Corona-App: Huawei liefert eigene Bluetooth-Schnittstelle aus

Die neueren Huawei-Smartphones müssen ohne Google-Software auskommen. Dennoch sollen die Geräte mit der neuen Bluetooth-API kompatibel sein.

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Das Huawei P40 Pro kann die neue Bluetooth-Schnittstelle nutzen.
Das Huawei P40 Pro kann die neue Bluetooth-Schnittstelle nutzen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Der chinesische IT-Konzern Huawei stellt auf seinen neueren Android-Smartphones inzwischen eine eigene Schnittstelle zur Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie zur Verfügung. Das sogenannte HMS Core Contact Shield sei kompatibel mit anerkannten Industrieprotokollen, teilte das Unternehmen mit. Das betrifft demnach die im Mai von den Betriebssystemherstellern Google und Apple veröffentlichte Schnittstelle für Bluetooth Low Energy.

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Der Mitteilung zufolge wird die Funktion in die Huawei Mobile Services (HMS) integriert, was ein Pendant zu Googles Play-Diensten darstellt. Voraussetzung für die Implementierung sind einem FAQ zufolge die HMS Core SDK 4.1 und spätere Versionen. Bei älteren Versionen soll die Schnittstelle integriert werden, wenn die entsprechende Corona-App installiert werden soll.

Ebenso wie im Fall von Google und Apple schränkt Huawei die Nutzung der Schnittstelle auf Entwickler ein, die von den Regierungen dazu berechtigt wurden, entsprechende Software zu entwickeln. Das Unternehmen werde mit den ausgewählten Entwicklern zusätzliche Vereinbarungen treffen, um den Datenschutz beim Einsatz der App zu gewährleisten.

Wegen der Sanktionen der US-Regierung dürfen Huaweis Geräte derzeit nicht mit Google-Software ausgeliefert werden. Das betrifft nicht nur Apps wie Google Maps oder Chrome, sondern auch die Play-Dienste und den Zugriff auf den Play Store. Es gibt zwar sowohl für das Mate 30 als auch für das P40 die Möglichkeit, die Google-Dienste nachzuinstallieren. Diese Prozedur dürfte aber für den durchschnittlichen Nutzer zum einen nicht fehlerfrei durchzuführen sein, zum anderen kommt sie besonders im Falle des P40 mit zahlreichen Einschränkungen daher.

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Daher bleibt unklar, mit welchen Apps die Schnittstelle überhaupt genutzt werden kann. So wollen die Deutsche Telekom und SAP, die die deutsche Corona-Warn-App entwickeln, das Programm lediglich in Googles Play Store und in Apples App Store veröffentlichen. Damit die Google-freien Huawei-Geräte die App installieren können, müsste sie für Huaweis App Gallery verfügbar sein. Da der Quellcode der deutschen App offen zugänglich ist, könnte jedoch auf dessen Basis eine App generiert und in der App Gallery veröffentlicht werden.

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