Coronakrise: Continental investiert nicht mehr in automatisiertes Fahren

Die Folgen der Coronapandemie wirken sich auch auf das autonome Fahren aus. Den Konzernen fehlt das Geld, um die Technik weiterzuentwickeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Funktionen wie der Staupilot werden vielleicht doch nicht so schnell verfügbar sein.
Funktionen wie der Staupilot werden vielleicht doch nicht so schnell verfügbar sein. (Bild: Audi)

Der Automobilzulieferer Continental legt seine Entwicklungsprojekte für das sogenannte hochautomatisierte Fahren vorläufig auf Eis. Um die Liquidität zu schonen, habe er Investitionen in das autonome Fahren nach Level 3 verschoben, sagte Firmenchef Elmar Degenhart der Wirtschaftswoche und fügte hinzu: "Dazu gab es seitens unserer Kunden schon vor Corona eine Tendenz, die sich jetzt aber durch den Ausbruch des Virus verstärkt hat." Die Industrie könne jetzt einfach nicht mehr "gleichzeitig mit voller Kraft in vernetzte Autos, Elektromobilität und automatisiertes Fahren investieren. Da muss man Prioritäten setzen."

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator - Schwerpunkt SQL (m/w/d)
    GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Damme
  2. Fachinformatiker*in (m/w/d) in der IT Infrastruktur
    Ruhrverband, Essen
Detailsuche

Unter dem hochautomatisierten Fahren (Level 3) versteht man Funktionen, bei denen das Fahrzeug in bestimmten Verkehrsituationen wie auf der Autobahn oder im Stau vollständig die Fahraufgabe übernimmt. Der Fahrer darf sich dann vom Verkehrsgeschehen abwenden, sollte aber in der Lage sein, nach Aufforderung durch das Fahrzeug innerhalb eines bestimmten Zeitraums von wenigen Sekunden wieder das Lenkrad zu übernehmen.

Bislang liegen die erforderlichen Zulassungskriterien noch nicht vor, auch wenn eine internationale Arbeitsgruppe inzwischen einen Entwurf für eine entsprechende UN-Regelung (PDF) vereinbart hat. Der Autokonzern Audi hatte bereits im Sommer 2017 einen A 8 mit Staupilot-Funktion nach Level 3 angekündigt. Doch mangels Zulassungskriterien ist die Funktion immer noch nicht verfügbar.

Parallel zu den hochautomatisierten Funktionen arbeiten die Autokonzerne oder Firmen wie die Google-Schwester Waymo am vollautomatisierten und autonomen Fahren (Level 4 und 5). Allerdings machen sich auch in diesem Bereich inzwischen die hohen Entwicklungskosten bemerkbar. So kündigte Daimler vor kurzem an, sich bei der Entwicklung zunächst auf Lkw zu konzentrieren. Waymo konnte zuletzt mehr als zwei Milliarden US-Dollar von Investoren gewinnen, um die Entwicklung der autonomen Taxis zu finanzieren. Ford hat sein Programm mit autonom fahrenden Taxis und Lieferfahrzeugen um ein Jahr verschoben. Als Grund nannte der US-Autohersteller am Mittwoch die aktuelle wirtschaftliche Situation wegen der Covid-19-Pandemie.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz
Fünf All-in-One-Messenger im Vergleichstest

Ständiges Wechseln zwischen Messenger-Apps ist lästig. All-in-One-Messenger versprechen, dieses Problem zu lösen. Wir haben fünf von ihnen getestet und große Unterschiede bei Bedienbarkeit und Datenschutz festgestellt.
Ein Test von Leo Dessani

Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz: Fünf All-in-One-Messenger im Vergleichstest
Artikel
  1. Morgan Stanley: Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter
    Morgan Stanley
    Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter

    Wegen der Nutzung von Whatsapp hatten Finanzregulatoren 2022 mehrere Banken mit hohen Strafen belegt.

  2. Sparmaßnahmen bei Intel: Intel stellt Pathfinder und Switches ein und löst AXG auf
    Sparmaßnahmen bei Intel
    Intel stellt Pathfinder und Switches ein und löst AXG auf

    Das schlechte Quartalsergebnis von Intel ist ein weiterer Anlass für Sparmaßnahmen: Produkte werden eingestellt und Abteilungen umstrukturiert.

  3. Liberty-Germany-Pleite: Glasfaserausbau trotz Zusage nicht mehr sicher
    Liberty-Germany-Pleite
    Glasfaserausbau trotz Zusage nicht mehr sicher

    "Hello Fiber bringt Glasfaser in deine Gemeinde", lautete der Werbespruch von Liberty. Kann man kleineren FTTH-Anbietern nach der Pleite noch trauen?
    Von Achim Sawall

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • XFX RX 7900 XTX 1.199€ • WSV bei MM • Razer Viper V2 Pro 119,99€ • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM/Graka-Preisrutsch • Razer Gaming-Stuhl -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€[Werbung]
    •  /