Corona: Bluetooth-Kontaktverfolgung geht auch auf Laptops

Dank offener Spezifikationen, Standards und etwas Reverse Engineering läuft die Corona-Kontaktverfolgung nun auch mit Bluetooth auf Laptops.

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Das Corona-Tracking nutzt bisher ausschließlich iOS und Android. Rosenzweig zeigt, dass es auch anders geht.
Das Corona-Tracking nutzt bisher ausschließlich iOS und Android. Rosenzweig zeigt, dass es auch anders geht. (Bild: LAURIE DIEFFEMBACQ/BELGA/AFP via Getty Images)

Die Corona-Kontaktverfolgung wird von vielen Staaten und Regionen über Smartphone-Apps für Apples iOS und Googles Android-System umgesetzt. Die beiden Hersteller haben dafür eine gemeinsame Schnittstelle sowie offene Protokolle und Standards erstellt. Die für ihre Arbeit an Linux-Grafiktreibern bekannte Entwicklerin Alyssa Rosenzweig hat die Technik nun in einem Wochenendprojekt auch auf übliche Linux-Distributionen portiert und auf ihrem Laptop mit Debian zum Laufen gebracht, wie sie in ihrem Blog berichtet.

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Das kleine Projekt ist dabei wohl vor allem als eine Art Machbarkeitsstudie und Experiment gedacht, das zeigt, dass die Portierung der Technik dank des gewählten Open-Source-Ansatzes der Unternehmen überhaupt möglich ist. Praktisch bedeutet das aber auch, dass neben Laptops auch Smartphones mit alternativen Linux-Betriebssystemen wie das Librem 5 oder das Pinephone künftig ebenfalls mit der bestehenden Infrastruktur zur Kontaktverfolgung genutzt werden könnten.

Rosenzweig setzt dabei auf üblicherweise verfügbare Bausteine von Linux-Systemen. Dazu gehört der Bluetooth-Stack Bluez, OpenSSL für kryptografische Routinen, SQLite zum Speichern und Verarbeiten der Schlüssel sowie Python für die eigentliche Anwendung. Das kleine Projekt lässt sich entsprechend schnell und leicht kompilieren.

Der aktuell von Rosenzweig zur Verfügung gestellte Code kommuniziert dabei zum Erlangen der Schlüssel und der Informationen für die eigentliche Kontaktverfolgung mit den Servern der kanadischen Behörden. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Entwicklerin in Kanada lebt. Der Server-Code der kanadischen Kontaktverfolgungs-App ist ebenfalls öffentlich einsehbar und Rosenzweig ist es damit gelungen, ihre eigene Implementierung zur Kontaktverfolgung eigenen Aussagen zufolge zur vollen Funktionsfähigkeit zu bringen. Rosenzweig könnte sich vorstellen, dass ihr kleines Projekt tatsächlich mit Unterstützung anderer auch auf die konkreten Implementierungen anderer Staaten adaptiert werden könnte. Ob das wirklich passiert, hängt wohl auch von der Hilfe durch die Community ab.

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