Coronakrise: Mehr lineares Fernsehen belastet Kabelnetze nicht

Die TV-Frequenzen sind belegt. Wie viele Zuschauer es gibt, ist laut den Betreibern egal.

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Fernsehen im Netz von Pyur
Fernsehen im Netz von Pyur (Bild: Pyur)

Die Zunahme der Zuschauer des linearen Fernsehens belastet das Kabelnetz nicht. "Aufgrund der Rundfunkübertragung von linearem Fernsehen wirken sich jegliche Nutzungsveränderungen nicht auf die Auslastung der Netze aus", sagte Tele-Columbus-Sprecher Sebastian Artymiak Golem.de auf Anfrage. Tele Columbus (Pyur) ist der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland.

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Die TV-Frequenzen seien belegt, wie viele Zuschauer es gebe, sei dabei gleichgültig, erklärte Artymiak. Bei steigender Nutzung würden nicht mehr Frequenzen benötigt. Die genutzten Frequenzen für TV seien immer gleich. "Es ist wie beim Fernsehturm. Der sendet einfach, egal wie viele Zuschauer mit Antenne die Ausstrahlung nutzen", betonte Artymiak.

Auch Vodafone-Sprecher Volker Petendorf bestätigte, dass es keine Mehrbelastung durch Kabelfernsehen gebe. "Die klare Antwort ist nein. Die Netze sind weiter stabil und es gibt genug Kapazitätspuffer." Unabhängig davon gebe es auch in der Coronakrise an jedem Tag die üblichen kleinen lokalen Einschränkungen. "Heute wurde beispielsweise in Saarbrücken ein Zufuhrstrang unseres Kabelnetzes durch einen Bagger zerstört - bei Bauarbeiten, mit denen Vodafone an sich nichts zu tun hatte. Dadurch sind rund 8.000 Kunden seit 10 Uhr vom Kabelnetz abgetrennt. Reparaturarbeiten laufen", sagte Petendorf.

Doch in welchem Bereich liegt das Kabelfernsehen im Netz? Unitymedia hatte im Jahr 2017 für die Umstellung auf Docsis 3.1 das analoge TV-Programm abgeschaltet. Danach wurden die Senderlisten geändert, um die Frequenzbelegung so zu verschieben, dass Platz für neue HD-Sender und Internet mit hohen Datenraten nutzbar wurde. So sollten digitale TV-Programme auf niedrigere Frequenzbereiche verlegt werden, wo zuvor analoge Fernsehprogramme waren. Die Docsis-Kanäle für die Datenübertragung wurden in einen höheren Frequenzbereich verschoben.

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Bei der Umstellung in Nordrhein-Westfalen bei rund 70.000 Haushalten hatte es zuvor größere technische Probleme bei der Senderneubelegung gegeben. Wegen schlecht abgeschirmter Koaxialkabel in den betroffenen Häusern gab es Störungen durch das digitale Radio DAB+, das im Kanal 5C arbeitet. Unitymedia nutzte in Nordrhein-Westfalen zuerst den Kanal 5 im Bereich 178 MHz für Sender wie RTL, Sat.1 oder Pro7. Der Betreiber musste die Programme in einen anderen, weniger störanfälligen Frequenzbereich verschieben. Unitymedia gehört seit Sommer 2019 zu Vodafone.

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