Corona-App: Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit

Die Bluetooth-Schnittstellen für Android und iOS sind fertig. Damit können die einzelnen Länder ihre Corona-Apps veröffentlichen.

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So ähnlich könnte die Corona-Warn-App aussehen.
So ähnlich könnte die Corona-Warn-App aussehen. (Bild: Google/Apple)

Die Betriebssystemanbieter Google und Apple stellen eine neue Bluetooth-Schnittstelle für Corona-Apps zur Verfügung. Mit Hilfe der neuen API sollen Android-Geräte und iPhones in der Lage sein, datenschutzkonform und batterieschonend Daten zur Kontaktverfolgung auszutauschen. Mehrere US-Bundesstaaten und weltweit 22 Länder auf fünf Kontinenten haben den Unternehmen zufolge um Zugang zu der Schnittstelle gebeten.

Inhalt:
  1. Corona-App: Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit
  2. Behörden können Parameter einstellen

Google und Apple hatten am 10. April 2020 ihre ungewöhnliche Kooperation angekündigt. Damit soll es den Behörden während der Coronavirus-Pandemie erleichtert werden, Infektionsketten per Smartphone-Apps nachzuverfolgen. Auf der Basis der ausgetauschten IDs können Personen gewarnt werden, wenn sie Kontakt mit einem Infizierten hatten. Google und Apple haben sich bei der Schnittstelle für den sogenannten dezentralen Ansatz entschieden. Das bedeutet, dass die IDs der installierten Apps nicht zentral von einem Server vergeben und verwaltet werden, sondern lokal auf den Geräten. Diese werten zudem lokal das Infektionsrisiko aus.

Standortzugriff verboten

Die US-Firmen räumten ein, dass der Funkstandard Bluetooth nie für einen solchen Zweck entwickelt worden sei. Sie gehen jedoch davon aus, dass die Schnittstelle nur sehr wenig Energie benötige und den Akku daher nicht so stark belaste. Das liege auch daran, dass die neue Schnittstelle im Grunde keine Kommunikation ermögliche, sondern lediglich die eigene Kennung aussende und die IDs der anderen Geräte empfange.

Google und Apple bekräftigten in einer Telefonkonferenz am Mittwoch die starken Einschränkungen bei der Nutzung der API. Diese muss von den Nutzerinnen und Nutzern ausdrücklich aktiviert werden. Sie kann dann jederzeit deaktiviert werden. Anders als bei der aktuellen Schnittstelle für Bluetooth Low Energy, die einen Zugriff auf die Standortdaten zwingend vorschreibt, ist das bei der neuen Schnittstelle ausdrücklich untersagt. Im Falle einer Infektion können die Betroffenen selbst entscheiden, ob sie ihre anonymen IDs hochladen.

Nur eine App pro Land erlaubt

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Prinzipiell erlauben die US-Konzerne lediglich eine einzige App pro Land. Ausnahmen seien aber möglich, wenn beispielsweise wie in den USA die Bundesstaaten jeweils eigene Apps entwickeln wollten. Google und Apple behalten sich vor, die Funktion nach Abklingen der Epidemie in den einzelnen Ländern wieder zu deaktivieren.

An der Entwicklung der API waren den Firmen zufolge zahlreiche Gesundheitsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler, Regierungen und Datenschutzexperten beteiligt. Dabei sei es unter anderem um Fragen der Interoperabilität, des Akkuverbrauchs und der Privatsphäre gegangen. Bereits Ende April hatten Google und Apple ersten Testcode bereitgestellt. Die Rückmeldungen aus den Tests sollen in die nun freigegebene Version eingeflossen sein.

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Behörden können Parameter einstellen 
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Bouncy 22. Mai 2020

Also selbst Alkoholismus auf die Merkel zu schieben ist schon atemberaubend dreist...

blaub4r 22. Mai 2020

Dann soll keiner heulen wenn alle Tod sind das ist dann so gewollt.

smonkey 21. Mai 2020

Du meinst dann sicher #52? Tatsächlich. Das Issue steht damit teilweise im Widerspruch...

RexRex 21. Mai 2020

Also ich musste beim Pairing meines Fitnessarmband kurz den Standortzugriff erlauben...



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