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Corona: Großbritannien erforscht Social Distancing mit KI-Kameras

Die KI-Kameras von Vivacity überwachen normalerweise in mehreren Städten Großbritanniens die Verkehrssituation. Aus den gewonnenen Daten lässt sich aber auch schließen, wie gut Social Distancing funktioniert.
/ Tobias Költzsch
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Vivacity gewinnt Daten zum Verkehrsgeschehen. (Bild: Vivacity/Screenshot: Golem.de)
Vivacity gewinnt Daten zum Verkehrsgeschehen. Bild: Vivacity/Screenshot: Golem.de

Das Unternehmen Vivacity(öffnet im neuen Fenster) hat in Großbritannien mehr als 1.000 Kameras für die Verkehrsüberwachung installiert, die mittels eines KI-Algorithmus unter anderem Abstände zwischen Autos, Fahrrädern und auch Passanten messen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden einem Bericht des Evening Standard(öffnet im neuen Fenster) zufolge seit Einführung der Corona-Schutzmaßnahmen auch an die Regierung weitergeleitet. Vivacity bestätigte dies in einem eigenen Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster).

Demzufolge hat Vivacity nach dem Lockdown in Großbritannien einen Algorithmus programmiert, der explizit den Abstand zwischen Passanten ermittelt. Damit sollen Erkenntnisse gewonnen werden, inwieweit etwa Abstandsregeln oder auch Ausgehverbote eingehalten werden.

Vivacity zufolge werden ausschließlich Daten zu den Abständen weitergeleitet, und kein Bildmaterial oder Daten, anhand derer Personen identifiziert werden können. "Die Kameras nehmen kein Material auf, sie streamen keine Videos und niemand schaut sich das Bildmaterial an", erklärte Vivacitys Chief Operating Officer Peter Mildon dem Evening Standard.

Kameras sind Vivacity zufolge nicht für Strafverfolgung zu gebrauchen

Die Kameras seien keine Überwachungskameras, sondern sammeln ausschließlich anonyme Daten zur Verkehrssituation. Die Kameras seien darauf trainiert, einen Lkw, einen Radfahrer oder einen Lieferwagen von einem Fußgänger zu unterscheiden. Dank des neuen Algorithmus können die Vivacity-Kameras jetzt auch erkennen, ob sich Fußgänger näher als zwei Meter kommen oder nicht.

Diese Erkenntnisse sollen den Behörden helfen, möglicherweise neue Maßnahmen wie Abstandsregeln oder ähnliches zu treffen. Fragen nach der Sicherheit sind neuerlich aufgekommen, nachdem die Stadt Kent in einer Stadtratssitzung davon sprach, das System in der Stadt einzuführen. Mildon zufolge können die Behörden das Kameramaterial nicht für die Strafverfolgung verwenden, selbst dann nicht, wenn sie es wollten.


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