seinen Webseiten zur Corona-Krise: "Wir fühlen uns geehrt, eine Vielzahl an öffentlichen und privaten Partnern dabei zu unterstützen, Daten zur Bekämpfung der drängenden Probleme einzusetzen und dabei die Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre konsequent durchzusetzen." Palantir setze seine Ressourcen ein, um die datenbasierten Lösungen von Institutionen unabhängig von Größe und Zielen in der aktuellen Krise zu beschleunigen. Palantir könne dabei helfen, die Verbreitung des Virus zu modellieren oder die benötigten Kapazitäten in Krankenhäusern zu planen.

Welche Daten mit Palantir-Software in den genannten Staaten analysiert werden könnten, schreibt Bloomberg nicht. Die britische Regierung berichtet jedoch davon, dass sie in der Corona-Krise Palantir ebenso nutzt wie die Dienste von Microsoft, Amazon, Google und Faculty. Dabei werde das in Großbritannien entwickelte Programm Palantir Foundry eingesetzt, das die Integration, Bereinigung und Harmonisierung ungleichartiger Daten ermögliche, um eine sogenannte Single source of truth (SSOT) zu entwickeln, die die Entscheidungsfindung unterstützt. Vor Kurzem war bekanntgeworden, dass neben dem Bundesland Hessen auch Nordrhein-Westfalen die Dienste von Palantir für seine polizeilichen Ermittler nutzt.

Telefónica gibt Daten an RKI

Bislang werden in der Corona-Krise anonymisierte und aggregierte Daten eingesetzt, um beispielsweise die Veränderung von Bewegungsströmen aufgrund der verhängten Ausgangsbeschränkungen zu registrieren. Dazu hat beispielsweise die Deutsche Telekom dem Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) mehrfach Datensätze zukommen lassen. Auch die Europäische Kommission will in allen EU-Ländern solche Daten auswerten.

Der Mobilfunkbetreiber Telefónica gab am 1. April 2020 bekannt, dem RKI ebenfalls entsprechende Daten zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit den Partnern Teralytics und der Senozon Deutschland GmbH stelle Telefónica dem RKI unter anderem Daten über die Anzahl der Reisen, die Streckenlängen und die Aufteilungen der Transportmittel wie Auto oder Flug in Form eines Dashboards zur Verfügung.

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cpt.dirk 08. Apr 2020

Anstatt einer dubiosen US-Spionagefirma Millionenbeträge in den Rachen zu werfen, sollte...

splash42 02. Apr 2020

Die Betonung liegt da wohl auf Amt. So eine Statistik gab es bisher nicht, gibt es also...

KlugKacka 01. Apr 2020

Dazu muss man mit jemandem in Kontakt gewesen sein, die Positiv getestet wurde (100...

User_x 01. Apr 2020

"stelle Telefónica dem RKI unter anderem Daten über die Anzahl der Reisen, die...


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