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Behörden können Parameter einstellen

Trotz der zahlreichen Einschränkungen bleiben den Gesundheitsbehörden noch einige Möglichkeiten, die Bluetooth-Daten nach ihren eigenen Wünschen auszuwerten. Das betrifft etwa die Frage, ab welcher Schwelle eine Begegnung als Kontakt im Sinne einer epidemiologischen Exposition eingestuft wird. Dazu liefert die API verschiedene Parameter wie die Signalstärke oder die Dauer eines Kontaktes.

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Um die Signalstärke in Abhängigkeit vom Sendegerät besser einschätzen zu können, gibt die Schnittstelle zudem die Sendeleistung des Smartphones an. Diese und andere übertragene Metadaten werden den Angaben zufolge verschlüsselt übertragen. Dies soll es Angreifern erschweren, auf Basis von mitgeschnittenen Bluetooth-Daten die Geräte zu identifizieren und deren Standort zu verfolgen. Aus diesem Grund werden die temporären IDs auch nicht von einem permanenten Schlüssel generiert, sondern von zufällig erzeugten Schlüsseln. Aus diesen werden wiederum die wechselnden Geräte-IDs (Rolling Proximity Identifiers/RPI) generiert, die die Geräte senden und empfangen.

Schnelle Zulassung geplant

Wird eine Person positiv auf Covid-19 getestet, kann sie die täglichen Schlüssel auf den Server hochladen, der mit der App verbunden ist. Diese Schlüssel laden sich die anderen Geräte regelmäßig herunter. Daraus genieren sie anschließend die Geräte-IDs und vergleichen sie mit den gespeicherten IDs in der lokalen Datenbank. Die Corona-Warn-Apps können daraus nach einem eigenen Algorithmus das Infektionsrisiko berechnen und eine Warnung auslösen. Die Gesundheitsbehörden könnten die Betroffenen nach einer Warnung kontaktieren, wenn diese zuvor ihre Daten freiwillig mit der App verknüpft hätten, sagten Google und Apple.

Wann die ersten Apps fertiggestellt sind und freigegeben werden, ist derzeit unklar. Die beiden US-Konzerne kündigten an, die Zulassungen für Googles Play Store und Apples App Store möglichst schnell zu erteilen. Die von der Deutschen Telekom und SAP entwickelte deutsche Corona-Warn-App soll Mitte Juni veröffentlicht werden. Dazu haben die beiden Konzerne in dieser Woche ersten Code für die Backend-Server auf Github veröffentlicht. Nachdem die Bluetooth-API nun zugänglich ist, könnte der Code für die eigentliche App demnächst folgen. Beide Unternehmen wollen die Community möglichst früh einbinden, um auf Kritik und Verbesserungsvorschläge eingehen zu können.

Bei Android wird die neue Schnittstelle automatisch über die Google-Play-Dienste implementiert, so dass vorläufig kein Update des Betriebssystems erforderlich ist. Die Funktionalität der API soll in wenigen Monaten durch ein Update der Betriebssysteme ergänzt werden. Nach dem Update können die Nutzer dann die entsprechende Funktion aktivieren. Laut Google und Apple (PDF) sollen die Warnungen auch dann angezeigt werden, wenn ein Nutzer gar keine Corona-App installiert hat. Stattdessen sollen die Nutzer dann den Hinweis erhalten, sich eine offizielle App herunterzuladen. Funktionalität umstritten

Inwieweit mit Hilfe von Bluetooth-Signalen überhaupt ein Infektionsrisiko gemessen werden kann, ist stark umstritten. So hängt die gemessene Signalstärke von vielen Faktoren ab und wird nicht nur durch den räumlichen Abstand zwischen zwei Geräten bestimmt. Zudem lässt sich nicht detektieren, ob sich zwischen beiden Geräten beispielsweise eine Trennwand befindet, die eine Virenübertragung verhindern würde.

Das sogenannte dezentrale Konzept sieht derzeit zudem keine Möglichkeit vor, Daten zwischen unterschiedlichen Betreibern auszutauschen. Bei einem Auslandsaufenthalt wäre es daher erforderlich, die lokal zugelassene App ebenfalls zu installieren.

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 Corona-App: Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit
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Bouncy 22. Mai 2020 / Themenstart

Also selbst Alkoholismus auf die Merkel zu schieben ist schon atemberaubend dreist...

blaub4r 22. Mai 2020 / Themenstart

Dann soll keiner heulen wenn alle Tod sind das ist dann so gewollt.

smonkey 21. Mai 2020 / Themenstart

Du meinst dann sicher #52? Tatsächlich. Das Issue steht damit teilweise im Widerspruch...

RexRex 21. Mai 2020 / Themenstart

Also ich musste beim Pairing meines Fitnessarmband kurz den Standortzugriff erlauben...

XAEA-12 21. Mai 2020 / Themenstart

Nein, weil das weder die dritte Welt Länder Überleben, noch der typische Instagram Nutzer...

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